Band 
Zweyter Theil [3].
Seite
1421
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Salamanca.

genauen Formen und harmonischem Kolorits. Ei-nige schreiben es eher seinem Mitschüler Luini zu.Dann eine Madonna, welche dem Kinde die Brustreicht; die Mutter ist Halbfigur, die Zeichnungrein, doch etwas hark; das Kolorit einfach, dochetwas roh; die Ausarbeitung fleißig. Das Haupt-verdienst dieser lieblichen Composttion aber bestehtin der Grazie, Anmuth und Naivetät des Ganzen.Landon Annal. II. 97. ». X. 11. beurtheiltdiese beyden Bilder, wie vorsteht, und giebt da-von die Nachbildung im Umrisse, Daß letztrcseine Kunsteroberung sey, wird nicht gemeldet;doch dürfte es vielleicht die vorgenannte H. Fa-milie aus St. Celso in Mailand seyn, und istwenigstens, wie diese, mit einem landschaftlichenHintergründe stafsirt. Den Kopf der Salome ausdem erstem Bilde gab 1802, Demarteau in Zeich-nungsmanier (1. Fr. 5 o. Cent.), äes

ll. 262.

* Salamanca (Anton). Nach Rost Hl-169. geb. zu Rom um i 5 ic». (eher früher), einerder vorzüglichsten unter den ältern Kupferstich-händlern, der die Arbeiten vieler Stecher seinerZeit (wie Bearrizet, I. Dessins, I. Buonasone,S. de Ravenna, A. Raymondi, A. Venezianound E. Vicus) an sich kaufte, mehrere viel-leicht ritoccirte, und meist seinen einzigen aus-geschriebenen Namen, als des Verlegers, dar-auf setzte; daher auch die Monogramme, welcheman gewöhnlich ihm zuschreibt, noch ungewißsind. Er selbst hat nur wenig gestochen, undbrauchte wohl den Grabstichel bloß, um dieabgenutzten Platten Anderer aufzuarbeiten. Vonihm scheinen jedoch zu seyn: Eine Pieta nach Buo-naroti, worauf es ausdrücklich heißt: ä'a/a-

-»a»ca, huoä potult imitstus exsculpslt i54/.Die Erschaffung der Thiere, nach Raphael (i 54 o.Vauf welchem zwar bloß sein sxLUil-bar sieht,und das Bildniß Baccio's Bandinelli's, ganzerStatur, historisch behandelt (i 5 g 8 .). Rost l. 0.

Malpö sagt im Allgemeinen: Noch ver-schiedene andre von 1521—62. Einige Blätter,von seinem Verlage, bloß mit seinem sxo. bezeich-net, führt der winklersche Gantkatalog, weitmehrere eine handschriftliche Nokitz meines sel.Vaters, nach Duonaroti, P. Caldara, St. Gallo ,R. Sanzio, u. s. f. an. Wohl alle nach Buona-roti und Sanzio finden sich bey Heinecke I. u. II.auf den im Register s. v. Salamanca angege,denen Seiten. S. auch dessen.» Illös Zöneruiop. i 5 g,

— — (Hieronymus von). So heißt bey ^io-rillo lV. 1 Z 8 . ganz ohne Weiteres, ein Spani-scher Künstler, wahrscheinlich Maler, der zu Enddes XVI. Jahrh, nebst vielen Andern, sich be-schäftigt habe, die Kunstwerke in der Kathedralezu Scvilla auszubessern,

Salämbrer ( ). So heißt im HIm»-

nacli cle Oommerce 1811. ohne Weiteres, eindamals zu Paris lebender Maler.

Salandrouse ( ). Und so ebendaselbst,

ohne Weiteres, ein damals zu Paris lebenderZimmer- und Wagenmaler, auch Glasermeister.

— — — de ia Mornay. Ein sol-cher gab 18,)8 den Anfang von Vlies et Monu-inens äe 8t. petersbour^, wovon jede Lieferungi 5 c>. L. in Farbe und 100. schwarz kostete, undtheils beym Herausgeber, theils bey Didot demAeltern zu finden waren.

* Salarrs (A.), s. Salaekrs.

Salas (Johann von). So heißt bey Fio-rillo IV. 9s. ebenfalls ohne Weiteres, ein ge-schickter Spanischer Kunststicker gegen End desXVI. Jahrhunderts.

* Salazar (Esteban und Johann de). Undso (l. c. 91.) zwey Künstler, welche um die näm-liche Zeit, neben Andern, die Haudschriften im

Salesä. 142t

EScurial mit Miniaturen zierten, Eines derselbengedenkt auch das Lex. 5. v. A. de Leone.

Salbarr (Hans), ein Baumeister, vielleichtzu Freibcrg oder auch zu Dresden . Er starb ver,muthlich um i 565 » und wird bey einer gleichgül-tigen Gelegenheit angeführt T. G- wilischensRirchenblstorie der Sradr Freiberg. (Leipzig 17Z7. 4°.) 2. Lh. S. 184.

Salberg (I. Julius). Irgendwo sagt man,daß von einem solchen in den Schwedischen Ab-handlungen, Lh. I V. S. 272. ein Aufsatz befind-lich wäre, wie man Holzgebäude vor dem Verrot-ten bewahren soll. Mithin mag der Verfasserdoch wohl ein Architekt gewesen seyn, der um dieMitte des XVIII. Jahrh, lebte.

Galcedo (Diego und Johann de). So heißenbey FlorlUol V.iZ8. zwey Künstler (vermuthlich Ma-ler), welche zu End desXVI. Jahrh, nebst obigem H.von Salamanca und mehr Andern, sich mit Aus-besserung der Kunstwerke in der Kathedrale zu Se-villa beschäftigten.

— (Diego de). Und so (l. c. 188.) einvon Obigem Diego verschiedener Spanischer Glas-maler, der um i 54 i. >n der Kathedrale von Pa-lenzia die dortigen Arbeiten des I. de Borgonna,nach desselben Tode fortsetzten.

— — (Jgnaz de Leon). Und so (I. c. 285.)ein Spanischer Maler, der in der zweyten Hälftedes XVII. Jahrh, blühete, von dem es dort heißt:»Derselbe war der berühmteste Schüler des I. deValdes Leal , ahmte den Styl desselben glücklichnach, und machte sich durch ein Bild, das denH. Peter von Nola darstellt, und das Kloster vonMerced calzada ziert, einen großen Ruhm."

Galc 0 nr (Niclaus). So heißt bey la Troifdu Marne ein alter französischer Maler und Chro-nikschreiber um das Jahr 3 oo.

Saldorffer (Courad), Bürger, Maler undKupferstecher zu Nürnberg , hat zu dem Buche:Der erst Tbeyl (mehr erschien nicht- von derSchisfarr vnd Reysi in die Türkey vnd gegenOrient, beschrieben durch H. Niklas Ni-kolai. Aus der französischen Sprach in dieTeutsche gebracht (Nürnberg 1272. Fol.), wiedie Vorrede besagt, die Kupfer nach den Origi-nalen kopirt. Der Professor Beckmann (s. dessenLitteratur der älteren ReisebeschreibungenI- Bd. 4 - St. 1808. S. 667.) erzählt, er habesich vergebens bemüht, mehr Nachricht über un-sern Künstler einzuziehen; ein Manuftrivt der Gör-tinger Bibliothek nenne jedoch einen Nahmensvet-ler von ihm. Dort heiße es nämlich, daß DavidGalvelder oder Saldoerffer seine Stiche miteinem ü und einem darein gesetzten kleinen s be-zeichnet habe. — Sonder Zweifel ist unter letzter»!derjenige gemeint, den Tbrist: Daniel Salvereroder Salvarot nennt, und dessen Monogramm(ganz wie das obgedachte gestaltet) er S. 168.beybringt.

— — (David), f. den gleich vorstehendenArtikel.

. * Säle (Niclaus oder Franz). WesterhoutsStich seiner Medaillons in Sk. Peter finden sichin Bonanni's: Uist. lemxli Vatic. p. 1Z6.

— — s. Saale .

Galerno (Joseph), mit dem Zunamen ilAoppo dl Ganci, von einem Dorfe dieses Na-mens in Sizilien gebürtig, ein geschickter Ge-schieh tsmaler, blühete um 1609. ss/rc.

— — (Scipio da). So heißt bey Sarnelli(S. 176.) ganz ohne Weiteres, ein Maler, derzu Salerno arbeitete.

Galesa (Bonaventura). Nach der Zeichnungeines solchen haben (wie nämlich ein Gantkatalog