Band 
Band III. Die Schweizer Alpen. Zweite Hälfte.
Seite
685
JPEG-Download
 

Ampferers Theorie der Kettengebirgsbildung.

685

A. Spitz und G. D y h re nf ur th , 1914, Die Engadiner Dolomite,Beiträge Lfg. 44, mit Karte

I : 25 000 und Profilen.

K. Staub, 1913, Zur Tektonik des Berninageb. Viertelj. N. G. Zürich .

1915, Petrogr. Untersuchungen im westl. Berninageb. Viertelj. N. G. Zürich .

1916, Tekton. Studien im östl. Berninageb. Viertelj. N. G. Zürich .

1916, Zur Tektonik der SE-Schweiz . Alpen,Beiträge, mit Karte, Lfg. 46,1.

1917, Über Faziesverteilung und Orogenese.Beiträge Lfg. 46, III.

1919, Über das Längsprofil Graubündens . N. G. Zürich Alb. Heim, Festschr..

1920, Zur Geologie des Sassalbo, Eclogae.

1920, Über Wesen, Alter und Ursachen der Gesteinsmet. in Graubünden . Viertelj. N. G. Zürich u. a. m.

und J. Cadisch, 1921, Zur Geologie des Unterengadiner Fensters, Eclogae.

B. Studer, 1836, Die Gebirgsmasse von Davos , Denkschr. S. N. G.

E. Süß, 1905, Das Inntal bei Nauders , K. K. Akademie Wien .

P. Termier , 1904, Sur la fenetre de la Basse-Engadine, C. R.

O. Trümpy, 1916, Geologische Untersuchungen im westl. Rhätikon.Beiträge Lfg. 46, II.

V. Uhlig, 1909, Der Deckenbau in den Ostalpen, Geol . Ges. Wien .

Zöppritz, 1906, Geologische Untersuchungen Oberengadins, AlbulaLivigna. Ber. N. G. Frei­ burg i. Br.

Zyndel, 1912, Über den Gebirgsbau Mittelbündens.Beiträge Lfg. 41, 1.

Süß hatte schon lange für die E-Alpen den Dn.-Bau mehr oder weniger vor-gesehen, indessen ohne sich in scharfer Klarheit auszusprechen. Mit der Trans-gression der tektonischen Gedanken aus den W-Alpen gegen E haben sich sodannV. Uhlig (1909) und L. Kober , später auch Sander und neuestens MarthaFurlani zurDeckentheorie gewendet. An sonderbaren interessanten Versuchen,sie zu bekämpfen, hat es nicht gefehlt (z. B. M y 1 i u s,Ein Profil' vom Säntis zuden Bergamasker Alpen N. J. E. Min. 1916, oder Heritsch , Sch w inner usw.)Aus diesen Tendenzen hat sich eine originelle neue Theorie der Alpen er-geben, die wir bisher (S. 31 u. 54"66) fast unberührt gelassen hatten, die wir nunaber, weil sie von den Ostalpen -Geologen gemacht worden ist, nicht mehr über-geben dürfen.

O. Ampferers Theorie der Kettengebirgsbildung.

O. Ampferer ist der Schöpfer einer neuen Theorie der Entstehung derKettengebirge, W. Hammer und Fr. Heritsch sind Mitbeteiligte und Befürworterderselben.

(O tto Ampferer:Über das Bewegungsbild von Faltengebirgen, Jahrb. Iv. K. Reichsanstalt1906 S. 539 622, ferner Otto Ampferer und Willi. Hammer:Geologischer Querschnitt durchdie Ostalpen , Jahrb. K. K. Reichsanstalt 1911. Franz Heritsch :Die Anwendung der Decken-theorie auf die Ostalpen , inGeol . Rundschau 1913 1915, un dDie Bauformel der Ostalpen,N. Jahrb. f. Min. G. P. 1915 u. a.)

Die Genannten anerkennen große Überschiebungen und sprechen viel vonsolchen und Dn., sie nehmen die Silvretta-D. an, aber verwerfen dieDeckentheorie ,weil sie meinen, den Dn. nicht genügendes Breitenmaß und keine mehrfache Über-einanderlagerung zugestehen zu dürfen. Die Existenz der Wurzelzonen wird vonHeritsch kurzweg geleugnet. Daß im Alpenkörper in den oberen Teilen derErdrinde ein enormer Zusammenschub einenEr dh au t üb ers ch erzeugt hat,wird vollauf anerkannt und ebenso dient zur Erklärung desselben ein Volumen-schwund des Kernes. Nun erst setzt der meines Wissens neue Gedanke ein: