Ampferers Theorie der Kettengebirgsbildung.
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Süß hatte schon lange für die E-Alpen den Dn.-Bau mehr oder weniger vor-gesehen, indessen ohne sich in scharfer Klarheit auszusprechen. Mit der Trans-gression der tektonischen Gedanken aus den W-Alpen gegen E haben sich sodannV. Uhlig (1909) und L. Kober , später auch Sander und neuestens MarthaFurlani zur „Deckentheorie “ gewendet. An sonderbaren interessanten Versuchen,sie zu bekämpfen, hat es nicht gefehlt (z. B. M y 1 i u s, „Ein Profil' vom Säntis zuden Bergamasker Alpen“ N. J. E. Min. 1916, oder Heritsch , Sch w inner usw.)Aus diesen Tendenzen hat sich eine originelle neue Theorie der Alpen er-geben, die wir bisher (S. 31 u. 54 —"66) fast unberührt gelassen hatten, die wir nunaber, weil sie von den Ostalpen -Geologen gemacht worden ist, nicht mehr über-geben dürfen.
O. Ampferers Theorie der Kettengebirgsbildung.
O. Ampferer ist der Schöpfer einer neuen Theorie der Entstehung derKettengebirge, W. Hammer und Fr. Heritsch sind Mitbeteiligte und Befürworterderselben.
(O tto Ampferer: „Über das Bewegungsbild von Faltengebirgen“, Jahrb. Iv. K. Reichsanstalt1906 S. 539 — 622, ferner Otto Ampferer und Willi. Hammer: „Geologischer Querschnitt durchdie Ostalpen “, Jahrb. K. K. Reichsanstalt 1911. Franz Heritsch : „Die Anwendung der Decken-theorie auf die Ostalpen “, in „Geol . Rundschau“ 1913 — 1915, un d „Die Bauformel der Ostalpen“,N. Jahrb. f. Min. G. P. 1915 u. a.)
Die Genannten anerkennen große Überschiebungen und sprechen viel vonsolchen und Dn., sie nehmen die Silvretta-D. an, aber verwerfen die „Deckentheorie “,weil sie meinen, den Dn. nicht genügendes Breitenmaß und keine mehrfache Über-einanderlagerung zugestehen zu dürfen. Die Existenz der Wurzelzonen wird vonHeritsch kurzweg geleugnet. Daß im Alpenkörper in den oberen Teilen derErdrinde ein enormer Zusammenschub einen „Er dh au t üb ers ch uß“ erzeugt hat,wird vollauf anerkannt und ebenso dient zur Erklärung desselben ein Volumen-schwund des Kernes. Nun erst setzt der meines Wissens neue Gedanke ein: