Von der Cultur der Kastanien. 217
eine mächtige, weise und wohlthätige Hand glücklicherweckt wurde, sich so sehr ausgedehnt hat.
Zum Ersatz der alten und hinfälligen Kastanien-baume oder zur Vermehrung und Ausbreitung der-selben dienen entweder die gesäeten und in Psianz-schulen erzogenen jungen Bäume, oder die von selbstda im Walde durch hingefailene Kastanien ausge-wachsenen Schößlinge, oder die Pfropfreiser, welchein den Stamm derjenigen alten Baume geimpft wer-den, die entweder ihres hohen Alters oder ihrerUnfruchtbarkeit wegen abgehauen werden, oder vonselbst abtrocknen.
Die Pflanzschule legt man in einem schon vonNalup fetten und weichen Erdreiche an, welchesman durch fleißige Bearbeitung und durch Mist nochbesser und fetter macht. In diesem werden imMonath December oder im Februar oder jm MärzFurchen, eben so wie in den Gemüse-Gärten, ge-macht, und hierauf die Kastanien mit der Spitzenach oben in einer Entfernung von etwa einer, Elleeingesteckt, und mit guter Erde ohngefahr zweyQuerfinger hoch bedeckt.
Zu diesex Saat wählt man von den wildenKastanien die größte Art, die zugleich körniger ist,weil man die Beobachtung schon gemacht hat, daßdie Kastanien aus den Marronen ebenfalls wildwerden, und wenige, Kraft haben.
Diese Kastanien, wenn sie nicht durch einenaußerordentlichen Frost oder durchs Vieh beschädigetworden, schlagen im Frühjahr aus, und erfordern
O § im