Band 
Zweyter Theil [3].
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1486
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r 486 Schenk.

auch die Kunstgeschichte gelehrt habe. Er st. 1782.(Sein Nachfolger war C. G. Emanuel Oehme).Von ihm selbst geetzt, kennt man (eben in keinemvorzügliche» Styl) 2. Blätter: Ansichten der Wil­ helmsburg bey Weimar , nach dem Brande >774.Weimar. Hofkal. Dann mehrere andere Prospektevon Jena und dasiger Gegend, ebenfalls sehr mittel-mäßig. Hinwieder haben nach ihm Bernigerokhund G. C. Schmidt einige schlechte Bildnisse dunkelerHerren und Frauen gestochen.

Schenk (Johann), wurde im Jahre 1619.von dem Landgrafen von Hessen als Münzwardeinangenommen. Hirsch reursch. Münzarch. Th.VII. S. /M.

(Johann Balthasar), wurde um 1768.zum Hofzimmermeister des Herzogs von Weimar angenommen: es scheint, als ob er zwischen, 777.und 1786. gestorben sey. Seine Bauten sind unsunbekannt. 7 IFLc.

* (I.). Wohl durch Druckerfehler heißtesbeyFüßli III. 67. daß ein solcher geschabte Copienvon I. Smiths g. Bnhlschaften der Götter nachTitian gegeben, welche aber weit unter den Origi-nalen seyn. Ohne Zweifel gehören auch diese zuden vielen Arbeiten, oder vielleicht bloßen Verlags-artikeln des unten folgenden perer Schenke.

(Leonhard). Ein solcher, der vermuth-lich zu Amsterdam lebte, hat ein schlechtesDlättchcnauf die, zu Dresden im Jahre 1722. geschehene,Geburt eines Chursächsischen Prinzen in qu. 4 ".

( ä'cüettk exo. Tarnst, oum l'riv.) gestochen.Zwey vor uns liegende Landkarten der Ober- undNiederlausitz, die bey Covens und Monier zu

. Amsterdam erschienen, sind bezeichnet: ,

5 >aon 8oulp8. 1769. Ob hierunter der Erstge-gfnannte verstanden wird, ist uns unbekannt. Wiewir glauben, so gehörte dieser Leonhard zur Fa-milie des Peter Schenk . Auch in der Allge-meinen Historie der Reisen, aus dem Englischen übers. (B. XIV. Leipzig 1756. 4 ")/ z» welchemWerke mehrere holländische Kupferstecher Arbeitlieferten, findet man eine Karte von Nordamerika nach: X. L(ellin), ebenfalls bezeichnetä'cLez/L,

8 oon 8 o. i/ 5 'ä.

(Magnus), ein Gießer. S. I. L.E).uingelberger in künftigen Zusätzen.

*- (Maria Magdalcna), s. ihren gleichfolgenden Vater, p. Schenk.

----- (Peter), geb. um , 6 j 5 . zu Elberfeld (nicht 1724. wie der elende ZZasan Lch geo.faselt). Derselbe kam jung nach Holland , und ließsich zu Amsterdam nieder. Anfänglich arbeitete erdort vorzüglich viel Landkarten, in Gesellschaft desGer. Valk und für gemeinschaftlichen Verlag um,68o; und wohl mag er ein Tochtermann desletzter« seyn, da man ein Bildniß, ohne Namendes Malers, aber von Derer selbst geschabt kennt,was Agatha valk darstellt, nnd als seine Fraubenennt. Das dem Lex. beygefügte Verzeichniß derMalerbildnisse giebt seiner im Lex. selbst als Kupfer-stecherin bemerkten Tochter den Namen MariaMargaretha. Man findet aber auch das Bildnißeiner ssacilia Schenk, von perer geschabt. Obdieselbe ebenfalls eine Tochter von ihm, und selbstin den Künsten bewandert war, ist uns unbekannt.Da die Menge der in seinem Verlag gestochenenBlatter bloß sein: exoust. tragen, so ist es unmög-lich seine eigenen genau von der Arbeit derjenigenStecher zu unterscheiden, welche bloß in seinenDiensten standen. Ein Verzeichniß meines sel.Vaters führt aus diesem Schenkischen Verlage552 . an, deren viele ganze Folgen von bis aufhundert Blättern enthalten, welche (bis an etwa5 o.) lauter Bildnisse von Standespersonen, Ge-lehrten und Künstlern, meist seiner Zeit zum Gegen-stand haben, und noch häufig in den Sammlungengefunden werden. Dieselben sind nach A. Bäcker,

Schenk.

S- Blaetner, I. P. Feuerling, I. Fisches, I. P.Gauli, T. Gibson, Govin, I. Gram, A. Greiff,S. Günther, Heßel, D. Hoyer, I. Kenkel, I.Kersebom, D. Kloekner, G. Kneller, P. Kranz,N. de Largilliere , P. Lely , Litheen, F. Lubiniesky,Mieris, I. I. Müller, M. Musschcr, D. van derPlas, I. Pool, D. Richter, T- Roos, G. Schalken,van Schell, C. Schütz, D. Sornique, I. F. Weit-stem, weit die mehrern aber, ohne einen andernNamen als den seinigen, viele ausdrücklich mit sei-nem sculp8. bezeichnet; einige wenige, von 1704. anbis 1714- datirt, was freylich auf einen spätern Todvon Schenk, als den gewöhnlich angeführten deutenwürde. Von diesen Bildnissen bemerken wir einzig,der Seltenheit ihres Gegenstands wegen: Die siebenunter Jacob II. verhafteten Bischöfe DornelioInomorsto, inkelics marito äi Donna Olympia,und die Donna Olympia Maldacchini selber (zweysatyrische Blätter) den Liefländischen Bauer,welcher Carl XII . den Weg wies, um Narva zuHülfe zu koimnen (1700.). Schön nennt derKatalog von ÜDinkler zwey: Der Maler E. W.Londicers und G. Schaltens, ohne weiten, Namen,als den seinigen. Sein eigenes endlich nach D.Hoyer (1709. gemalt) in Schwarzkunst geschabt,dürfte ebenfalls seine Arbeit seyn. Dann enchienen,wie gemeldet, allerley Folgen bey ihm; so z. B.

^llmiranilorurn quaäruplex 8pocta<oilum 7Z.

Bl. Blumentöpfe 6. Bl Vier Alphabete be-blümter Chiffren ,8. Bl. 8conarumtI'.satraIiuln0 cm 8 pec:tu 8 5 . Bl. Landschaften mit Vieh 8 Bl.

Satyrn, auf die Familie Jacob II. von England3 . Bl. Die zwölf Monate. Virgilische Eklo-guen 9. Bl. ?lLturB 8inicw an HurattenW,V28I8, tabellisque exüibitso » acimiraolla ,702.,2. Bl. Eine Sammlung von Prospekten: DieAugenluft rubrizirt, wovon ein zweyter Band(Amsterd. 1702.) in Ion. Bl. qu. Fol. erschien.Aufrisse des Rathhauses zu Hamburg ,6. Bl.Kirchen u. a. öffentliche Gebäude daselbst (LKi§iL3prLvcipuorum ^lllticiorum publioorum DringbiamburZi) sehr gut mit dem Grabstichel (17. Bl.)

Koma wterna, -^m 8 tel. 1705. ,00. Bl. qn.Fol. Dotiug Derrarnm Oppilla. Zsgmentanobilium 8i§norum eto. kol. 1682. Vögel,nach Darlow ,2. Bl. praotorium Oieranum ,6. Bl.

Ansichten von Herrenhausen 16. Bl., von T. vanSasse gestochen, nach I. I. Müllers Zeichnung.

Ansichten von Salzthalen 16. Bl. nach Eben-dems. ^kdeelllinA van Ko^enllaal 16. Bl.Villa Ke§ia lkz-gvicana 16. Bl. ^beelciinz;sder vornem8tsn Osbouvven van ^materäam,oo. Bl. Endlich von einzelnen Blättern z. B.Bacchus und Ariadne , und Jupiter und Semele,nach S. van Cleef; Moses aus dem Wasser ge-zogen nach A. Coypel; Rinald und Armida, nachEbendemselben; Christus am Kreuze, und die Zeit,welche der Liebe die Flügel beschneidet, nach vanDyck; eine liegende Frauensperson, die ein Kindliebkost, nach L. Giordano; Schenke, nach I. deLater; ein Mädchen, das auf der Baßviole spielt,nach G- Netscher; Neptun mit den Nymphen, nachN. Poussin ; eine Venus, nach I. Ribera; die H.Familie aus der Königl. Franz. Sammlung, nachR. Sanzio; die St. Paulskirche zu London , »achC.Wreen. Ferners ohne Namen: Die drey Engelan Abrahams Tafel; die Anbetung der Hirten; dieJünger von Emaus; die Englische Wittwe imGarten; den Mönch, der von einem Verbrecher,den der von einer jungen Frau, und den der voneinem Bauer Beichte hört (letztres jedoch, wie wirglauben, nach E. van Hemskerk); Vamta8: Dlorgultima linea rerum e8t; k'or>8 Veneri.8 in msclioor^anorum aqnaticorum; Neptun und Amphi-trite; Pluto und Proftrpina; allerhand Geschicht-liches unter der Regierung der Königin Anna und Georg I. bis auf den Rastatter - Frieden,was vollends beweist, daß Schenk nicht in1711. seinen letzten Tag gefunden. Weiter, eineFolge von ,2. sehr malerschcn Ansichten, theilsvon Ruinen, theils von neuern Bauten, ausdrück-lich mit seinem t'ec. bezeichnet. Endlich ein sehr