Band 
Zweyter Theil [3].
Seite
1485
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Scheu ck.

7 A Z. br. (Pr. 1 Thlr. 2 Gr.), das andremal inSKleine gestochen zu (F. C. Schlenkerte) Merkwür-digkeiten der alten und neuen Kreuzkirche zu Dresden (das.1792. 8*>.) , woselbst man auch die Erklärungdes Bild-rs gedruckt findet. Richter, ein SchülerSchoenau's,der sich nachgehendö in Graubündtenniederließ, malte seinen Lehrer in Del, und schenktedies Bildniß der RathsbibUothek zu Zittau , wodasselbe mit Ehren aufgestellt worden ist. Rnesch -ke's töesch. u. Merkrv. der Zitrauer-Barhs-bibliorh. (Zittau u. Lechz. 18ri. 8°. S. rät.) Vonihm selbst mit leichter Nadel gcetzk, kennt man 12.Phantasteblatter, mit der Aufschrift: Debetes mespstite» «aux sortes 1. n 1a 12 airis, darunter dieeine Hälfte jugendliche Figuren, die andre Charakter-köpfe (1768.), und noch früher (iM.) 12. artigeLandschaften: Vues cie8 environs ?aris purDauie/ //erm/rc/: 40. um sich nämlich zu verbergen;welche letztre selten, und daher sehr gesucht find.Hinwieder haben wohl nach keinem neuern Deutschen so viele Künstler gestochen, als nach dem unsrigen;als nämlich: Berger, F. Boetius, Brummer, A.Chevillet, Crustus derAeltere s. v. Croutchiou, Des-marteaux, ein Ungenannter bey Düchesne, C. Du-flos, N. Dupuis, Ellain, L. Gaillard, R. Gaillard,Gebet, Gcrmain, C. G. Geyser, Greenwood, I. C.Gudeborn, C Guttenberg, H.Guttenberg, L.Halbou,Halm, B. L. Henriquez, C. F. Holzmann, I. C.Krüger, C. A. Liltrek, A. Martinet, du Mesnil,de Monligny, I. Ouvrier, B. L. Prevost, Rache,A. L. Romanet, C. G. Schulze, I. G. Schwab,Seyffert, C. F. Stölzel, Bari», Vidal, Vvyezle jeune, C. W. Weiße, I. G. Wille, und A. Zingg.Schon nach der Anzeige der h). B>bl. d. schon,wissensch XVl. 122. bestand sie Anzahl der nachihm gestochenen Blatter in 80. Ein Verzeichnismeines sei. Vaters führt deren 120. der Katalog vonH)>nkler 60. der von Brandes über Zc>. an. Unterdieser Menge befinden sich von Geschichtlichemeinzig viere: Eine St. Magdalena von HolzmannIN Tuschmanier (8. Gr.); Jo und Jupiter vonSchulze; das schon ermähnte Altarblatt, und denWeisen nach Cicero, von Stölzel; von Bildnissendie beyden der Pompadour und Clairon von Liuret.Alles übrige sind Gaktungostücke, von welchen derKatalog von winkler allein den Weisen, vonStölzel gestochen , ein Kapitalblatt, und selbst dermit Loben freygebigere von Brandes bloß: laVvvinersüse von Schulze, und: In petits Lco-Uere von Wille schöne Blatter nennt.

* Schenck, s. Schenk.

Schenckel (Lambert). SoheißtinWmklersKatalog ein uns sonst ganz unbekannter Niederlän­ discher Maler und Zeichner des X VII. Jahrhunderts,nach welchem dort ein Blatt: Allegorie auf die vondem Pabste und andern Fürsten der Welt (weiland)beschützten Künste und Wissenschaften, mit denWappen dieser Mäcenate angeführt wird, das mit:/.ambertru Dssilvius inv.ZuI.Lolrius

»c. ?. afitz- ^lauter dunkele, aber deswegen noch nicht verächtliche Namen!) bezeichnetund fast geviert Fol. geformt ist.

Schenckenkorn, s. Schenkenkorn.

* Schendel (Bernhard), s. auch Schindelin gegenwärtigen Zusätzen.

Schenelli oder Genelli (Joseph), geb.zu Aachen 1724. lernte in der Akademie zu Kopen­ hagen und genoß eine Pension von Hofe. Er thateine Reise in Holland , Frankreich und Italien :Nach seiner Zurückkauft legre er sich auf die Sticke-rei) und brachte sie zu einem seltenen Grabe derVollkommenheit. Er arbeitete mit unter Seide, undseine Werke gleichen in einiger Entfernung wirklichenGemälden, worin er vornehmlich den berühmtenLamm nachahmte. Er befand sich 1767. zu Wien ,

S) Wenn wir in Heinfius Büterlerikon rubrijirt finden:Weisung zur Zeichnung des menschlichen R»rp,so denken wir, daß Schenk« Erben den Verlag seildaß man hier bloß ein neue- Titelblatt verdrucken

Schenk. r 485

wo er Mitglied der K. K. Akademie ward, undtrat 1774. mit einem Gehalt von 5 no. Rthlr. inDienste des Königs in Preussen. rJicolai. Zuberslaßm ist er mit dem oben angeführten JohannJoseph Franz Genelly Einer und Ebenderselbe,und eben so sicher Vater des Baumeisters HansChristian, und des Malers Janus Genelli .Auch soll letztres die richtige Schreibart des Fami-liennamens dieser Künstler seyn. Tlkr.

Schenerveis (Urban), s. unten ChristianGrannner.

Schenio (Bartholome). So heißt irgendwo,ganz ohne Weiteres, ein Kupferstecher, der zuBologna gearbeitet habe.

Schenk oder Schenck (Albrecht), wahr-scheinlich ein Bernerscher Cantonsbürger, Graveurin der Münzstätte zu Bern , erhielt bey der dortigenPreißaustheilung für Kunst- und Industrie-Produkte1810. denjenigen in seiner Kunstgattung für eineFolge von Schaumünzen. Namentlich hatte erselbst eine solche für die auf dem dortigen Salon desgenannten Jahrs verspenbete Preißegefertigt. Gef-fenrl. Nachr.

* S ch e n k «(Cäcilia), s. unten den Art. PeterSchenk des alrern.

(Christoph), kam um i 6 v 5 . als Münzswardeln in Dienste des Abts von Fulda . Hirschdeutsch. Münzarch. Th. VII. S. 55 g.

(Friedrich Ulrich ). Derselbe ist unseinzig aus einer öffentlichen Anzeige bekannt, inwelcher er sich als Besitzer des privilegirten Maler-instituts zu Jena in 1810. benennt; und dabey einenaus diesem Institute entwichenen Lehrling CarlChristoph Jacob Trapdorf (der, von Jena ge-bürtig, damals 20. Jahr all war und hier lautContrakt noch ^ Jahre zu stehen hatte) jur Zurück-kunst und Wiederersatz des ihm gethanen Vorschussesermähnt. Vermuthlich ist er derjenige F. Schenck,der zu Srarks Archiv für Geburtshülfe, Frauen-zimmer- und Kinderkrankheiten 4 ter Band (Jena 1792. 8°) eine von C. Müller radirte anatomischeAbbildung zeichnete.

Schenk (Hans). Unter der Leitung eines solchenwurden die Zeichnungen zu dem Lhurnierbuche ge-macht, die H. Gsdenrarfer ausmalte. Vergl.diesen Art. in den künftigen Zusätzen. RiebeEorha S. 74 - und Gallerris Gesch. d. Her-zogrh. Gorha II. S- 260.

(Jan d. i. Johann), ein Kupferstecher

vermuthlich aus der Familie von perer Schenk.Zu der von I. T- Rlein verfaßten üistor. pi^ium,(Danzig 174». gr. 4 ) hat er mehrere naturhistorischereinliche Blätter radirt. Dann soll derselbe zuJohann van Zyl's: Ibenrrum rnseblnsrum(Amsierd. i7Z4.Fol.) und zu Tilemann van derHorst's: 1'benrrnm mst-kinarum c>f proste Wa-tervverken (Amsierd. 1726. Fol.) sehr Vieles ge-stochen haben. Noch sagt Adelung in dem Ver-zeichnisse der Landkarten und topographischen BlatterSachsens (S.42. N°. 4 -), daß in Arkenholzen's:Histoire <I«! lluinave ^.clolplie (8tokkolm 1769.)eine Karte von Sachsen sich vorfände, mit derBezeichnung: A. )NN880N 80.

(Johann Gottlieb ), akademischer Zei-chenmeister zu Jena seit iM. oder 66. In Ek-kard's Handbuch der Hähern Lehranstalten Deutsch­ lands , Erlang. -780. (Lh. I- S. 162 ) heißt es,daß er dort die Zeichenkunst nach da Vinci, Preißler,und seiner eigenen Anweisung von 1769. (letztreerscheint irgendwo unter dem Titel: Die Zeich-nung des menschlichen Aärpers und fernerTheile, theoretisch und praktisch vorgetragen.Jena 1769. Mit Kupf. Pr. 12. Gr. *), und sodann

I. G. Schenk, theoretische und praktische An-is, mit Rupfern (j. Leipzig bey Böhme >788. ir Kr.)es oben gedachten Werkes na» Leipzig verkauften, und