GRUPPE DER CIMA DI FLIX.
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birgsstufe, welche, auf der Westseite des Scheidegebirges, den südlichenAbsturz desRagnutz nach dem Ochsenberg und Errthal unterbricht. Dermittlere Theil der Stufe umschliesst einen kleinen See , der übrige Bodenist klippig, oder mit Schutt bedeckt. Auch hier ist Schiefer die herrschendeSteinart; in verticalen, oder steil südlich fallenden Schichten , h 6streichend ; während die hohen Kalkwände des Ragnutz nördliches Fallenzeigen. Es ist vorherrschend GalestrOj abwechselnd mit mächtigen Quarzit-lagern. Die bunten Flyscharten sind auf dieser Westseite des Gebirgesmächtiger und in höherem Grade entwickelt, als auf der Ostseile. Abernoch evidenter, als in dieser Umwandlung des Biindtnerschiefers, hat sichder mächtige Einfluss der subterranen Agentien in dem Beschlag vonschuppigem Eisenglimmer und Eisenglanz gezeigt, der die meistenSchichtenflächen des Galestro überzieht, und, von einem leichten, oftunterbrochenen Anfluge, bis zu eigenen Zwischenlagern , von der Dickemehrerer Zolle anwächst. Der innige Zusammenhang dieses Eisenoxydesmit der rothen und grünen Färbung des Galestro ist eine an sich klareThatsache , und der secundäre Ursprung des Eisens, durch Sublimation,den hier alle Verhältnisse beweisen, gibt auch dem Yorkommen der Eisen-glimmermassen in anderen Gegenden von Bündten, seine wahre Deutung.
Au£»dem Ochsenberge soll, in älterer Zeit, auf Kupferkies , oderandere Kupferer-ze Bergbau statt gefunden haben. In Chur und in anderenSchweizersammlungen bewahrt man Stücke auf, von schön himmelblauemAUophan , der sich in den alten Gruben secundär gebildet haben soll. —Auch Eisenerze sind, nach älteren Nachrichten, theils auf dem Ochsen-berge, theils auf der Flixeralp gefördert worden.
5. GRUPPE RES TINZERIIORNS.
Im Norden des so eben beschriebenen Passes erhebt sich, in meistnackten Felsen, von kaum unterbrochenen Tritmmerhaldcn umgeben,