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Dritter Band.
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Die Stelle ist in dem andern blusslagei von den Häusern gegen Westen, wenige hundert Kussvom Wasser und in einer Höhe von 160 Fass über dem Ufer. In den drei von Nauckhoffbesprochenen Sandsteinschichten, von denen die zwei untersten graubraunen zur Steinkohlen-formation und die oberste grünbraune möglicherweise zur Kreideformation gehören sollen,war es mir nicht möglich etwas Anderes zu sehen als die hier überall lagerweise auftreten-den grossen Nieren von gehärtetem Sand, die nichts mit Schichten zu tlnm haben. In der andernSchicht fand ich, dass der Sandstein mit der Beschreibung übereinstimmend, stellenweisePflanzenreste enthielt, namentlich Holzstücke und Stengel, von welchen einige den Calamitenoder Equisetum ähnlich sahen. Die 12 Zoll mächtige Steinkohlenschicht fand ich auchdie genauere Untersuchung zeigte aber, dass es die Rinde verkohlter Baumstämme seien 1die horizontal lagen und deren Inneres mit Sandstein ausgefüllt war, was man in den Sand-steinschichten überall trifft. Die Schichten liegen ungefähr horizontal, wie beim Abbau«'am Wasser, wo sie um 3 bis 4° nach 0. N. 0. einfallen. An diesem Abhang liegen einpaar Kohlenlager, welche den gewöhnlichen grönländischen Kohlen ähnlich, nur sehr sand-und thonhaltig sind. Von hierher rühren unzweifelhaft die Sandsteinkugeln, auf welche I)r.Pfaff zuerst aufmerksam gemacht hat und welche Dr. Nauckhoff zur Kreideformation rechnet;wenn der graubraune Sandstein zur Kohlenformation gehören sollte, so müssten auch dieumgebenden Sandschichten dazu gehören, in dem sie, soweit ich zu sehen im Stande war,nur verhärtete Partien bilden. Sie enthalten alter die gewöhnlichen dicotyledonen Pflanzen,die man in den Sand- und Schieferschichten überall findet. Ich kann daher zu keinemandern Resultate kommen, als dass die oft, besprochenen Sandsteinschichten keinen Beweisdafür geben, dass die Steinkohlenformation hier anstehend sei. Wenn sich selbst zeigensollte, dass die gefundene Versteinerung wirklich ein Calamit der Steinkohlenformation undkein Equisetum der Kreide oder Tertiärformation sei, kann ich doch mit Rücksicht autdie m den Sandschichten gefundenen dicotyledonen Pflanzen und die geognostischen Ver-hältnisse im Ganzen dies nicht, für entscheidend betrachten. Es müsste in diesem Fall derCalamit als ein aus einer ältern Schicht durch Störung hineingekommener Fremdling betrachtet,werden. Indessen ist <l,e Sigillaria unzweifelhaft eine Kohle,.pflanze, es ist daher wahr-scheinlich, dass die Steinkohlenformation noch in der Nähe gefunden werden wird.

Wir sehen aus dieser Darstellung des Ilrn. Steenso-m, a. 1a c. tt- i r i

° oieensiiup, (lass m Ujarasusuk die braunen

Sandsteinknollen m dem Sande drin liegen und da dir»«« ,i; Q ... . , . , . .

. b Url tuese die von mir beschriebenen Kreide-

Pflanzen enthalten, werden wir wohl diese ganze Ahl-nrom,.«. ,v,f a i i v i

fo nmageiuiig mit den dazwischen hegenden

Kohlenlagern der Kreide zuzuzählen haben. Der von Herrn Dr. Nauckhoff erwähnte Calamit

ist nicht genauer untersucht worden und ich vermuthe mit Ilrn. Steensimp, dass dies ein

Equisetum gewesen oder vielleicht auch ein llolzstück, das durch die parallelen, von den

Jahrringen herrührenden basern ein calamitenälmliches Ansehen erhielt (vgl. Flora, fossilis

aretica I. Taf. III. Fig. 13. HI. Taf. XXXVII Fig, L) . I)a die lmllc(aja (es

ist diess die von Steenstmp erwähnte Sigillaria), wie wir oben gesehen haben, ein Kreide-barn ist, verschwindet aus Grönland jeder sichere Anhaltspunkt für die Steinkohlen formation.Das Gestein, welches die Protopterisstamme ausfüllt, ist indessen verschieden von dem derschwarzbraunen Kreide-Knollen, es bleibt daher noch zu ermitteln, ob diese Farnstämme in