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Ratpert der erste Zürchergelehrte : ein Lebensbild aus dem neunten Jahrhundert / gezeichnet von Georg Rudolph Zimmermann, jun.
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229
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uns einst gelehrt!" und sie stiegen hernieder und traten zu Ekkehart,verbeugten sich unv sangen mit ihm die Sequenz. Da traten demGerührten die Thränen in die Augen.Heiliger Galt", dachte er beisich,was für eine Ehre ist mir widerfahren!" Nach vollendetemHochamt führte man den Mönch zum Kaiser und befal ihm, die aufden Fuß des Kaisers gelegten Gotdnnzen als Geschenk zu nehmen.Dasselbe mußte er, wol oder übel, unter sichtbarer Erhditernng desKaisers, bei der Kaiserin ausführen, und die Schwester der letzterensteckte ihm einen güldenen Ring an den Finger.

In Mainz selbst hat Ekkehart rastlos gearbeitet. Es liegenuns hievon Zeugnisse vor: Er verherrlicht die Rhetorik, Dialektik undGrammatik: es war eine wissenschaftliche Aufgabe, die ihm vonAribo gestellt wurde, und die er in anderthalb hundert und etlichenVersen uild sehr vielen Glossen löste. Nach Aribo's Tode, 6. April1031, kehrte Ekkehart nach St. Gallen zurück, woselbst er nun einebedeutende Stellung einnahm. Er wurde hier, was er in Mainz gewesen, Schnlpräfekt, und es gelang ihm, das Zutrauen aller seinerVorgesetzten und Mitbrüder sich in hohem Grade zu erwerben.Unverbrüchlich hielt er fest an dem Herkömmlichen. Wenn seinLehrer, Notker der Deutsche , den Schülern zu weitgehende Conces-sionen gemacht hatte, indem er ihnen so viele Schriften in die Mut-tersprache übersetzte, so hatte es Ekkehart in kurzer Zeit wieder dahingebracht, daß ein deutsches Wort mit Schlägen belohnt wurde. Diefreie Zeit benutzte der Mönch zum Studium: die Klosterbibliothekkannte er wie kein zweiter, seine Glossen sind heute noch die Quellemanichfacher Aufschlüsse. Er hat auch sehr viel geschrieben,-so viel,das; er, was zu jener Zeit nicht jedermanns Sache war, sich selbsteine ganz eigentümliche Schrift aneignete, so daß es heute leicht ist,die von ihm verfaßten Anmerkungen genau von allen andern zuunterscheiden. Damit kommen wir denn auf die Arbeiten zu reden,die Ekkehart in Textkritik und Glossen geliefert hat. Er hat in diesenbeiden Fächern auch für seine Zeit nicht eben viel geleistet: doch wirdman anerkennen müssen, daß er dem Zwecke, den er verfolgte, näm-lich die betreffenden Handschriften für den Schulgebrauch zu bear-