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nun wieder das historische Interesse. Indem er die Mythenlocalisiert, und alsdann ihre räumliche Verzweigung verfolgt,dienen sie ihm vorzugsweise zur Aufspürung des Zusammen-hangs und der Verzweigung der Stämme. Insofern hatWelcker das grosse vor ihm voraus, dass er den religiösenGehalt der Mythen tiefer und umsichtiger erfasst.
Auch 0. Müller ist also nicht ganz frei von Einseitigkeitin der Behandlung der Mythen, sofern er überwiegend ihrehistorische Verwendbarkeit ins Auge fasst. In der That darfinsofern das Verdienst selbst der Naturphilosophen undnoch mehr Creuzers nicht unterschätzt werden, als sie diereligiöse Bedeutung der Mythen mit Nachdruck, wenn auchohne historisch-kritische Methode geltend machten. Die soverdienstlichen und erfolgreichen Bemühungen Gerhards undWelckers um die Erforschung des Wesens der griechischenReligion und Mythologie setzen daher in der That nichtbloss 0. Müllers und Lobecks, sondern auch Creuzers Ar-beiten voraus.
Dagegen ist Preller mit der Zeit immer einseitiger gewor-den, sofern die rein natürliche Bedeutung der Mythen undsodann ihre Umbildungen durch die Poesie ohne gehörigeRücksicht auf ihren specifisch-religiösen Gehalt bei ihm immerausschliesslicher in den Vordergrund traten. Diess ist dannauch der eine Hauptgrund gewesen, warum es ihm so weniggelungen ist, in das Wesen der römischen Mythen tieferund sicherer einzudringen.
Weit feinsinniger war Klausens Arbeit. 1 Allein wer,
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schienen 1825. Für italische Mythologie wichtig ist sein Aufsatz imClassical Journal 1822 vol. XXYI n. 52 p. 308—318: explicanturcaussae fabulae de Aeneae in Italiam adventu. Vgl. Proleg. S. 414;Dorier I S. 222 f. Ich kenne die Abhandlg. selbst nicht. Vgl. übersie Schwegler, r. G. I S. 281; 312 ff. 0. M. weist nach diesem darinden Zusammenhang der Wanderungen des Aeneas mit denen dersibyllinischen Weissagungen nach.
1 Klausen, Aeneas und die Penaten, d. ital. Volksreligionen unterdem Einfl. d. griech. dargestellt. I. II. Hambg. 1839. 1840.