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Band III. Die Schweizer Alpen. Zweite Hälfte.
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Carbon des Luganesergebirges.

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Kata RM?) im Gehalt von Turmalin, Granat, Andalusit und äußerst feinen Biotit-blättchen, ferner Hornfels-Charakter, myrmekitische und mikropegmatische Ver-wachsungen von Quarz und Orthoklas. Er nennt das schon einen Andalusit-Contakt-gneis. Die Ursache der CM muß in der Tiefe gesucht werden. Außer einereinzigen Stelle bei Alla Ferrera, wo Turmalingehalt eines Quarzporphyrganges unddes umgebenden Gneises Zusammengehen, läßt sich keine von den Porphyren aus-gehende CM feststellen.

Das Carbon.

Negri und Spreafico scheinen zuerst (1869), darauf durch Fumacalliaufmerksam gemacht, das Carbon von M a n n o 4 km NW Lugano wissenschaftlichnamhaft gemacht zu haben. Gümbel besuchte es 1881. Zwei Steinbrüche habenes aufgeschlossen, leider ohne die Contaktränder gegen das Grundgebirge abzudecken.Die carbonischen Gesteine streichen mit Schwankungen SWNE und fallen mit4060 oder 7O 0 gegen SE ein. Im NW treffen wir bei Arosio Granat-Glimmer-schiefer und Hornblendeschiefer, dann zerknitterte Serizitgneise und Serizitschiefervom Typus des Casannaschiefers meistens senkrecht gestellt. Zwischen solchenliegt als annähernd isoklinales (?) Schichtenpaket von nach Spreafico etwa IOO m,nach B. G. Es eher etwa 250 m Mächtigkeit, etwa 500 m tief in das altkristallineGebirge eingeschachtelt, das Carbon. Es besteht aus groben Konglomeraten undSandsteinen mit einzelnen Schieferlagen. Die Gesteine sind von Rutschspiegelnverschiedener Richtungen in grobe Klötze zerteilt und die Gerolle in einzelnen Lagenglatt poliert; im übrigen aber ist das Gestein frei von DM. Eckige bis 1 / i m dickeStücke von Granit, Amphibolit, Gneis treten schwarmförmig darin auf. Die Haupt-menge der im allgemeinen nicht über 6 cm großen Gerolle sind Quarz, der oftwasserhell ist. Der Luganeserporphyr fehlt vollständig unter denGerollen. Im Konglomerat liegen hie und da Baumstrünke und Äste mit Anthracit-rinde und im Konglomerat wie in den Sandsteinschichten finden sich Schmitzen vonwürflig zerfallendem Anthrazit. Spreafico sammelte in Manno die Pflanzenreste,die zerstreut im Sandstein wie im Konglomerat häufig sind. F. Sordelli konntetrotz schlechter Erhaltung darunter 10 verschiedene Spezies feststellen, so CalamitesCisti Brgn., Sigillaria elegans, elongata Brgn. und andere, Lepidodendron OeltheimianumStbg., Negri und Spreafico fanden eine Stigmaria. Die Pflanzen entsprechendem mittleren Carbon, im besonderen dem Westfalien, den Saarbrücknerschichten;andere (Frech, C. Schmidt) stellen dieselben eher zu den Ottweilerschichtenins obere Carbon.

Die Lagerungsverhältnisse des Carbons von Manno sind indessen nochkeineswegs abgeklärt, die Aufschlüsse sind sehr dürftig und unzusammenhängend.NW, einige IOO m höher, folgen flach N fallende Porphyrtuffe, darüber an einerStelle ein Relikt von Verrucano (?) und bei den Hütten von Viona eine Platte vondichtem, schwarzem, hell geflecktem Porphyr, den Kelterborn jetzt als verkieseltenTuff bestimmt hat, konkordant überdeckt von Sandstein und Konglomerat derunteren Trias.

Im Talgebiete von Lugano finden sich noch einige auffallende Vorkommnissevon Quarzkonglomeraten mit Tonglimmerschiefern, welche die Karte von 1876