Band 
Sechster Theil, oder Supplementband zu den fünf ersten Theilen. A-Z.
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Aräometer

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eine etwas mühsamere Art, als hierdurch die bequemeZahl iooo geschehen.

Das C'arcysche Aräometer dient zur Prüfung derspecifischen Gewichte aller tropfbar flüssigen Materien,welche leichter sind, als Wasser. Das eigenthümlicheGewicht der leichtesten Flüssigkeit unter allen, <^chwe-felnaphta, beträgt 0,716. Man muß folglich noch »6Gewichtstheile in die Schale legen, wenn sich dasAräometer in dieser Flüssigkeit bis zu dem Punkte f ein«tauchen soll. Es bestimmt aber auch die specifischen Ge-wichte von Flüssigkeiten, die nicht über i, 2 mal sthwe,rer sind, als Lestillirtes Wasser, weil bis Gewichtö-rhcilc in die Schale gelegt werden können, ohne daßdadurch das Instrument zu schr belastet und aus demGleichgewicht gebracht wird. Zur Untersuchung derspecifischen Gewichts von schwerern Flüssigkeiten befindetsich bey jenem Ciarcyfchcn Aräometer noch ein andereseben solches gleich großes und gleich gebildetes, dqs^l.206Gewichtstheile wiegt und in Lösten Schale bis 890. der-selben gelegt werden, können, so Laß sich seine Anwend-barkeit bis auf solche Flüssigkeiten ausdehnt, wovon "dasspecifische Gewicht 2 beträgt. -

Es ist leicht einzusehen, daß jede zu prüfende Flüs-sigkeit vor der Untersuchung wohl, unter einander gemischtwerden muß, weil in allen ruhig stehenden Flüssigkeiteneine Scheidung der schwereren Bestandtheile von denleichtern und das Aufsteigen der letzter» erfolgt. Dahersind in einem und demselben Gefäße die geistigen Flüssig-keiten in den obern Regionen stärker, als in den untern.Die hydrostatische Senkwaage muß sich auch immerganein die Flüssigkeit eintauchen können, ohne irgendwoanzustoßen.

Für sehr kleine Quantitäten flüssiger Körper dientein sogenanntes Mikroaräometer. Dieses ist wieein gewöhnliches Scalenaräometer gestaltet. Seinenhohlen Hals, der einige Linien im Durchmesser hat, fülltman bis zu einer bestimmten Höhe mit liquiden Körpern