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Die Farbepflanzen, Waid, Wau, Krapp, Sa-flor, sind zwar im Lande nicht unbekannt, doch habensie bis jetzt noch nirgends in einem größeren Umfangeund auf längere Dauer festen Fuß gefaßt. Ihr Anbauist immer ein Unternehmen Einzelner geblieben, welcheihn einige Jahre trieben, nach einer Mißernte odernach einem vorübergehenden Sinken der Preise wiederaufgaben, nachher wieder begannen u. s. f. So ginges dem Waid in Eßlingen, Metzingen , dem Wauin Warmbronn, Heilbronn, Möhringen auf den Fil-dern, dem Krapp in Cannstadt, Pleidelöheim, Der-tingen, Heilbronn . In dem einzigen Orte Grosgartachbei Heilbronn betrug im Jahr 1839 der Erlös ausverkauftem Krapp — 12,000 fl. Letztere Kultur, anderen Beförderung man nun schon 80 Jahre arbeitet,1s. oben §. 1) möchte für die Zukunft, nachdem z. B.in Marbach eine Krappmühle errichtet worden ist, nocham festesten stehen.
Einen besonderen Eifer, die Kultur der Farbepflan-zen zu vermehren und vorzugsweise das vaterländischeErzeugniß zu verwenden, bethätigten seit einer langeReihe von Jahren der Färbermeister Gerock von Heil-bronn und der Schönfärber Wagner in Calw .
Es möchte hier auch die Sammlung wilder Farbe-pflanzen eine Erwähnung verdienen. So wird in dexGegend von Pfullingen , Ehningcn, Glems viel wil-der Wau unter dem Namen Oelstengel gewönne»und in die Schweiz verkauft; im Unterland ziehen armeLeute einen recht ordentlichen Verdienst aus dem Gin-ster (6eni<!tkl tinotorig, auch deutscher Färberpfrieme»