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Wie weit aber die Ergebnisse aller dieser Bemühungenhinter der Wahrheit zurück standen, ergab sich demnächst ausden weit gründlicheren Bestimmungen de Luc's, welcher indie Untersuchungen zugleich die Verhältnisse der Wärme hinein-zog und die Nothwendigkeit der Anwendung ausgekochter Ba-rometer zuerst nachwies*). Bis zu seiner Zeit hatte man dieAusdehnung des Quecksilbers durch die Wärme als einen ganzunbedeutenden Umstand bei Seite gesetzt, wiewohl Amvn-tons schon auf die Berücksichtigung derselben und zwar wohldeßhalb aufmerksam gemacht hatte, weil Barometer, in denendas Quecksilber nicht ausgekocht ist, bei der Wärme eine ganzunregelmäßige, von der Ausdehnung der mehr oder minderim oberen Raume enthaltenen Lust, abhängige Veränderungzeigen. De Luc überzeugte sich durch genau angestellte Ver-suche, daß in luftleeren Barometern allerdings sich der Ein-fluß, welchen die Ausdehnung durch die Wärme hervorbringt,genau bestimmen lasse und nothwendig beachtet werden müsse.Dadurch, daß er die Ausdehnung des Quecksilbers vom Eis-puncte bis zum Siedepuncte auf 6 Linien für 324 Linien,also auf ^ für 80 Grade oder auf für 1 Grad be-stimmte, kam er zwar der Wahrheit nicht genau nach; es waraber doch der Fehler nicht sehr bedeutend und hiermit die
Anhang Taf. IV. — De Luc fügt zu den Bemerkungen Bernoul-li's in seinem Werke äs l'stm. I. 279 hinzu, daß es wenige
Hypothesen gebe, welche so gut mit den ihnen zu Grunde gelegten Er-fahrungen übereinstimmten; hätte aber Bernoulli andere Beobachtun-gen genommen, so hätte er bei jeder neuen Wahl auch eine neue Hypo-these bilden müssen. Außerdem aber wird der Satz, welchen Ber-noulli aus seiner Ansicht folgert, daß nämlich die Differenz den Baro-meterständen an denselben beiden Orten stets constant seyn müsse, durcheine Menge von Erfahrungen widerlegt.
*) S. de Lu c's Untersuchungen über die Atmosphäre. Aus demFranz, übersetzt von Gehler. Leipzig , 1776. I. Thl. S. 38 u. 102.