GEOLOGIE VON MITTEL-BÜNDTEN.
184
und Dolomit des Stulsthales nicht verschieden; und derselbe hängt, amAusgang von Tuors, unmittelbar zusammen mit dem Kalk der den Gneis desLatschberges unterteuft, und den wir demnach mit dem Kalk des Erzlagerszusammenstellen können. Noch klarer zeigt sich der Zusammenhang desoberen und unteren Kalks bei Filisur . Auf der Nordseite des Gebirgesfand ferner C. Escher den rothen Sandstein noch anstehend am Ausgangdes Monsteinthales , unterhalb dem Dorfe, und er setzt ihn in Verbindungmit den rothen Sandsteinen, die am rechten Ufer des Landwassers Vor-kommen. Nach dem Profil 4 * Tab. III der Davosermasse würde demnachder Kalk des Erzlagers demjenigen des Welsch-Tobels entsprechen, derebenfalls den Sandstein unterteuft, während der obere Kalk, der Zügeund des Bärentobels, demjenigen von Stuls zu vergleichen wäre. Dieserobere Kalk, der Kalk, durch den man aus den Zügen nach Wiesen kommt,ist aber wieder nur durch die Schlucht des Landwassers von dem Kalkdes Erzlagers getrennt, und kann nicht als verschieden von demselbenbetrachtet werden, so dass es scheinen möchte, der zwischen beidenKalkbildungen liegende Sandstein habe sich hier ausgekeilt, und die durchihn getrennte Kalkmasse sei wieder zusammengetreten. Da wir jedochnur einmal den Weg von Glaris nach Wiesen gemacht haben, und damalsdie grosse Verwicklung dieser Verhältnisse nicht ahnen konnten, so dürfteleicht eine neue Untersuchung dieser Gegend den Zusammenhang derGesteine beider Ufer des Landwassers anders ansehen lehren. Es scheintauch wirklich eine verschiedene Auffassung aus der Notiz sich zu ergeben,die Hr. Sprecher von Bernegg mittheilt *), dass der mehr als 100 Klaftermächtige Kalkstein des Erzlagers vom rothen Sandstein, sowohl unter-teuft, als bedeckt werde. Nach dieser Angabe muss offenbar der Sand-stein des Silberbergs, als oberer, von dem der Züge, als unterem, ge-trennt werden, und der Kalk des Erzlagers tritt so mit der oberen Kalk-steinmasse, dem Kalk von Alveneu, Schmitten und Bärentobel, in Ver-