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Ratpert der erste Zürchergelehrte : ein Lebensbild aus dem neunten Jahrhundert / gezeichnet von Georg Rudolph Zimmermann, jun.
Entstehung
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Der Mönch.

Trndni) unserer Gnelle. Die Mitmönche. 2so. Notker . Tuotilo.Zindoif. Lharartcr. Vadian über iiotpert, Uotkcr und Tuotilo.

Durch Ablcgung der Gelübde der Benedictinerregel Beständig-keit im Orden, Bekehrung der Sitten und Gehorsam war Ratpert,man weiß das Datum dieses Tages nicht selbst Mönch und Mit-glied eines der ersten Stifte deutscher Znuge geworden. Es dürftevon Interesse sein, die Regel, nach deren Satzungen er sich zu lebenverpflichtete, in der Mundart damaliger Zeit zu kenne».

Es mag uns hier erlaubt sein, ein Kapitel dieser Lebensregelin einer Uebersetzung, welche älter ist, als Ratpert, mitzu-teilen, um unsern Lesern zu zeigen, aus was für einem Geiste siehervorgegangen, und nin ihnen ferner ein wertvolles Denkmal, dasin St. Gallen um 7ö0 entstand, vorzuführen. Kero, so heißt derUcbersetzer, hat mit dieser Arbeit das schwierige Problem zu lösenversucht, die lateinische, ausgebildete und wortreiche Sprache in diedeutsche, schwerfällige zu übertragen, was um so weniger leicht seinkonnte, als eine Menge Worte noch die ursprüngliche Bedeutung all-zusehr verbildlichten, als daß man sie so leicht anwenden konnte, wieheute. So bedeutete Demut nicht die liefe Erniedrigung vor Gott ,sondern den gemeinen, unedeln Sinn des Unfreien, des Knechtes. Sodeutete Ursache auf den Grund eines Zwistes, und wenn man dasWort Seele nannte, dachte man unwillkürlich an das Auf- und