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Gradmessung in Ostpreussen und ihre Verbindung mit preussischen und russischen Dreiecksketten / ausgeführt von F. W. Bessel, ... Baeyer ...
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42 I. §. 10. Anwendungsart der beschriebenen Einrichtungen

welche sich an einem, auf dem vorderen Bocke liegenden Brette befindetund deren Axe senkrecht auf die Axe der Stange gelegt wird; sie ist in der16"° Fig. sichtbar; das Brett auf welchem sie sich befindet, liegt nicht un-mittelbar auf der oberen Fläche des Bockes, sondern zwischen beiden befin-den sich zwei Paare von Keilen, welche mit ihren Schärfen zusammenge-schoben sind, so dafs jedes Paar ein Parallelepipedum bildet, dessen Höhedurch das Zusammenschieben oder Ausein anderziehen der Keile vermehrtoder vermindert werden kann. Durch diese Einrichtung wird es sehr leicht,die halb-cylindrischo Hervorragung und damit das vordere Ende der Mefs-stange zu erhöhen oder zu erniedrigen, auch diese Hervorragung, durch dasAufsetzen einer Setzwage, wagerecht zu machen.

Was sonst noch über die Anwendung der Mefsstangen zu bemerkenist, wird sich der Darstellung des bei den Messungen der Grundlinie beob-achteten Verfahrens am besten einschalten lassen. Die Vorbereitungen die-ser Messungen bestanden in der Wegräumung oder Ausfüllung der gröfstenUnebenheiten des Bodens, und in der Aussteckung der Richtung der Grund-linie, durch eine Reihe weifs angestrichener Pfähle, in 10 oder 12 ToisenEntfernung voneinander. Dieses geschah durch die Hülfe eines Passagen-instruments, welches zuerst auf dem Signale Trenk, dann in der Mitte derGrundlinie und endlich auf dem Signale Mednicken aufgestellt wurde; da esschwierig gefunden wurde, die Pfähle genau in gerader Linie einzuschlagen,so wurde, nachdem dieses näherungsweise geschehen war, die wahre geradeLinie, durch einen in die Oberfläche jedes Pfahls geschlagenen Nagel be-zeichnet. Aufser diesen Pfählen, welche keinen anderen Zweck hatten, alsdie Richtung anzugeben, in welcher die Bretter gelegt weiden mufsten,wurden noch an 4 oder 5 Punkten der Linie, im Dreiecke stehende Pfähle,bis zur Oberfläche des Bodens eingeschlagen, auf welchen die 3 Fiifse desGestells für das Passageninstrument stehen sollten, welches man benutzenwollte, um die Stangen in die Richtung der Linie zu bringen. Um hei derMessung selbst keine Zeit zu verlieren, wurden die Punkte, auf welche dieFüfse gestellt werden mufsten, damit das Passageninstrument sich genau inder Linie befand, vorher ausgemittelt und auf den Pfählen bezeichnet.

Dem Anfänge der Messung ging die Aufstellung des Passageninstru-ments auf seinem, dem Signale Trenk nächsten Standpunkte, voran. Daman mit dem wagerechten Keile der ersten, zu legenden Mefsstange No.I.