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am Freitag beim ersten Sonnenstrahl, im Jahr der Geburt desHerrn 872. Er lenkte unser Kloster glücklich während dreißig undeinem halben Jahr.
Sein Epitaphium übersetzte Vadian folgenderweise:
Dem gib, Herr, seiner arbeit lon,o schepfer, deines Himmels thron:
Matthäus, Marx, Laux und Johandie er alwegen lieb hat ghandie wellend ime beistand tan. *)
Auf abt Grimwalds grabstein warend bisse versel gezeichnet:
die ms.net intsrius äivinss IsZis amator,
<1riinrvs.1äns dnmitis, tsmplum doogns eonäers snsoit.
die lautend zu teutsch also:
hie ligt der from demuoetig man,der Gates gsatz gar lieb hat ghan:
Grimwald, und der mit seinem ratdiß Archen so gezieret hat.
Nach dem Tode des Abtes Grimald walten oder vielmehr be-stätigten, die Mönche den Abt Hartmuot, welcher schon seit dem Jahre849 beständig Dekan war, und somit das Kloster, bei den fortge-setzten Abwesenheiten des Abtes faktisch geleitet hatte. Er begab sichmit einigen der angeseheneren Mönche zu König Ludwig nach Frank furt , welcher die Wal unterm 1. Februar 873 bestätigte, dem Kloster
9 krWmis. tantornm cni äous., (Lrists, ladornmUniogns polnm triduas, gni s^äsrs. oslsa ersaras.
Uattdeus, Nsrous, Imos.8 xnritsrgns äodsnnso8nit illi eomits8, gnornm osledrs.ds.t Ironores!
Ueber die St. Othmarskiche cf. V. 8. 0. (Mitteil. des Hist. Vereins St. Gallen , Neue Folge, Heft 2) Pag. 133 u. 80. Es wäre zu wünschen, daß einegeordnete Zusammenstellung aller Angaben über die Bauten in St. Gallen viel-leicht in die fragliche Mitteilungen eingerückt würde, damit der Forscher sich einganz klares Bild des Klosters machen könnte.