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Ratpert der erste Zürchergelehrte : ein Lebensbild aus dem neunten Jahrhundert / gezeichnet von Georg Rudolph Zimmermann, jun.
Entstehung
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231
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231.

bsneäiot. sollte ein Schulbuch sein, eine poetische Mustersammlung,die aus lauter einzelnen, aneinander gereihten Stücken besteht, undin den Geist der St. Galler Gelehrtenschule zur Zeit ihrer höchstenBlüte läßt es uns in der Tat einen tiefen Einblick gewinnen, einweiteres sachliches Interesse aber hat sein Inhalt, abgesehen von denwenigen Nachrichten über das Kloster, kaum. Das Buch hat Ekke-hart seinem Bruder Jmmo, welcher Abt in Moutier-Grandval war,gewidmet." Als Gegenstück zum Todtmbuche hat Ekkehart den vonihm besonders verehrten Personen Grabgedichte gewidmet: Dem Erz-bischof Aribo , dem Bischof Walther von Speier, dem hl. Notker (I.),der hl. Rachildis (eine Recluse oder Eingeschlossene), dem DekanEckehart I., ferner Ekkehart II. und dem jüngern Dekan diesesNamens (III.), dem Abte Purchart (II.), den vier Klostertehrern(s. o.), einem Laien Hermann und endlich ein allgemeines Epitaph:cuieuinlpns voluen'is. Ekkehart als Chronisten haben wir schonoben Seite 111 betrachtet. Es erübrigt hier nur noch, zu erwähnen,daß sein Todesjahr nicht bekannt geworden ist, doch fällt es um 1060.Der Todestag aber ist der 21. Oktober. Wenn man nicht verkennenkann, wie Ekkehart sich in erster Linie bestrebt hat, seinem LehrerNotker nachzufolgen, so komm! man doch unwillkürlich dazu, auch eineParallele zu ziehen zwischen ihm und Ratpert. Nur wenige Zügemögen hier darüber folgen. Wenn Ratpert's bedeutendste Wirksam-keit in der Schule gesucht werden muß, so stimmt Ekkehart hierinnberein. Ein Zeugniß davon haben wir gesehen. Daneben ist dereine wie der andere als Gelehrter tätig gewesen. Ratpert's Charak-ter hat ihn zwar mehr in der Stille wirken lassen, Ekkehart,den Beruf zur Verteidigung des Althergebrachten in der Brust, straftund tadelt, manchmal mit geradezu bissigen Bemerkungen. WennRatpert in seiner Chronik mehr die äußere Stellung des Stiftesgegenüber Constanz freilich nichts weniger als unparteiisch hervor-hebt, so ist es bei Ekkehart die innere Einrichtung, ist es bei ihmeine Glanzperiode, die er auf glänzendem Grunde mit grellen Farbenbeleuchtet, und für die Gegenwart kein Licht, nur noch Schatten imMalkasten findet. Ai anderer Beziehung hebt sich denn Ekkehart's