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Der Sinn, in welchem die Temperaturdifferenz auf dieHöhendifferenz einwirkt, ist also wiederum derselbe, wie derfrüher bemerkte, nur bei Zlatouste weniger entschieden alsbei Katharinenburg .
Um den früher angedeuteten Grund dieser Erscheinungetwas näher auszuführen, nimmt Galle nach Kämtz Me»teorol. Bd. 1 S. 231, an, daß die herrschende Windes-richtung für Petersburg wie für Europa überhaupt westlich ist,daß also Petersburg durchschnittlich Seewinde hat, währendin Katharinenburg immer Landwinde wehen. Da nun See-winde im Sommer kälter, im Winter wärmer als Landwindesind, so wird im Sommer das Barometer von Petersburg gehoben und im Winter herabgcdrückt*), während es in Ka-tharinenburg unter übrigens gleichen Umständen unverändertbleibt; man hat also die in den obigen Zahlen enthalteneErscheinung. Beim Caspischen und Schwarzen Meere ver-doppelt sich diese Einwirkung, wenn man (wie in dem vonLenz angeführten Falle) sich an den beiden nächsten oderden beiden entferntesten Küsten aufstellt, indem ein über beideWasserflächen fließender Luftstrom für den einen Beobachterein Landwind, für den andern ein Seewind ist. Beobachtun-gen an den beiden gleichnamigen Küsten des Caspischenund des Schwarzen Meeres würden zeigen, ob man dieseErklärung gelten lassen kann. — Bei der immer weiterenAusbreitung an meteorologischen Beobacbtungsstationen aufdem russischen Continent darf man hoffen über die Ursachendieser Anomalien zu größerer Gewißheit zu gelangen, da ihre
*) Denn nicht die Richtung der Winde an sich bewirkt ihren bekann-ten Einfluß auf das Barometer, sondern die Verschiedenheit ihrer Tem-peratur von der am Beobachtungsorte vor ihrer Ankunft herrschendenTemperatur. Daher bewirken (für unsere Gegenden) die Nordwindenur im Durchschnitt ein Steigen, die Südwinde ein Fallen desBarometers.
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