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darüber mit Rhät bedeckt, auf welchem der Lias in Transgression auflagerte.Eine unebene Aufwölbung und Entblößung am Schlüsse der Triaszeit hat regionen-weise zu einer tiefgreifenden Erosion geführt, so daß der Lias bald schon mitHettangien, bald mit Sinemürien auf die karrig abgetragene Oberfläche des
Hauptdolomites übergreift. E von Capolago ist der Abtrag anscheinend ge-ringer, der auf lagernde Lias viel vollständiger, W geht der Hauptdolomit von
IOOO m bis unter 100 m zurück, oder ist gar (z. B. W Saltrio) fast ganz weg-
genommen. Die Transgression schritt von E nach W vor: E des Sees (Menaggiobis Campione) liegt das Rhät mit Kössenerschichten ohne Lücke auf demca. xooo m mächtigen Hauptdolomit. Unter dem Mte. Generoso an der Alpe
di Melano beginnt die Transgression. Das Rhät ist nicht mehr vorhanden, Hettangienliegt auf karriger Oberfläche des Hauptdolomites, dessen Kessel und Schloten er-füllend. W des Sees bei Arzo und Tremona transgrediert unteres Sinemürien überdie zerfressene Oberfläche des dort nur noch 200 m mächtigen Hauptdolomites.Bei Saltrio liegt über einem gebliebenen Hauptdolomitstock von ca. 350 m oberesSinemürien und Charmouthien und der auf liegende Lias ist durch Fehlen seinerunteren Stufen von über IOOO m im E auf 20 m zurückgegangen (Fig. 243 u. 244).
Rhätien, Kössenerschichten (C o n t o r t as chi ch t e n und Con-chodondolomit). Im schweizerischen Gebiet der S-Alpen ist Rhät entgegenden Angaben der älteren geologischen Karten nur an wenigen Stellen zu beobachten.Eine südliche Fortsetzung des N-europäischen Keuperfestlandes scheint bis hierhergereicht zu haben und hier teils schon vor der Rhätzeit Unterbruch in der marinenAblagerung, oder gegen Schluß derselben kontinentale Abwitterung des schon Ab-gelagerten ergeben zu haben. Es ist erstaunlich, wie weit die Flächen sind, aufwelchen gleichzeitig ein Schwanken zwischen Meer und Festland eingetreten ist,worauf dann marine Liastransgression folgte. Im Schweizergebiet findet sich Rhätan der N-Seite des Monte Bre in Val Cassone mit einem guten Fundort für Rhätmit Fossilien am Weg von Aldesago nach Cureggia.
Dort folgen über Hauptdolomit, steil abfallend:
15m schwarze Kalke und Mergel mit Dimyodon intusstriatum, Cardita austriaca, Avicula con-torta, Kössenerschichten.
15 m gebankte bituminöse oder helle, körnige, klotzige Dolomite, Conchodondolomit.Darüber rascher Übergang in die dunklen Hornsteinkalke und die massigen Hierlatzkalke des Lias.
Am NW-Abhang des Monte Boglia bis in die S-Seite des Sasso grande undvon da SE hinab nach San Mamette am Luganersee zieht sich eine Zone vonConchodondolomit (ob. Rhät) der vom Sasso grande bis an den See bei Cressognovon Contortaschichten begleitet wird (v. Bistram). Diese Rhätzone setzt schiefdurch den Porlezzaarm des Sees und östlich gegen den Comersee fort. Dort, außer-halb der Schweiz , sind zuerst von Arn. Escher in Bene die Kössenerschichtengenauer geprüft worden („Vorarlberg “ S. 89). Lithodendronkalke mit Megalodonfand er mehrfach wechseln mit fossilreichen Mergeln in einem Komplex von ca. lOOm.An einigen Stellen des schweizerischen Gebietes ist das Rhät oft bald als Ganzes,bald bloß in seinen plastischeren Schichten mechanisch ausgequetscht, meistens aberfehlt es deshalb, weil es in die Transgressionslücke zwischen Trias und Lias fällt.
CC-
Heim, Geologie der Schwei« Bd. II.
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