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Ratpert der erste Zürchergelehrte : ein Lebensbild aus dem neunten Jahrhundert / gezeichnet von Georg Rudolph Zimmermann, jun.
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dieser Werke ist groß gewesen, leider jedoch ist der größere Teil,und darunter namentlich eines von höchster Bedeutung, die Erklärungdes Hiob verloren gegangen. Die sich erhalten haben sind (wieoben schon gesagt): Die Psalmen nebst den übrigen psalmartigenStücken des Alten und des Neuen Testamentes; die Kategorien desAristoteles und dessen Abhandlung -xxv zunächst nach

einer lateinischen Ucbersetznng; des Boötius Schrift cks eonsolntionslUrilosopIrilL; eine Abhandlung 6 6 oeto toiris; eine andere nachJsidor bearbeitete cis 8v1Io^ismi8; ein Bruchstück eines dem ähn-lichen Werkes; endlich ein kleines Lehrbuch der Rhetorik. Rein undganz in deutscher Sprache ist von all' diesen Schriften keine einzige;in der Syllogistik, zumal aber in der Rhetorik wird der wesentlichlaleinische Text nur unterbrochen von der Verdeutschung einzelnerWorte oder ganzer Sätze, und hin und wieder von deutschen Beispielen; und umgekehrt der wesentlich deutsche Text der übrigenimmer noch unterbrochen von lateinischen Worten und Wendungen;beides, wie es der Gegenstand und das wechselnde Unterrichtsbedürf-niß zu erfordern schienen. Wo aber die deutsche Auffassung über-wiegt, da fließt die Rede leicht und gewandt und mit einer bishernoch einvernommenen Gefälligkeit dahin, da ist die Uebersetzung wahr-haft deutsch , und selbst die lateinisch ausgesprochenen Worte werdendeutsch gedacht. Und überall sieht man, wie ernst es diesen Mönchenmit dem Deutschen ist, mit wie bewußter Liebe sie zu Werke gehen.Die Kunstansdrücke der Grammatik, sogar Namen des Mythus undder Sage werden verdeutscht, Etymologieen deutscher Worte, seien esauch nicht die glücklichsten, unternommen. Verhältnisse der Logik mitdeutschen Sprichwörtern, rhetorische Figuren neben Versen aus Ver-gil und Ennius mit deutschen Versen belegt. Das Bedeutendste aberin dieser Richtung und für uns unschätzbar ist die mit Sorgfaltdurchgeführte Acccntnation. Ottfried hatte nur noch die stärkerenVershebnngen angegeben; die St. Galler bezeichnen, als wenn siegriechisch schrieben, ja noch genauer als im Griechischen geschieht, die

deutschen Längen und Töne Wort für Wort. Hu oberst in

Alamannien entstanden, gewährt die Literatur der St. Galler ein so