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Die barometrische Hypsometrie / von Dr. Gustav Suckow
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Kenntniß für die Meteorologie wie für die barometrische Hö<henmessung in diesen Breiten von gleicher Wichtigkeit ist.

Auf gleiche Weise können die Fehler in engen Thälernziemlich groß werden, weil hier das Spiel der aufsteigendenund der an den Wänden der Berge herabkommenden Windegroße Störungen im Gleichgewichte der Atmosphäre veranlaßt.So beobachtete Ramond längere Zeit in dem 1290 Meterüber dem Meere liegenden Thale von Barcges, welches als sehrschmaler Zwischenraum zwischen Bergen liegt, die noch 1200bis 1400 Meter höher sind *). Daselbst müssen denn noth-wendig fast immer herabwärts gehende Winde Statt finden,und zwar um so mehr, als die kalte Luft der beschneiten Gipfelan den Abhängen herabfließt. Die Höhe der Beobachtungs-orte über Tarbes war durch ein Nivellement genau bekannt,und es schien der Mühe werth, mehr als vierhundert in jenemThale und in Tarbes angestellte Beobachtungen zu berechnen.Die Beobachtungen geben höchst bedeutende Differenzen, welchehier wohl zu erwarten waren; aber keine gab die wahre Höhe,selbst das Mittel aus allen Mittagsbeobachtungen gab dieHöhe um 20 Meter zu klein. Hier stand also das Barometerin dem engen Thale zu Folge der herabgekommenen Winde zuhoch. Daß es nicht sowohl eine zu geringe Temperatur imThale war, wird dadurch sehr wahrscheinlich, daß wir sonst ineng eingeschlossenen Thälern zu hohe Thermometerstände finden.Daß hier anomale Ursachen thätig waren, wird auch nochdurch einen anderen Umstand bewiesen. Der Pic du Midi ist1654 Meter über jenem Puncte des Thales von Barcges erha-ben, aber die von 10 bis 1 Uhr angestellte Beobachtung gabim Mittel 1667 Fuß, die Mittagsbcobachtung 1670, also ineben dem Maaße zu viel, als jene zu wenig, wie es seyn

') S. dessen ltlviooli-es sur I<> kormiile bürometrique psx. 89.