Einleitung. — St. Gallens Geschichte seit dem Seginn des nenntenJahrhunderts. Abt Gozpert, Grimald, Hartmuot. Bemühungenum die Sibliothek. Inschriften, Abt Satomon.
etzt will ich beginnen ein Lied in frohem Jubel-schall !
So dürfen wir mit den Worten Ratpertsausrufen, wenn wir jetzt die Schule von St.Gallen besuchen wollen, um zu sehen, wie siebegann im Anfang des 9. Jahrhunderts undzur Zeit, da unser Mann an ihr wirkte, ineiner Blüthe stand, wie wenige andere Schulen.
Um indessen gleich in insciigs re.8 zu führen,so sei erwähnt, daß nach dem Tode des AbtesWerdo — 30. März 812 — und einer kurzeninterimistischen Regierung des Bischofes von Con-stanz — Wolfleoz — von den Mönchen desKlosters St. Gallen einer aus ihrer Mitte, Goz-pert, gewält und vom Bischof bestätigt wurde.Er war ein hoher, schlanker Mann, durch Weis-heit und Sittenreinheit gleich hervorragend, undsuchte auf alle Arten, seine Abtei von der lästi-gen Herrschaft der Bischöfe von Constanz zu be-freien, und dadurch diejenige Ruhe und Unab-hängigkeit zu schaffen, welche für ein gedeihlichesinneresLeben unumgänglich nothwendig ist. Diesgeschah denn auch dadurch, daß er von KaiserLudwig am 3. Juni 818 zu Aachen eine Urkunde
Aimmermaml, Rütpcrt.