III. Physikalisches.
Strömungsverhältnisse.
137
östlichen Lage und seines schlauchartig erweiterten Südendes istnämlich der Sund sehr geeignet zur Aufnahme der Hauptwasser-masse des vereinigten Ostseestroms und in der That strömt ihmdieselbe auch zu, während die beiden Belte einen weit kleinerenAntheil empfangen.
Von dem nach Abspaltung der dem Sunde zufliessenden Wasser-masse übrig gebliebenen kleineren Theile dringt ein Zweig durchden zwischen Möen und Falster befindlichen Grönsund in die Smaa-lande-See ein und gelangt, nachdem er diese durchflossen, in dengrossen Belt, den er gleichfalls durchströmt, um in ihm die Ostsee zu verlassen und in das Kattegat einzutreten. Der andere Zweiggeht in südwestlicher Richtung weiter an Mecklenburgs Küste ent-lang, biegt dann in der SW-Ecke der Neustädter Bucht bei Trave münde um, krümmt sich um Wagrien und Fehmarn herum, durch-fliesst die Kieler-Bucht und läuft endlich durch den Kleinen Belt in dasKattegat aus. Von der Kieler Bucht aus entsendet dieser Zweig nocheinen Arm in den Langeland-Belt und durch diesen in den nördlichenGrossen Belt .
2. Nach erfolgtem Austritt aus der Ostsee 1 ).
Die Fortsetzungen der drei genannten, von der Ostsee her insKattegat eingedrungenen Strömungen sind in jenem Zwischenmeerenoch weithin wahrzunehmen. Abgesehen von einem schmalen öst-lichen Seitenzweige, der längs der schwedischen Westküste hinströmt,ist das Wasser des Ostseestroms im wesentlichen auf jenen Theildes Kattegats beschränkt, welcher südwestlich von einer Linie ge-legen ist, die von Skagens-Horn über das Feuerschiff auf demTrindelen-Grunde (nordöstlich von der Insel Laesö ) und über denLeuchtthurm der Insel Anholt bis Cap Kullen verläuft.
In Folge des weit vorspringenden Skager-Horns wird die west-liche Strömung des Kattegats nach der schwedischen Küste zwischenMarstrand und Hällö hinüber gedrängt, vereinigt sich hier mit deröstlichen Strömung des Kattegats und fliesst dann in nördlicherRichtung an der bohuslänschen Küste weiter bis zu den Koster-Skären. Hier bewirkt der starke Abfluss des Christiania -Fjords eineRichtungsänderung und im Zusammenhänge damit ein Entlangfliessenan der Südostküste Norwegens . Bei Cap Lindesnäs biegt dieStrömung gleich der norwegischen Küste nach Norden um und noch