HERLEITUNG DER R. GRÜNDUNGSSAGEN. 401
Promathion weisen nach Praeneste. 1 Überhaupt lässt unsein Blick über diese italischen Städtemythen in ihnen sofortfast sämmtliche Gestalten der römischen Gründungssagenwieder finden.
Vor allem treten wiederholt L aur e n t e rkönige alsEltern der Stadtgründer auf. 2 Es erscheinen Picus, Faunus-Euander-Faustulus und Latinus-Aeneas.
Die Gattin von Faunusist Fauna-Fatua , 3 welche der AccaLarentia entspricht. 4 Latinus sodann gehört hier aufsengste in den Begriffskreis von Picus und Faunus und damitvon Mars. Denn Mars entspricht vollständig dem Faunus,der sein s wie des Picus Sohn 6 heisst, wie denn überhaupt»die Begriffe dieser drei Gottheiten auf allen Puncten in-einander übergehen«, 7 speciell aber Mars und Picus kaumauseinanderzuhalten sind. Beide, Faunus wie Mars, erscheinenals identisch mit Silvanus. 8 Die Gattin des Mars ist die-
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1 Wenn irgend eine Stadt Latiums, verdient diese eine gründlicheMonographie. Hier lag es nahe, die Beziehungen von Caeculus zur For-tuna Primigenia zu Praeneste, wie die von Servius zur Fortuna in Rom zu untersuchen. Doch mag es genügen, daran zu erinnern (vgl. einst-weilen Preller, r. M. S. 552 ff.).
8 Ygl. Augustin, c. D. XVIII, 15: Iam ergo regnabant Laurentesutique in Italia, ex quibus evidentior ducitur origo Homana postGraecos.
3 S. o. S. 394.
4 Pint. q. R. 35 sagt ausdrücklich, indem er allerdings die Herculeszugeführte <Mde als eine von der Amme des Romulus verschiedene imAuge hat — allein zwei Accae Larentiae gibt es natürlich für uns nicht —:Ttj de erf-Qoc jia^evr ta < t > aß6Xav biixXt/<Jiv etvai Xeyovöiv. Denn dassFavola mit Fatua gleichzustellen ist, kann einem Zweifel nicht unter-liegen. Vgl. Schwegler, r. G. I S. 433 A. 7; Preller, r. M. S. 422.S. o. S. 383.
6 Dionys. I, 31; App. bei Phot. bibl. 57 p. 16, b, 10. Martius Picusbei Arnob. V, 1 p. 154.
6 S. o. S. 393. •
7 Vgl. Schwegler, r. G. I S. 232 f.
8 Faunus bei Isid. VIII, 11, 81. Vgl. Gerhard, hyperb.-röm. StudienII S. 92 A. 5. Mars bei Cato r. r. 83: Marti Silvano.