1420 Saint-Martin.
«in damals zu Paris lebender Landschaftsmaler. Ge-schätzte Arbeit von ihm sah man noch auf demdortigen Salon i8ro. Lancia » 8al. 1810. p. ro 4 -Ob er etwa (nicht unwahrscheinlich) mit dem gleichNachfolgenden Einer und derselbe seyn dürfte?
Gaint-Marrin ds la Dorr ( ).
So heißt in Meusel's N. R. L. ganz ohneWeiteres ein in 1809. noch lebender vorzüglichgeschickter Porzellanmaler zu Braunschweig , geb.zu Brüssel . S. auch den gleich vorhergehndenArtikel.
* Saint-Maurice ( de). S. Mau-ri'ce. Nach Dasan (Lä. seo.) hieß er P. NachGaule de St. Germain war er Offizier derGardes Fran<;oise6, und kannte man von ihm,neben Anderm: Den Alten, der auf der Flötespielt, von fünf Kindern umgeben, nach le Nain,mit dem Grabstichel gestochen.
Sainr-Maup (Viel de), vermuthlich einFranzösischer Architekt. Als Schriftsteller zeigteer sich durch: 8eptieme Lettre sur l'^rshites-ture lles -Zncrens, accompsAnse 6e gnel^uesreftexisns taut sur nütre ^rt äs clesorer stcelui cls constrrrire, c^ue sur leg ssiseurs <lespro^ets äs planes st ll'embelllsslnents (8". Pa-ris 785.).
Da int-Maris, s. Moris in den gegen-wärtigen Zusätzen. Gaulr de St. GerinainS. Z29. nennt ihn Sainr-Morif.
* Saint-Non, s. Non.
Gaintomer ( ). So heißt bey Fis-
rills III. ein Maler neuester Zeit, Schülervon David, von dem man einen Tod der Lucre-tia kannte.
Saint-Durs, s. Gurs in den gegenwär-tigen Zusätzen.
Gaint-Dere, ein Französischer Baumeisterneuester Zeit, ward 180g. zum Professor-Adjunktder Architektur an der Spezialschule der Zeichen-kunst zu Dijon erwählt. Lern//. jvnü/.
" Saint-V.uentin ( ), der schon oben,
theils im Lex. theils in gegenwärtigen Zusätzen unterdem Namen Cluentin erscheint, ein geschickter undangenehmer Französischer Maler und Zeichner,Schüler und Nachahmer von Fr. Boucher, blü-hete um 1760—86. Seine meisten Gegenständewaren theils Landschaften, theils galante Gat-tungsbilder. Lange hatte er sich in Paris aufgehal-ten ; dann einige Zeit zu Dijon , Wasserungenund Mühlhausen , im Elsasse, wo er mehrere Zim-mer ausmalte; hierauf etliche Jahre zu Basel .»Er ist" (sagt uns eine Handschrift aus dort)»ein sehr jovialer Mann, von schöner Staturund Geflchtsbildung."
Saint - Guirin ( ). So heißt im ^1-
Mkmacb cle (Kommerse 6e Paris von 1811. eindamals bort lebender Steinschneider in Crystall.
Saint - R 0 ma, n (Johann von). So nenntle tJsir (Oescription lies Vitraux p. 7Z.) einenberühmten Französischen Bildhauer des Xl V. Jahr-hunderts, und vermuthet, daß die Bildsäulen Carl V.und seiner Gemahlin Johanna von Bourbon , andem Grabmal derselben im Französischen Museum(N°. 60.) Arbeiten dieses Künstlers seyn dürften,nach dessen Zeichnung erwähnter Monarch auch(Sauval zufolge) sehr große gemalte Glasftnsterbey den Coelestinern (seit i 5 Z 6 . nicht mehr vor-handen), nebst andern im Louvre, Hotel St. Polu. s. f. fertigen ließ, so wie er überhaupt diesenKünstler zur Verzierung seiner Pallaste vorzüglichgebraucht habe,
Saint-Ives ( de). So nennt Gaulede Se. Germain S. Z20. ohne Weiteres einenFranzösischen Kunstliebhaber und Sammler desXV 11 I. Jahrhunderts.
Sai 11 re - L 0 ix ( de). Und so nennt Eben-derselbe einen andern Dilettanten in der nämlichenZeit.
Sais, s. unten Sayrs.
* Sal, s. Saal.
Sala oder Salla (Joh. Baptist de), Bau-meister , war um 1690. in Churfürstl. Branden-burgischen Diensten. Er arbeitete an Befestigungs-werken und sowohl herrschaftlichen als Privatge-bäuden, starb 1621. und hinterließ eine ansehnlich«Erbschaft. Mcslai.
Salaboß (Melchior). In der Nähe desGrabmals der Elisabeth von Lancaster (in West-minster?) erblickt man an den Wänden alte Ma-lereien, mit der Unterschrift: 4 -e/c/rro»- §a/abo/rteert l). r 588 . Fiorillo V. 188.
* Salaere oder Sallaere (Anton). Ei-
nige setzen seine Geburt um 1676. an. Derselbewar des Rubens Freund, und sie halfen einan-der wechselseitig in der Arbeit. Von ihm besitzt,unsers Wissens, in Deutschland die einzige Gal-lerte Schieisheim: Die Anbetung der Könige inlebensgroßen Figuren. Nach ihm hat auch C.Galle einen St. Ambrosius, P. Jode den Leichen-pomp der Jnfantin Jsabella (i 6 Z 3 .), und einUngenannter zwey Blätter: St. Magdalena, Halb-figur und den H. Ludwig von Frankreich, beydein bläulicht Camayeu gestochen. Hfsc.
Der Catcchismus mit seinem Holzschnitten er-schien zu Brüssel und Antwerpen ; es sind 62. Fi-guren von 2 sr" Breite, und über Höhe. sbkaipö.Dort findet man sein Zeichen, und die Bemer-kung: Eines dieser Blätter (Christus im Oelgar-ten) sey in malerschem Geschmacke, mit Krenz-schraffirungcn ausgeführt. Wenn sein oben ange-gebenes Geburtsjahr richtig ist, so muß er ein ho-hes Alter erlebt haben. Und finden wir nämlich,daß er (^. §a//ar-t§ inv. 6'. 6a//e tss. zu einem1662. zu Brüssel erschienenen Werke: kecensioplantarum in slorto M. Ao. PIr«r-
nias. pruxellensrs exsultar.) das allegorischeTitelkupfer gezeichnet habe.
* Salai, Salains od. Salario , auch,doch irrig, Solaris (Andreas). Nach vasariritorcirte da Vinci selbst viele von den Arbeitendieses seines geliebten Schülers, die denn iii spä-thern Tagen oft für des Meisters seine verkauftwurden, weil freylich ein da Vinci noch mehrals ein Salai galt. In dem Erzbjschöfl. Pallastezu Mailand sieht man einen ziemlich graziösen,doch "etwas trocken gemalten St. Johann denTäufer, der von seiner Hand seyn soll, und imPallast Aresi ein sehr sprechendes Männerbildniß.Am berühmtesten aber ist seine H. Familie in derSakristei) von Maria di St. Celso, nach einem Car-ton seines Lehrers, worin man wirklich die stillen(basses) und harmonischenTintcn dieses letztem,seineunmuthige Landschaftsstaffirung, und zugleich seinegroße Kraft erblickte. Lange stand solches einerandern H. Familie von Naphael gegenüber, wel,che jener zum Prüfstein diente, und sich gegen-wärtig in der Kaiser!. Gallerie zu Wien befindet.Ein zweytes dem ebengenannten ähnliches Bild inder Galerie zu Floren; dürfte ebenfalls die Ar-beit von Salai seyn. In Deutschland besitzt vonihm, unsers Wissens, einzig die Gallerie zu Dres-den : Das Kind Jesu, ein offenes Buch in derHand, auf der Echooß der H. Jungfrau, St.Joseph zur Seite; diese beyde halten eine Rolle:Lese a§nus Del; ein ganz kleines Bild auf Holz.Auch das Französische Museum hat von Altersher von ihm: Vörderst eine Salome mit dem HauptJohannis, welches ihr die (einzig ersichtliche) Handdes Scharfrichters bluttriefend reicht. Die Toch-ter wendet das Gesicht ab; doch, wie Lands»glaubt, weniger aus Menschlichkeit, als aus Be-gierde, ihrer Mutter recht bald das verhaßte Hauptdes Strafpredigers zu bringen. Es ist ein lebens-großes Brustbild, von trockener Zeichnung, aber