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Die Magie als Naturwissenschaft / von Carl du Prel
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114 du Prel: Die Magie als Naturwissenschast.

ersetzt werden, welche die odischen Qualitäten der Medikamente berück-sichtigt.

Als das Intimste an der menschlichen Erscheinung zeigt sich dasOd aber hauptsächlich darin, daß unsere psychischen Qualitäten in dasselbeabgelagert werden können, was sich am deutlichsten in den extremstenErscheinungen entgegengesetzter Richtung offenbart: in der Wunder-heilung und in der Hexerei. Aber auch schon bei der Magnetisierungdes Wassers kommen hierher gehörige Erscheinungen vor, wobei dasOd als Träger des Gedankens der Empfindungen, des Willens, derGesinnung, der Gefühle erscheint. Daloz gab dem von ihm magne-tisierten Wasser den Geschmack desjenigen Getränkes, das er dabei imMunde hatte. Er nahm etwas Absynth in den Mund, magnetisiertedann Wasser und es hatte den Absynthgeschmack. Hier war die Wirkungdurch seine eigene Empfindung bestimmt, aber nicht chemisch, sondernodisch. Wenn er aber, ohne Absynth zu nehmen, Wasser mit demfesten Willen magnetisierte, es sollte den Geschmack davon haben, sowar es auch der Fall. Er konnte dem Wasser den Geschmack und dieWirkung derjenigen Substanz geben, die er wollte und für zuträglichhielt i). Bei solchen Versuchen ist nun allerdings die Suggestion, schwerauszuschließen; wenn aber der Gedanke die odische Qualität modifiziert,so muß eben doch eine objektive Veränderung des Wassers angenommenwerden. Auch der Chemiker Jouchisre konnte dem Wasser jeden be-liebigen Geschmack geben. Als er einst Pfeffer hineinthat, konnte dieSomnambule den Geschmack nicht bestimmen; als er aber Pfeffer inden Mund nahm, spie sie das Getränk aus. Maricourt gab seinerVersuchsperson ein Glas Wasser mit dem Willen, es sollte Kirschwassersein; die Versuchsperson wurde benebelt und blieb es mehrere Tage").Chapelein magnetisierte Wasser mit dem Willen, es sollte nachLimonade schmecken. Die Somnambule fand es ausgezeichnet. Nachdem Erwachen gab er es ihr wieder; sie war erstaunt, daß es nachLimonade schmeckte und schlief wieder ein'st.

Wasser kann durch Gegenstriche demagnetisiert werden, wie derMensch. Herr Marius Salles aber magnetisierte und demagnetisierteWasser durch den bloßen Willen, so daß von 10 tagwachen Personen8 das magnetisierte vom demagnetisierten unterscheiden konnten ^). DieseWillensablagerung, d. h. odische Modifikation verrät sich auch durch

') Daloz: LntrstisnZ ste. 215219. Ochorowicz: äs la sug-Akstioü.277. Hermes III. 259. 260. 0 Pcrty: Die mystischen Erscheinungen. I. 190.