Band 
Zweyter Theil [3].
Seite
1461
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Scarcello.

noch dreyzehn andre nach demselben, und suchtesich besonders in den Regeln der Architektur (Paolo'sStaffirungen!) festzugrüuden; dann kehrte er, alsganzer Paolescischer Prakticante nach Ferrara zu-rück; blieb aber weil genug hinter.seinem Meister.Indessen nennt die letzte Ausgabe des: 6uilla llib'srrara von ihm einzig eine Heimsuchung bey St.Ccoce, mit schönen und wohlgebehrderen Figuren;doch sieht man dort noch Mehreres von ihm;Manches ritoccirt, daß man das Seinige nichtmehr daran erkennen mag; Andres, was Andregewöhnlicher seinem Sohne Hypolirh zuschreiben.

I. c. s 5 o. Diesem zufolge starb er 84.1. alt.

* Scarcello (Hieronymus), s. Scarselli.

* Scarcellino (Hypolithus), s. Gcarcella.

Gcarfeglia (Lucrezia), s. unten Elisab.Sirani.

Gcarpa (Anton), Professor der Anatomie undChirurgie; und zwar um 1778. zu Modena , um

1788. zu Pavia und um 1802, wenn wir nicht irren,wieder zu Modena . Derselbe pflegte eigenhändigdie Zeichnungen zu seinen großen (klassischen) ana-tomischen Kupferwerken zu fertigen. Wir bemerkenj. B. /^nirtomicaruni anuocacionuru (Vol. I.Llutinae 177g. Vol. II. Dicini 178b); -^nato-micae llisquisitüones lle aullitu et olfsetu (Dicini

1789. 8^- kol.>; Vabulas nsurolo^lcae (DicinI» 794 - kol.) u. s. f. Sein meist gebrauchter(vortrefflicher) Kupferstecher ist F. Anderloni; dannD. Cagnoni, C. Knight, Q. Mark, B. Eredi u. a.

* Scarpagnino (Anton). Nicht i 5 iö. wiedas Lex. sagt, sondern 1628. wurde die dort bemerkteKirche nach seinem Modelle erbaut. Sein Todes-jahr fällt vermuthlich in i 558 . wo Anton da Ponteihmiin der Stelle eines Hcrzogl. Baumeisters folgte.

Scarpati (Vincenz), ein Kupferstecher der,nebst andern, nach der Zeichnung von Christ. Koeck,ju S. T. Sömmerings: Icones oculi llumsni(b'rancof. all IVl. 1804. kol.) Arbeit fertigte- S.auch den gleich folgenden Art.

— — ( ), ein italienischer Kupferstecher,

lieferte um 1797. die Blätter zu der bey Lodonigedruckten ^estacea uttiusqus 8icilise von Ooli.A/rc. Ob dieser Künstler mit dem Obigen EinePerson sey, ist uns unbekannt. Doch zweifeln wirkaum daran.

Scarron (Paul). Derselbe wird von Gauleda Sr. Germain S. hi. ganz ohne Weiteres,unter die Französischen Dilettanten des X VII. Jahr-hunderts gezählt. Aber auch anderwerts liest man,daß er die zeichnenden Künste selbst geübt habe.Dieser übrigens beßt bekannte, in seinen frühernJahren lockere Schöngeist besucht« einst Monswo er Canonikus war, zur Karnevalzeit. Er maü-kirte sich hier in einen wilden Mann; eine Erschei-nung, die allen Kindern der Stadt so sonderbarvorkam, daß er sich ihrentwegen in einen Morastflüchten mußte. Die Eiskälte desselben warf einescharfe Feuchtigkeit auf seine Nerven, und warUrsache, daß er, noch erst 27. Jahre alt, plötzlichden Gebrauch „ jener Deine die so gut getanzt, undder Hände welche malen und die Laute schlagenkonnten" verlor, und, seinem Körperzustande nach,ein wahrer Inbegriff alles menschlichen Elendswurde. Daß er Gemahl der Frau von Maintenon,und in dieser Eigenschaft Vorläufer Ludwig XlV.war, ist bekannt. Er starb in Paris , 1660. 5 r.J.alt. Groß man >is diograph. Handrpörrerb.

Scarsdale ( ), Lord , einer der zahl-

losen Englischen Dilettanten neuerer (doch nichtneuester) Zeit, der ein bedeutendes Kunstkabinct inseinem zu Kedlestone in der Grafschaft Derby be-findlichen, von Adams und Bonomi herrlich er-bauten Landpallaste besaß. Salla-L/rr/ l. 164. II. 271.

* Scarselli (Alexander oder Anton Alexan-der). Unter diesem letzter» Taufnamen finden wirin einem (bey Gelegenheit der Vermahlung derfach-

Schaak. 146t

fischen Prinzessin Maria Amalig Mit dem Königevon Neapel ) 1728. unter dem Titel; Oszcri--ic>nsllells koste satte In llologna (daselbst Fol.) er-schienenen Werke, zwey große Blätter die er, nachSt Orlandi, hiefür geetzk hat, und mit einer flüch-tigen, im Ganzen aber mittelmäßigen Nadel, ge,arbeitet sind. Bloß mit Alexander S. bezeichnetdann kennt man von ihm eine Fortuna nach Guido,die dieser einst für den Abt Gavokti malte.

Dort wird seine Gattin (vielleicht richtiger als imLex.) Anna genannt.

* Scarselli oder Scarcello (Hierovy-mus). Bey VNalpe heißt er, als Maler, Schülervon Guido und Gessi, und zugleich geistreicherKupferctzer, dessen Blätter mit 6. 8. — (I. 8. k. —auch 6er. 8°. ka. bezeichnet sind. Von ihm werdendort angeführt: Ein Saturn auf den Wolken, einAmorin der aufeinem Delphin über Meer schwimmt,und ein Kinder-Bacchanal, wo eines auf einemSchwein reitet; diese alle nach einem der Sirani.Endlich Venus, die auf einer Muschel das Meerbeschilft; dies ohne andern Namen als den seinigcn.

* — — s. Scarcella und Scarcelltno.

* Scaraglia (I. A. und P.). Nach der

wohl richtigen Bemerkung eines unsrer Freundegiebt es nur einen O Scaraglia. Da dieser vielin Gesellschaft des Innocenr Alessandri (Inno-cenr. et ketrus XcaiaZ'/ia sc.) arbeitete,

so hat vermuthlich die(ungenau»tr) Quelle des Lex.den Irrthum begangen, zwey Künstler verschiedenenGeschlechts in zwey von gleichem Geschlechte zuverwandeln. Bafan (blll, sec.) nennt daher vonPerer Scaraglia (s. v. Scaraglia) eine großeFolge vierfüßiger Thiere, welche offenbar jenenbeyden gemeinschaftlich zugehört. S, oben denArt. Innoc. Alessandri. Von einem aus ihnen(wir glauben eher von Alessandri) kennt mau aucheine Maria Magdaleua »ach Piazetta, und zweyalte Mannsköpfe nach F. Fontcbasso und I. B.Liepolo.

Scatareggia (Carl). Ss nennt Suflnne»in seiner handschriftlichen Geschichte der Maler vonMessina einen dortigen erfahrnen Antiquar undgroßen Kenner alter Gemälde und Zeichnungenum i 6 i 5 .

* Scavezzi (Prosper), genannt Brixiano.Nach ihm hat I. Frezza das Grabmal Gregor Xlll.gestochen.

* Scauflig (Hans). Unter diesem verdor-benen Namen führtGandellrni den Hans Schau-fetein auf, bringt dann aber nebenher auch denrechte» bey.

* Scaurus von Samos; ist ein verschrie-bener Name von Saurias im Lex.

* Sceligmann, s. Seeligmaun.

Scellier ( ). So heißt im )VImar>aclr

lle Oornmerce i8n. ein damals zu Paris lebenderBildhauer von derjenigen Klasse, die unter derRubrik der 8cnlpteur8 practiciens erscheinen,und der zugleich Marmor-Händler war.

Scepsius (Thomas). In dem Vorberichtezu des Örrelius Mieeürnm orbis terrarum, woein Verzeichniß der damals bekannten Landkarten-ausfertiger gegeben wird, erscheint er mit demBeysatze: vitionis et lleliueatio-

nem vallls sccurstsm in publicum llcllit, anno1678, HrZentorsti, per Lernarllm. Aobiuum.

Sch « ak (I. S. I ). Nach einem solchen, derum 175». zu London arbeitete, hat R. Houstondas Bildniß des General-Major JameS Wolf inSchwarzkunst geschabt. Ohne Zweifel ist er der-selbe, der anderwerts bloß I. Hchaak heißt, undnach welchem auch L. Burford ein Bildniß desHerzogs von Aork, Edward Augusts, in ganzerStatur, ebenfalls in Schwarzkuust geliefert hat.