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Eisenbahnen
fortlaufen; und ein einzelner Mann von mittelmäßigger Stärke ist im Stande, eine Ladung von 4o bis50 Centncr, wozu auf gewöhnlichen Straßen undWegen 4 bis 5 Pferde nöthig sind, allein fortzuschaf-fen. So würde bei diesen Eisenbahnen ein Pferdso viel leisten, als 36 an gewöhnlichem Fuhrwerkund auf den trefflichsten Landstraßen beschäftigte Pferde,und so viel, als 3 Pferde auf der gewöhnlichen eng-lischen Eisenbahn. Bergan wird natürlich eine grö-ßere Kraft erfordert, wenn nicht die Last durch Ab-hängen einiger Wagen vermindert, und so theilwciseIn einzelnen Zügen hinaufgebracht werden soll. Aberauch hier eine große Kraft-Ersparniß zu gewinnen,hat Herr von Baader sinnreiche mechanische Vor-kehrunzcn angegeben.
In einigen Gegenden Deutschlands findet manschon seit mehreren Jahren Eisenbahnen, z. B. beiHattingcn in der Grafschaft Mark , in Schlesien rc.In Schweden und in Frankreich sind sie auch schoneingeführt. Durch die rastlosen Bemühungen des be-rühmten Herrn von Baader wird unser Vater-land wahrscheinlich noch an manchen Plätzen sich die-ser trefflichen Erfindungen zu erfreuen haben.
Transactions of tlie royal Irish Academy, sor 1788.Dublin , 1790. 4. pag. 73 1s. Und im Repertoryof Arls etc. Voi. 1. London , 1794 . g. p. 110 . li.Edgeworth's Erfindung.
Sammlung nützlicher Aufsätze und Nachrichtens die Bau-kunst betreffend; von den Mitglied, des Ko'nigl. Prruß.Oberbau-Departements. Bd. I. Berlin , 1797. 4 .Ueber die englischen Eisenbahnen.
Neue Theorie des Straßenbaues, und über den Gebrauchder Eisenbahnen zu leichter Fortschaffung großer La-sten. Leipzig , 1801. 4 .
R» L. Edgeworth, on thè practieability and ad-vantages of a generai System of Railroads andthe means of carrying tno same into ochset; inW. Nicholson’s Journal of naturai philoso-phy etc. Voi. I. London, 1802. 8 . pag . 221 ss.
Repertory of Arts etc. Voi. III. London, 1803.