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Ratpert der erste Zürchergelehrte : ein Lebensbild aus dem neunten Jahrhundert / gezeichnet von Georg Rudolph Zimmermann, jun.
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auch sein Vetter Ekkehart III. sowie der Klosterschüler Bnrkart,welcher von der stolzen Herzogin die griechische Sprache erlernenwollte, i) Nicht lange dauerte indessen dies, denn bald wurde Ekkehart

») Diese Tatsache, auf welche gestützt Scheffel seinen Roman schrieb, istnicht ganz leicht chronologisch festzusetzen. Zwar ist es wol möglich, daßEkkehart II. längere Zeit auf Hohentwiel saß, aber die Umstände gestalteten sichnicht ganz so, wie Ekkehart IV. gemeint hat. Wenn man nämlich daran festhält,Laß Hadwig erst als verwittet sich den Lehrer kommen ließ, was frühestens in derzweiten Hälste November 973 geschehen konnte (Herzog Burchart starb 12. Novem-ber 973) so war einenteils Ekkehart damals nicht mehr allzujung, vielmehrschon über vierzig Jahre alt; anderseits war aber auch Hadwig nicht mehreine junge Wittwe, da sie nach achtzehnjähriger Ehe mindestens 34 Jahrealt war. Sind also mithin die beiden Hauptpersonen Ekkeharts (und Scheffels)in ein ganz anderes Verhältniß zu rücken, so ist noch auf viel unmögliches undnnhistorisches Beiwerk hinzuweisen, das, wenn man dem Dichter auch starkeLicenzen einräumen will, doch wol im Auge zu behalten ist. So ist Hadwig nie mit Constantin VII . Porphyrogennetos verlobt gewesen, denndieser verehelichte sich vor Hadwigs Geburt mit der Tochter seinesMitkaisers und starb vor dem Tode seiner Gemahlin. Man wird,wenn überhaupt daran festzuhalten ist, daß Hadwig je einmal mit einem griechischenGroßen verlobt gewesen ist, auf einen Prinzen schließen müssen, und danebendem Klostergeschichtschreiber es zu gute halten müssen, daß er ein wenig zu vollin die Saiten gegriffen hat. Was die Zeit anbelangt, während welcher Ekkehartauf dem Hohentwiel sich befand, so ist diese gewiß nicht allzulang gewesen, dennOtto II. war, schon an der Spitze des Reiches bevor Burchard starb, kaummehr lange im Falle, unterrichtet zu werden. Oder wäre nicht anzunehmen,daß die Berufung Ekkehart's an die königliche Pfalz in Folge des BesuchesOtto's geschah, und daß er zwischenhinein eine Zeitlang gleichsam imOtiuni auf dem Hohentwiel zubrachte'? Es mag noch angemessen sein,einige weitere Winke zum Verständniß von Scheffels Ekkehart hier zu geben, be-sonders über die darin auftretenden Personen. Scheffel rückt zwar, wie wirspäter sehen werden, die ganze Begebenheit ins Jahr 926. Allein wenn wir,wie es einzig angenommen werden darf, an die Jahre 973974 denken wollen,so lebte dannzumal Möngal schon mehr als hundert Jahre nicht mehr.Daß dieser einmal in Radolfs Zelle gewesen, ist natürlich ganz ungeschichtlich,denn bis zu seinem Tode blieb er in St. Gallen als Gelehrter und Lehrertätig cf. oben Pag. 69. Derheilige und Gott wolgefällige Senat" sah seitbeinahe hundert Jahren Ratpert , und seit mehr als 60 Jahren Notker undTnotilo nicht mehr. Notker Pfefferkorn war dagegen erst vor kurzer Zeit ge-storben. Einen Romeias kennen die Klosterbücher nicht. Wolo, der sich vonbannen schlich, als er hörte, daß von einer Frau die Rede sei (28. Anst. 1877Pag. 19) ist der oben pag. 103 ff. genannte Jiingling Wolo, welcher vom