Band 
Zweyter Theil [3].
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1455
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SavsrMi.

* Savorelli (Cajetan). Nach seiner Zeich-nnng kennt man auch das alte Mosaik mit demCentauren/ von A. Capellan gestochen.

(Peter). So heißt im: AlmanachÄU8 kam 181». ein damals dort lebender Italie-nischer Kupferstecher im historischen Fache, ohneZweifel derselbe Savorelli, der schon in Nach-richten aus Rom von 1788. in Meuset's Mu-seum VI. 84. ein junger hoffnungsvoller Kupfer-stecher genannt wird. Wohl dürfte derselbe einNachkömmling von Eajeran seyn.

Savorgnanus (Julius), Baumeister, derauf Befehl des Senats von Venedig i 5 » 7 - etlicheMonate vorher, ehe die Türken Cypern anfielen,Nirosta , eine der vorzüglichsten Städte daselbstbefestigte, und dieselbe in eine andere bessereForm brachte. Dasselbe that er auch wegen sei-ner so berühmt gewordenen Stadt Famagusta .Aeumaier's Reise (Leipzig 1622.) S. 60.

* Savor (Ludwig), geb. zu Saulieu in derDiverse Autun in Burgund um 1679. der sich an-fangs zu Paris stark auf die Chirurgie und Me-dizin legte. Er schrieb viscours snr les meäail-les antiguea; Oe csuüia colorum etc. und starbzu Paris um 164«. Iöcher. Die Naturgeschichtehatte ihn auch auf die Baukunst geleitet. Dieerste Auflage seines im Lex. angezeigten architek-tonischen Werkes führt den Titel: l'ArckitectnrskrsnhOl8e 6e8 baritimenta particulisra (?sr>8

1624. 80.); die zweyte Auflage, mit Figuren undAnmerkungen von Blonde!, mag die des Lex. vomJahr r 685 . 8°. seyn.

* Savoye (Carl von). Von diesem Malerselbst geetzt, kennt man, neben Andcrm, seineigenes Bildniß; und nach ihm von Lh. Mathamdasjenige eines gewissen Körnen. 6a--niLN»rr. A/Lc.

* (Daniel). Derselbe hielt sich, von1692. an, 18. Jahre zu Dresden auf. Magaz.Sachs Gesch. IV. 112. Neben den im Lex. ge-nannten Meistern hat auch I. A. Scupel nachihm, gleich den übrigen, meist Bildnisse dunkelerMänner gestochen.

-- (I- P )- Nach einem solchen, unsübrigens unbekannten Künstler, hat der berühmtedeutsche Schmidt in seiner Jugend für Odieuvredas Bildniß des Dichters I. B. Rousseau gesto-chen. Moehsen's Aerzre-Btidn. S. »87.

Savoyer (P.). Nach einem solchen unsebenfalls sonst ganz Unbekannten führt Moeh-sen's (Aerzre-Bildn. S. 83 .) dasjenige desMainzer -Mediziners Marc Mappus (st. 170».),von I. A. Seupel gestochen, an.

Saupier (P.), ein uns sonst ganz unbe-kannter Bildnißmaler, nach welchem der ebenge-nannte Seupel dasjenige von Marcus Mappusgestochen hat.

Gaur (Cowin). Handzeichnungen in Kreidemit Jägern u. dgl. werden irgendwo von einemsolchen angeführt.

* (E. I. oder E. L.). Nach der Zeich-nung eines solchen hat man einen großen Pro-spekt der Stadt Magdeburg , der, ohne Angabeeines Stechers, im Verlage von G. B. Probstzu Augsburg erschien. Ein schlechter Abdruck die-ses Blattes ließ uns die Buchstaben der Vornamennicht deutlich erkennen. Ob er etwa mit dem gleichfolgenden Saurie der Nämliche seyn dürfte?

, * Gaur ias, aus Samos , der für den Er-finder der Schattenrisse gehalten wird, lebte inder INOi 5 o. Olympias. Almanach SU8 kom

1810.

* Saurie (R. C. oder R. E ). Von ihmkennt man auch: Ulan Asneral 6s l'Abba/e 6s8t. 6e^lrain 6e8 Prs8, von 1725. datjrt. S.auch den gleich vorhergehnden Art. E> I Säur.

Sautet. i- 45 §

Saurin ( ). So heißt irgendwo, ganz

ohne Weiteres, ein Maler zu Paris .

* Saurland, s. Sauerland .

* Gauros und Larrächus. Ihre Blü-thezeit ward im: Almanach sua stom »8»o. umA. a. L. 40. angesetzt. S. oben Satyrus undBrarrracus,

* Savry (Salomon) (Gandellini heißt ihn

Simon, Bastrn (. 8ec) Sebastian, wohlbeydes irrig), Zeichner und Stecher mit der Na-del und dem Grabstichel, geboren, wie man glaubt,zu Amsterdam (Basan l. c. sagt in Seeland)um »65 1. Daß er einige Zeit zu London gewe-sen sey, ist nicht erwiesen. Sein Vorzüglichstessind seine in sehr angenehmem Geschmacke gesto-chenen Bildnisse; auch kennt man von ihm einigehistorische Blatter; alle dies nach eigener Erfin-dung sowohl, als nach andern Meistern: Baly,C. Castelin, F. Cleyn, Cuyp , van Dyck, T.Kayrser, I. Marsen de Jonghe, Rembrandt , Ru­ bens und S. de Vlieger. Von Bildnissen dürf-ten diejenigen Carls 1 . nach van Dyck (mit einemhohen Hut und darauf die Krone, was S- hin-zugesetzt), und das von Th. Fairfay nach Rem-brandt, die vorzüglichsten seyn. Unter dem Ge-schichtlichen : Christus vertreibt die Verkäufer, nachdiesem letztem, und den Fischfang zur Tributs-Entrichtung, nach Rubens . Dann die siebenBlatter in verschiedener Größe, welche die Festinevorstellen, die der Königin Maria von Medicis» 638 . zu Amsterdam auf dem Wasser gegebenwurden, und unterm Titel: IVlsüicss tto8pc8 er-schienen waren. Sechs andre, die zusammen Eingroßes Blatt ausmachen, und eine Reuter-Pro,Zession durch eine Niederländische Stadt zum Ge-genstand haben; und ein andres ähnliches, inForm einer großen Frise: vi8cs88U8 «Spanierprseglilii Irazecti »6 lVIosam » 63 s. beyde nachMarsen. Von Gattungestücken mehrere, wie z B.der Eisschuhläufer; dann sechszehn kleine, welcheHolländische Sitten und Gebrauche darstelle»; ebenso viele mit Thieren: VVrn-anüs 6sr Dessen (Alkediese ohne andern Namen, als den seinigen); Land-schaften nach Vlieger, und endlich stebenzehn Ovi-dische Verwandlungen, nach Cleyn. Rost VI.26567. ^i-rL/er. Gandellini nennt von

seinen Simon Savry ein Echriftenbuch nachJac. von Ravenna , mit 1644. datier, was unsdenn doch vermuthen macht, daß derselbe ein von un-serm Salomon verschiedenes Ens seyn muß wennanders dieser (was freylich auch nur von dem elen-den Basar» bewährt wird) um 1661. geboren ward.

* (Simon), s. den gleich vorhergehn-dcn Art.

Sause ( du). So heißt bey Moncony'sein Maler von Lyon , der in 1664. zu Venedig gearbeitet hade.

* Sajussard ( ), der Baumeister. Daß

derselbe an dem Straßburger-Münster gearbeitethabe, sagt das Münster - und Thurmbüchlin (ib.1722.) nicht; wohl aber war er vermuthlich zuAnfange des XV.Il. Jahrh, des dortigen Dohm-kapitels, und zugleich Königl. Französischer Archi-tekt; und in jener Schrift finoet man einen Grund-riß des Münsters nach seiner Zeichnung.

Gaussenhofer (Engelbert) besaß viel Ge-schicklichkeit im Zeichnen und in der Mechanik;um 1780. war er Hor-Fourier zu Eichstädt. Mangedenkt von ihm beyfällig einer Zeichnung in Bley-stift: Die Mutter Gottes mit dem Kinde; derKopf des letzter» war vorzüglich fein ausgearbei-tet Hirschling's klachrichren von Kunst-sammlungen lll. 5 .

* Saurer (Johann). So heißt bey FüßliII. 386 . wahrscheinlich durch Druckfehler ein Künst-ler, der nach C. Cignani eine anmuthige Madonnamit dem Kinde gestochen habe, und vielleicht Joh.Gottfried Teurer ist.