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Gradmessung in Ostpreussen und ihre Verbindung mit preussischen und russischen Dreiecksketten / ausgeführt von F. W. Bessel, ... Baeyer ...
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I. §.10. Anwendungsart der beschriebenen Einrichtungen u. s.w. 41

§. 10. Anwendungsart der beschriebenen Einrichtungen zur Messung

der Grundlinie.

Jede Mefsstange liegt, bei ihrer Anwendung, auf zwei etwa 18 Zollhohen Böcken von Eichenholz, welche selbst auf wagerecht gelegten, starkenBrettern von demselben Holze stehen und gröfserer Festigkeit wegen, mitaufgesetzten Gewichten von einem halben Centner belastet sind, wie Fig. 16.Taf. IV. zeigt. Die Bretter sind nicht unmittelbar auf den Boden gelegt,sondern jedes derselben liegt auf drei in den Boden eingetriebenen starken,kegelförmigen und 10 Zoll langen Nägeln von Gufseisen, an deren oberesEnde Scheiben angegossen sind, welche die Bretter tragen. CylindrischeAnsätze auf den Scheiben, welche durch Ausschnitte der Bretter gehen undüber die Oberfläche derselben hervorragen, dienen zur leichteren Berichti-gung der wagerechten Lage der Bretter; denn man kann jeden der dreiRuhepunkte eines Brettes, durch Schläge mit einem hölzernen Hammer aufdiese Ansätze, erniedrigen, ohne das Brett abzunehmen. Diese Art, dieBretter festzulegen, wird nur angewandt, wenn der Boden so fest ist, dafsdie kegelförmigen Nägel mit beträchtlicher Kraft eingetrieben werden müs-sen; wo dieses nicht stattfindet, wie z. B. auf dem Wiesengrunde, überwelchen die Grundlinie hinweggeht, sind statt der Nägel, hölzerne Pfählevon 18 Zoll Länge und 3 Zoll Dicke, so tief in die Erde eingerammt wor-den, dafs die darauf gelegten Bretter den Boden beinahe berühren. Durchdie eine oder die andere Befestigungsart der Bretter wird, wie man leichtbemerkt, den Böcken und der darauf gelegten Mefsstange eine sichere Auf-stellung gewährt.

Die Messung der Grundlinie schreitet so fort, dafs die lothrechtenSchneiden der Stangen immer vorausgehen, die wagerechten folgen; das inder 16 ,e ” Fig. sichtbare Ende der Stange ist das letztere. Dieses Ende wirddurch die Spitze einer Schraube, welche sich an dem unter ihm stehendenBocke befindet, getragen und kann durch Drehung derselben erhöhet underniedrigt werden. Der andere Bock, der etwa zwei Fufs von dem vorde-ren Ende der Stange entfernt steht, trägt den Kasten derselben seiner Breitenach, so dafs er durch eine Linie und einen Punkt, also vollständig, unter-stützt ist. Dieses wird durch eine halb - cylindrische Hervorragung bewirkt,

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