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schiedener lateinischer Städte und Landschaften zusammen-geströmt seien, unwiderlegt. Dazu kommt ein starkes sabi-nisches und ein freilich quantitativ und qualitativ unbedeu-tendes etruscisches Contingent. Fasst man diesen Gedankenins Auge, so wird es nicht mehr befremden, auch in Rom Reste achter Mythen aus der rein mythischen Zeit zu finden.Nichts steht der Annahme von vornherein im Wege, dassMythen, welche Lateiner wie Sabiner aus ihrer alten Heimathmitbrachten, oder welche auch in dem ‘vorromulischen’ Rom ,in der Stadt Euanders und Saturns erwachsen sind, unterden römischen Mythen sich vorfinden könnten.
Hierin liegt ein noch kaum je gehörig beachtetes Mo-ment. Die überwältigende Macht Roms hat sich auch darinbewährt, dass man gewöhnt ist, nicht sowohl von latinischen,sabinischen, italischen als von römischen Mythen zu sprechen.
Aber es erhebt sich eine zweite Frage. Abgesehen vonder Zeit der Gründung Roms, ist die italische Religion derMythenbildung fähig?
Religiöse Mythen in der italischen (latinisch-sabinischen) Religion.
Man hat vielfach darüber gestritten, ob die römischeReligion Mythen habe, ob man von einer römischen Mytho-logie mit Recht spreche.
Auch diese Frage wie so viele ist in mancher Hinsichtein Wortstreit.
Mv&oi, hellenische Mythen sind ein griechisches Ge-wächs, 1 und allerdings ist der Begriff und Name der Mythenursprünglich aus Hellas geholt worden.
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1 Die Etymologie des Worts steht noch nicht fest. Ygl. Curtiusgr. Etymol. I S. 301: »Da ferner ava/tiuv, araßXmnr vorkommt, folglichdie W. ebensogut das Aufschlagen wie das Zukneifen — der Augenwie des Mundes — bedeutet haben muss, so könnte man selbst nichtbloss mutire (Enn. trag. fr. 376 Yahlen : ‘palam mutire plebeio piaculumest’) oder muttire, sondern auch uv 3og und skt. mu-kh-am Mund, ahd.'müla, Mu-nd für verwandt halten«.