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Hestia-Vesta : ein Cyclus religionsgeschichtlicher Forschungen / von August Preuner
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408
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408 HEBLEITUNG DER B. GRÜNDUNGSSAGEN.

Göttin des Säugens, ohne Zweifel eine Indigitation der Fauna , 1die in thiersymbolischer Form als säugende Lupa oder Lu-perca im Mythos auftritt. 2

Aber auch Hercules, der Himmelsgott, den wir als Ge-mahl der Stromgöttin erblickt haben, buhlt mit Acca La-rentia, mit Faula, mit Launa, 3 die in Lavinium als Lavinia Gattin des Aeneas ist . 4 Andrerseits steht die Gattin desFaunus 5 als Carmentis in naher Beziehung zu den Quellen . 6Und wiederum ist Hercules selbst mit Mars , zusammenge-flossen. Auch er, wie Faunus und Mars, 7 erscheint alsSilvanus, und sitzt als solcher auf einem Relief zu München gegenüber einer Herme des Lar agrestis, Priapus, 8 9 währendder dabei befindliche Hund sich bei unsrer Auffassung desFaunus und dessen Beziehung zu den Laren und Lupercusvon selbst erklärt. Ja Jupiter heisst bei Augustiu Ruminus . 8

Und mit einem Worte soll schliesslich noch der sabi-nischen Sagen, insbesondere der von Cures gedacht werden,woModius Fabidius ein Sohn von Quirinus heisst. 10

Ferner werden Pales und Vesta identificiert. 11 Nun

I Vgl. Schwegler a. a. 0. S. 422.

3 Wie sich zu dieser Rumina der NameRoma verhält, lasse ichunentschieden. Der Name Romulus ist selbstverständlich erst spätaus Roma herausgesponnen worden, als man dem hellenistischen Heroseinen Namen schöpfen musste. Corssen a. a. 0. leitet Roma von der-selben Wurzel ab, wie rumen (ruma), Rumina, erklärt das Wort aberalsStromstadt.

3 S. o. S. 382.

4 S. o. S. 376 f. A. 2; 404 f.

6 S. o. S. 393 f.

3 S. o. S. 394.

7 S. o. S. 401.

8 Abgebildet bei Winckelmann, monumenti inediti (Donaueschingen 1828) Nr. 67. Die Ochsen in der unten befindlichen Grotte sind na-türlich die des Cacus-Euander-Hercules.

9 Aug. c. D. VII, 11.

19 S. o. S. 393 A. 2.

II S. o. S. 339 A. 1.