Band 
Zweyter Theil [3].
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1422
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r422 Salfeld.

besagt) P. Fontana 178/,. das Bildniß des Kawdinal-Erzbischofen von Toledo , Franz Anton deLorenzada, und R. Morghen Canova's Perseus,der den Minotaur erlegt, in einem großen Blattegestochen.

Salfeld (Jacob Dietrich). Ein solcher wurdeum ibgti. als Münzmeister des Grafen von Hanau-Lichtenberg angenommen. Hirsch DeutschesMünzarch.

Salimbene (Archangelus), dessen dasLex. zu Anfang des Art. seines nachfolgenden SohnsVentura gedenkt. Lanzi (Lä. dl. 1 . 354 -) glaubt,daß derselbe eher ein Schüler von Tozzo oder Bi-gio (Fiorillo l. 4 l 3 - meint, wohl am Richtigstenvon B. Neroni) als von F. Zucchero gewesen sey.Wohl möge er zu Rom, wie Baldinucci sagt, nochso enge Freundschaft mit letzterm gepflogen haben;aber sein Styl zeige den Zuccharescischen ganz entge-gengesetzte Kunstmaximen, da er nämlich Genau-heil der Zeichnung einer noch so pastosen so sehrvorzog, daß der P. della valle zu bemerkenglaubt, in einem Krucifixe zwischen sechs Heiligenalla Pieve di Lusignano, habe er sich P. von Pe-rugino zum Vorbild gewählt. In andern seinenBildern zu Siena dann, wie z. D. in einem St.Peter Martyr bey den Dominikanern, nähere ersich zwar mehr dem neuern Styl, zeige sich aberimmer fleißig, und von den Gebrechen frey, derenZucchero, als eines der Häupter des Manieris-mus sich schuldig machte. Somit war es ein Glückfür die Schule von Siena, daß, nach Abgang desRiccio (B. Neroni?) dieser Salimbene nochübrig blieb, der, zwar ohne großes Genie, dochso viel Urtheilskraft hatte, sich von dem Stromnicht hinreißen zu lassen. Noch bemerkt Lanzi:Auf dem angeführten Gemälde bey den Domini-kanern lese man die Jahrszahl 1079. was aberirrig seyn müsse, da die Gattin des Archangelsbereits in zweyter Ehe iö 65 . den Franz vannierzeugt habe, der somit am Allerwenigsten (wiegewöhnlich geglaubt wird) ein — Schüler desSalimbene sey» konnte. Nach ihm hat B. Ca-pitelli etwas uns Unbekanntes gestochen.

* — — (Ventura), genannt Bevilaqua.

ZZasan (Lä. sec.) setzt seine Geburt, nach Ge-wohnheit, irrig in i 554 - und nennt ihn FranzVanni's Halbbruder von männlicher Seite. Vonseinem frühe verstorbenen Vater konnte er nur nochkurzen Unterricht erhalten. Er flog daher sehr jung»n die Welt aus, und siudirte zumal in der Lom-bardie nach Correggio u. a. Alsdann ging er nachRom , wo er bald schöne Hoffnungen von sich er-weckte, die aber spätherhui nicht hinlänglich vonihm gerechtfertigt wurden. Dort hinterließ erMehreres in Fresco, was von Lagliom gerühmtwird, und solches (wie z. B. sein die Engel an-betender Abraham, in einer Kapelle al Giesu)wirklich verdient. In diesen Bildern herrscht näm-lich etwas Fröhliches und Graziöses in Mienensowohl, als in dem Farbeton, was ihn niemalsverließ, und hier noch Studium der Zeichnungund des Helldunkels, was sich nachwerts nichtmehr bey ihm finden läßt. Bisweilen arbeitete erin Gesellschaft seines acht Jahre jnngern Halb-bruders Vanni, von dem er Vieles lernen mochte,glich ihm alsdann im Baroccheschischen, und durftein der Anmuth der Contoure, im Ausdruck, in derMürbigkeit und Harmonie des Pinsels ihm nurwenig weichen. So z. B. in den Kirchen St.O.uirlco und St. Domenico; in ersterer eine Er-scheinung der Engel am Grabe, in letztrer einKrucifix unter vielen Heiligen, beyde von weithöherm Werth, als sein Gewöhnliches. So auchin Mehrerm zu Siena , in dem Kloster de Servizu Florenz , wo er mit Poccetti, und im Domezu Pisa , wo er mit andern seiner Kunstgenossenglücklich wetteiferte. Andre seiner Werke, wiesein Verlöbniß der H. Jungfrau im Dome zu Fo-ligno, sein St. Gregor bey St. Peter in Perugia ,Wieder Anderes zu Lucca, Pavia, Genua ». s. f.

Salin.

beweisen wenigstens hinlänglich seine Lust am her-umschweifenden Leben. In Genua sieht man nochvon ihm ein hübsch gemaltes Zimmer im PallasteAdorno; andres ist zugrundgegangen. Er warmit Augustin Tassi dahin gekommen, den er alsOrnatisie und Landschaftsstaffirer gebrauchte./.auLst L. bl. I. Z 5 g—60. (Bey FiorlUo wird imRegister ebenfalls ein Urtheil über Ventura'« Stylnachgewiesen, das wir aber nicht auffinden konn-ten.) Er mochte ein wenig Windbeutel seyn, undsich damit die beyden Ritterzierden vom güldenenSporrn und vom Christusorden (letztem vom Kar-dinal Sforza) erworben Haben Zu Siena , in derCamaldulenser-Kirche della Rosa genannt, liegter begraben. In Deutschland besitzt von unsermKünstler, unsers Wissens, einzig die Gallerie zuWien eine kleine H. Familie in einer offenen Land-schaft. Von den von ihm selbst, nach eigener Er-findung, mit einer sehr geistreichen Nadel geetz-ten, und mit V. 8. bezeichneten Blättern führtRost III. 241. sieben (wie wir aber glauben un-genau) an; nämlich: Gott der Vater erscheint derMaria; Heirath derH. Jungfrau (zweymal); Eng-lischer Gruß (dieß das größte); die Taufe Christiim Jordan; Maria in den Wolken erscheint zweyenHeiligen; Christus erscheint der H. Catharina vonSiena; St. Agnes (die datirten i 588 —g,.). An-dre fügen noch einen St. Hieronymus hinzu.Richtiger indessen scheint uns die Litteratur beyWi'nkler zu seyn, wo als die einzigen sichernBlätter von ihm angegeben sind: Eine unbe-fleckte Empfängniß (die Jungfrau in den Wol-ken, von dem ewigen Vater gesegnet, und vondem Engel angebetet), gedoppelt, das eine gectzt,mit dem (sicher irrigen) Datum lölic».; die Hei-rath der Maria; Madonna mit dem K,inde, ineiner Landschaft (ganz ohne Namen); Maria er-scheint einem Pilger und einer Pilgerin (mit ibgö.datirt), gedoppelt und etwas verschieden ; St.Franzisc der die Stigmate empfängt, dies einzig,nebst dem V. 8. I(nvsntor) auch mit L'(ooik)bezeichnet; und endlich, als wahrscheinlich, dieTaufe der Juden im Jordan, mit i 58 g. datirt,ein großes, schön gectztes Blakt, welches vor allenandern noch das Eigenthümliche hat, daß derKünstler zugleich darin als: Lxcusor genanntwird. Andre dann, wie der Englische Gruß,Christi Erscheinung bey St. Catharina, Et. Agnesund St. Hieronymus scheint erwähnter Katalognicht für Salunbene's Arbeit zu halten, ob-schon solche mit keinem andern Namen, als mitdem seinigen, versehen sind. Dann haben, von ge-nannten Meistern, nach ihm gestochen : I. Callot ,B. Capilelli, N. Dorigny, M. Florini, ein St.Fo. Ro, C. Galle, C- Gregori, I. D. Herz, P.Jselburg, I. B. Probst, Ph. Thomassin und F.Villamena. Und sollen, nach dem Katalog vonWmkler z. B. eine Grablegung von Callot , undeine H. Jungfrau in der Glorie, von Galle , schöneBlätter, und ersteres selten seyn. Ein St. Carlund St. Ciborius von Dorigny dürfte wohl eben-falls unter die bessern gehören. Noch bemerkenwir endlich, daß Ventura, so unheilig er immer-hin im Wandel seyn mochte, dagegen (wie sol-ches so oft zu geschehen pflegt!) desto Heiligereszum Gegenstand seiner — Kunst gewählr habe.

Salin (Mauritz), berühmter Bildhauer, starbzu Lyon, 49 - I- alt 1809. Er war in Savoyen geboren, ging in seiner frühen Jugend als Schorn-steinfeger von da weg, verließ aber dieses Handwerkbald wieder, wurde Metallgießer und dann Bild-hauer. Er folgte beständig seinem natürlichen In-stinkte (?). Den Homer, Plinius, Herodot undStrabo wußte er auswendig. Er kannte alles,was man vom Alterthume weiß, und alles, was erwußte, harte er für sich selbst gelernt. /^«///.xrch/. Ob er etwa mit dem nachstehenden Bau-meister Eine Person seyn dürfte?

— — ( ) ein Französischer Baumeister,

legte um 1780. zu Saverne für den Kardinal vonStraßburg ein sehr sinnreiches Bclveder (Kiosk)