Altkristalline Gesteine der unteren penninischen Dn.
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gesteinen. Die Paraschiefer haben viel wechselndere chemische Zusammensetzung, sind meistenstonr eich, der Biotit ist rotbraun porphyroblastisch, Orthoklas selten, der Quarz hat Neigung zurlagenförmigen Anordnung, Rutil, Turmalin, Granat, sind häufig, Disthen, Staurolith, Sillimanit findensich ausschließlich in den Paragesteinen.
Pr eis werk beschreibt als Haupttypen der Paragesteine in den Tessiner-D. (oberes Maggiagebiet): I. Glimmerschiefer, übergehend in Biotitgneise, Bänder-gneise, Injektionsgneise, 2. Granatglimmerschiefer und Granatquarzite, 3. .Stauro-lith - Disthen - Glimmerschiefer, 4. Amphibolgneise und Amphibolite, 5. Gneisemit schlierigen Knauern (Konglomeratgneise?, Injektionsgneise ?), „Lebendungneis“(Gerlach).
Die prachtvollen Disthen und Staurolithkristalle (Nr. 3 obiger Aufzählung) in schneeweißenParagonitschieferlinsen oder im umschließenden dunklen Biotitschiefer von oberhalb der Alpe Spondaan der S-Seite des Pizzo Forno (Val Chironico, Tessin ) haben in allen MineraliensammlungenEingang gefunden. Die Genese ist wohl komplizierter Art. Pegmatitmassen mit großen Feld-späten, Muscovittafeln und Turmalin brechen im hellen und dunkeln Glimmerschiefer auf, undTurmalin kommt auch in den Schiefern vor. RM, CM und DM mögen alle daran beteiligt sein.In Fig. 161 geben wir das Bild der beiden schönsten dort von Dr. H. Hirschi gefundenen Stau-rolithzwillinge.
Paragesteine der höheren Zonen, Phengitgesteine.
Im Simplongebiete bilden die Gneise des Mte. Leone eine tektonisch höhereabgetrennte Gruppe. Genau die gleichen Gesteine erscheinen in verschiedenenZonen des nördlichen Adulamassives und sind dort stratigraphisch und tektonischüber die Tessinergneise zu setzen. Vom Mte. Leone ziehen sich diese höheren Gneisedem S-Rand der Bedrettomulde entlang ins Ofenhorn; sie erscheinen wieder imPoncione di Braga, Forno di Matorello und auch spurweise im oberen Maggia -gebiete, und bilden im Adula-M. eine mächtige gegen N steil abbiegende Schale,von Val Soja bis zum Bernardinopaß und vom Frunthorn bis über den Piz Val-rhein, wo sie dann am Absturz gegen den Kessel von Malvaglia gegen S abbrechen,aber weiter östlich den ganzen Berggrat zwischen Val Calanca und Misoxertalbilden. Ich schätze die Mächtigkeit der Adulagneiszone im S-N-Profil durch denPiz Valrhein auf gegen 4OOO m (vielleicht tektonisch gehäuft?).
Im höheren Teil des Adulagebirges werden wohl a / i bis 9 / 10 dieser Gneis-gruppe aus dem auffallend gleichförmigen „Adulagneis“ (Phengitgneis) gebildet.Derselbe ist wie folgt charakterisiert:
Quarz und Feldspat (Orthoklas, Mikroklin, Mikroperthit) kleinkörnig gemengt, farblos oderweiß, Quarz spärlich bis vorherrschend. Der Glimmer ist sehr reichlich, gleichförmig in parallelenBlättchen von 1—2 mm Durchmesser verteilt, von leuchtend hellgrüner Farbe und sehr starkem Perl-mutterglanz; er ist ein Kaliglimmer,. von Wülfing als „Phengit“ bestimmt. In manchen Varie-täten stellt sich noch Biotit ein. Akzessorisch sind Magnetit, Apatit, Zirkon, Granat und Epidot.Der Adulagneis ist sehr schön und regelmäßig, oft wie ein junges Sediment geschichtet inBänken von 10 — 200 cm, parallel damit geschiefert und in ausgezeichnet ebenen Platten mit glimmer-reichen Fugen spaltbar (Bedachung von Hütten). Er ist sichtlich ein Paragestein. In den höherenTeilen des Gebirges sind diese Gneise meistens ohne Kataklase, überhaupt ohne DM. Sie scheinenmir das unveränderte Produkt von RM zu sein. Gegen die Abbiegung am N-Rand aber greiftwSnderschöne intensive Fältelung und Serizitisierung ein (nähere Untersuchung dieses Übergangesdürfte schöne Resultate erzielen). Hier kommen die Gneisstäbe vor, die wie Scheiterbeigen aussehenoder die man als Dachrinnen benützen kann (Fig. 29). Starke Linearstreckung, wie sie der Anti-Heim, Geologie der Schweiz Bd. II.
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