Erster Teil: Die magische Physik.
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er Wein getrunken habe*). Lafontaine kam einst sehr ermüdet zumMaler Dnvienne und bat um ein Glas Zuckerwasser, erhielt aber Weinmit Zucker. Er trank davon, während er den Maler magnetisierte,mehrere Gläser; unter anderen Umständen würde ihm das zu Kopfgestiegen sein, diesmal aber blieb er frei. Duvienne aber, als ererwachte, war ganz benebelt und konnte den ganzen Tag nichts essenAls Reichenbach während einer rheumatischen Affektion Wasser magne-tisierte, trank es die Somnambule gegen ihre Gewohnheit nicht aus undes stieß ihr auf^). Ein Herr bat eine Dame, ihm ein Glas Wasserzu magnetisieren, und zeigte, wie es zu machen sei. Sie that es, aberdas Wasser hatte einen so ausgesprochenen Schwefelgeschmack, daß er eskaum trinken konnte. Er erfuhr nun von der Dame, daß sie täglichSchwefel und Theriak einnahm *). Wird Wasser von mehreren Personennacheinander magnetisiert, so unterscheiden die Somnambulen die auf-einanderliegenden Schichten am Geschmacks. Manche Somnambulenerbrechen das Wasser, wenn es nach der Magnetisierung von einerfremden Person berührt wird").
Die odische Ausstrahlung, verschieden bei beiden Geschlechtern, undbeim gleichen Geschlecht um eine Nüance individuell verschiedenst, istalso auch noch veränderlich je nach dem physiologischen Befinden derIndividuen. Der kranke Mensch ist also, und zwar in erster Linie,odisch krank, und erst in zweiter Linie erkrankt der materielle Körper,und insofern besteht die richtige Heilmethode darin, das Od zuerneuern — was die Hygiene erstrebt — und neue Lebenskraft, d. h.gesundes Od zuzuführen. Das geschieht beim Magnetisieren, wenn auchzu erwarten ist, daß diese primitive Methode mit der Zeit durch einebessere ersetzt werden wird. Da sich ferner Od exteriorisieren, z. B.durch Wasser aufsaugen läßt, so werden wir mit der Zeit auch eineodische Diagnose erhalten. Man kann also schon daraus ermessen, daßeine Heilkunde, die vorn Od überhaupt nichts weiß, nur Symptome zubekämpfen, aber nicht Ursachen zu heben vermag, und daß eine Arznei-mittellehre, die sich vom chemischen Gesichtspunkt leiten läßt, derselbeVorwurf trifft. Die Pharmakochemie muß durch eine Pharmakodynamik
st Kcrner: Geschichte zweier Somnambulen. 111. — st Rochas: etats prokonäsäs I'k^pnoss. 70. — st Reichenbach: Der sensitive Mensch. I. 631. — st Barth:Lebcnsmaqnetismus. 145. — st Bus: Is maZnetisins euratik. II. 120. —st Deleuze: instruetion pratstus. 421. — st Reichenbach: Der sens. Mensch. I. 798.du Prel. Die Magie als Naturwissenschast. I. 8