Band 
Zweyter Theil [3].
Seite
1419
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Sailmaker.

penhagen ist Christian V. (nicht VI. wie es imLexikon heißt); sie ist in Bley gegossen, und ihreVergoldung soll 5o,ooo. Rchthlr. gekostet haben.Man erzählt, daß als dieser Monarch eines Tagsnach der Werkstätte des Künstlers hinfuhr, seinModell zu besichtigen, und das ihn umzingelndeVolk: »Es lebe der König, unser Vater"! ihnbegrüßte, er ganz entzückt aus dem Wagen stieg,sich wie in die Arme seiner Unterthanen warf,gleich diesen den Hut schwang» und: „Es lebemein Volk! Es leben meine Kinder! Ich bin EuerVater, Euer Aller Vater''! ihnen zurief (Vo^a^elittcr. <le la Oröcc par Auch bat er sich

von dem Französischen Hofe für Sailly den St. Mirchaelsorden aus. Derselbe war auch Mitglied derArkadischen Gesellschaften zu Bologna, Florenz undMarseille, und starb zu Paris 1776. (Andern Nach?richten zufolge hingegen soll er noch — ob etwaein Sohn von ihm? — 1801. zu Kopenhagen ge-lebt haben). Nach ihm hat Preißler seine Startüe Friedrich IV. (a. K. Friedrich V.) ein Blakt,das schon um 1780. mit 14. Rchthlr. Dan. Cour.bezahlt wurde, weil die Platte Schaden gelitten,und zum fernern Abdrucke unbrauchbar geworden.Ebendieselbe hat auch A. Heckel (wahrscheinlichnach Preißler copirt) geliefert.

II. Zu—12. Nach seiner Erfindung kennt manauch 12. Blätter Vasen, von Cerassi geetzt.und Rost VlH. 17g. wo es von ihm heißt, daßer sich sehr im Zeichnen von Carrikaturen gefal,lcn habe.

Sailmaker (Jfaak), ein Maler zu Lonrdon zu Cromwell's Zeiten, dem derselbe den Auf-trag gab, eine Ansicht der Flotte vor Mardyke zuschildern. Ein andres Bild von ihm stellt diecouföderirte Flotte unter dem Befehl des Admi-rals G. Rooke dar, welche die Französische unterLein Grafen von Toulouse zum Kampfe heraus-fodert. Von diesem letzten« kennt man einenStich von 1714. Sailmaker st. 88 . I. alt 1721.Liorillo V. ZZ 4 -

Sain (G. von). Nach einem Künstler diesesNamens hat H. Hondius ein Blatt, den Hof vonHolland, gestochen.

— — ( ) und Estoile, beydes Gold-

schmiede die (aus Französischem Geblüte) von Jsrpahan gebürtig waren, und daselbst auch um 1660.in den Diensten des Königs von Persien , Abasoder Abbas II. standen. Dabey verstand Sain,Lurch musikalische Talente und aufgeräumtes We-sen , seinen Herren wohl zu vergnügen. Noch be-fanden sich selbiger Zeit in gedachten Dienst-n, derFranzose Marals, ein Bildhauer und Büchsen -schmied, und Jacob Jan, ein Armenier aus Zulrpha, dieser als Oberhaupt der Schreiner . Jan,der eiire Reise durch Europa gemacht hatte, warder beßte mechanische Künstler in Persien ; er gabdie Druckerey zu Jspahan an, verfertigte die Buch-staben dazu, erfand mehrere schöne Sachen undwar überhaupt ein Mann von herrlichem Ver-stände. König Abbas hatte viel Neigung zu denzeichnenden Künsten, und war selbst wohl geübtin denselben. Ihn hierin weiter zu unterrichten,mußte die Holländische Kompagnie auch die bey-den Maler Angel und Lokar nach Jspahanschicken. Msnudiers Ueberseyung vonTavernier's Reisen (Nürnberg ib8i. Fol. I.L09. 211. 212. 220. 2g8.).

Saincrelerre (Mademoiselle). So nenntBasan (Lä. 8ec.) eine, wie wir glauben, um1789. noch lebende Französische Kupferstechern«,von welcher dort Blätter zu einem Zeichenbuch inpunktirker Manier angeführt werden.

* Saincr 0 n ( ). Sein Biidniß der Kö-

nigin Christine « ist in Mannskleivex«, dargestellt.

Saine (Thomas). Derselbe ist uns nurdurch folgendes architektonisches in England er-schienenes Werk bekannt: Plans, Llevakicm^,i«n«1 8cctions, ok Rablernen anst Lentlemens

Saintr Martili. 1419

Röuse etc. bv ?L. Lrme, in 2. Theilen mit 176.Kupfcrtafeln, was 1796. für 5 i. Achthlr. 8. Gr.bey Voß zu Leipzig käuflich war.

Sainr ( ). So heißt einer der geschätz-

testen Miniaturmaler neuester Zeit zu Paris , Schü-ler von Aubry (a. h. von Regnault). S. z. B.der pausLniss kran <;ols p. 409. Wo von «hm meh-rere Mignaturen auf dem Pariser-Salon 1806,angeführt werden, und gesagt wird: »Nach Au-gustin trage derselbe die Palme über alle seineNebenbuhler in dieser Kunstgattung, namentlichauch durch die Mannigfaltigkeit des Tons undder Manier davon, da sich hingegen die ArbeitenAndrer bald alle gleichen. Schade, daß er dasDildniß einer schönen Frau in ganzer Statur undmythologischem Costum nicht habe beendigen kön-nen; und eben so das zweyte eines Französischen Generals, der eben zu Pferde steigt ". Wieder Ande-res sehr Schönes sah man von ihm auf dein Salon1810. das sich durch seltene Correktheit und reinlicheBehandlung auszeichnete. Dabey giebt Landon(8al. 1810. p. 105 .) ihm das löbliche Zeugniß,daß sein längst erworbener Ruhm ihm bloß zumSporne diene, sich immer höheres Verdienst zuerwerben, und nach dem Einfachen und Wahrenzu trachten, was den Hauptcharakter der Werkedieses Künstlers ausmache.

* Samt-Andre ( ), der im Lex. als

Stecher nach le Brun erscheint, hieß, nach Ba-san (P.6. sec. 8. v. (5ai»t-^ubiu) Ludwig, undwar geb. zu Paris 16Z9.

— — — ( ) So nennt auch Gault de

Sr. Germain S- 8Z—84. einen Französischen Dild-nißmaler des XVII. Jahrhunderts, Schüler vonBeaubrun, der auf zwey sehr schöne Bildnisseder Königin Mutter hin in die Akademie aufge-nommen wurde. Von ihm war ferner dasjenigedes Königes in seinem Ornate, welches einst imSaale der Akademie Fran>;oise stand. Auch ar-beitete er für die Gobelins. Ob er mit dem Vor-genannten Eine Person sey, ist uns unbekannt.

* Sainr-Aubin (Augustin, Carl Germain

und Gabriel Jacob de), s. Aubin im Lex. undin den gegenwärtigen Zusätzen. Basan (L8. sec.8. V. ä'm.-rt setzt die Geburt von Attgu-

stin in 17Z6. zu Paris an.

Saint-Far, s. Far in den gegenwärtigenZusätzen. Derselbe lebte noch um 180Z. als In-genieur en Lkek lls8 pouts er cliaussees desRhein -Departements. Bey Landon (^mml. VII.19) steht man im Umrisse die Abbildung des Ein-gang-Portals des von ihm um 1786. gebautenSpithals für venerische Kranke, in der VorstadtSt. Jacques zu Paris , das dort für allgenehmeEinfalt gerühmt wird.

Saint-Gen«'s( ). So heißt einer vonden 20. Zeichnern zu der Vo^azzeeinem Prachtwerke neuester Zeit ohne seines glei-chen. Mehreres ist uns einsweilen nichts vonihm bekannt.

* Saintr Jean (I. Dkeu de), s. Jeanim Lex. und in den gegenwärtigen Zusätzen Ba-sen (blä. sec.) setzt seine Geburt in i6öZ. zu Paris an.

Sainr-Julien ( Baron von). So nenntGault de St. Germane S. Zso. ohne Weite-res einen Französischen Kunstliebhaber und Samm-ler des XVIII. Jahrhunderts-

— — — ( ) So nennt auch Gandellini

sehr wahrscheinlich keinen andern, als den Julien,der in den gegenwärtigen Zusätzen 8. v. Julien,am Schlüsse der Künstler dieses Namens erscheint.

Gaint-Leu ( ). So heißt im -Vms-

nacl, cle Lommerce 6e Paris von l8li. ohneWeiteres, ein damals dort lebender Baumeister.

Saint-Marrin ( ). So heißt im >U-

manadi «les l)eaux-H.rts 180Z. ohne Weiteres