l 494 Schien» h.
in der Zeichnung von Plänen beym adelichen Kardettenkorps zu Berlin ,
Schien itz (Joh. Gottlob), Maler zu Dres den , st. i/ 38 . 56 . I. alt. Sachs. Äur. Rab.17Z8. S. 285.
Schieß! (Ferdinand), geb. zu München 1775.lernte bey M. Mettenleiter alldort die Kupferste-cherey, und zeichnete sich in Karrikaturen, wo-von seine Blatter über deutsche Sprüchwörterzeugen, aus. Von ihm sind die Kupfer undVignetten in Lipowsky's Gemälden des Nonnen»lebens, und eben so die Darstellungen des Königl.Bayerschen Bürgermilitairs. Dann malte er fürden Spiegelverleger S. Kircher zu München zweyKopien nach del Sarto und N. Poussin. Lipowskp.
Schiffe! (Bartholomaus) und seine SöhneElias und Georg, waren die ersten, die es derBrandelschen Familie im Schnitzen des Serpen-linsteins nachthaten. Sie lebten um iboc». zuZöblitz in Sachsen . W. Steinb ach's Histo-rie von Zöblitz (Dresden 1750. 4 °) S- 17.
— — (Caspar) war um 1730. zu Wittenberg als Amtswerkmeister angestellt. Lrell, das 1780.storirende Wittenberg .
— — (Elias), ^ s. oben Sch'ffel (Bar-
— — (Georg),! tholomaus).
Schiffer oder Schiffn er (Matthias),geb. um 1742. zu Grätz. Beeditfch in seiner topo-graphischen Kunde von Grätz (8". Grätz 808. beyKienreich) zeichnet ihn, nebst I. V. Kauperz, un-ter den dortigen Künstlern aus. Derselbe maltezu Regensburg geistliche Geschichten und fleißigeLandschaften im Kleinen, mit starkem Helldunkelund dunkeln Vorgründen. Man hat auch vonihm vortrefliche Kirchen- und Architekturarbeit.L. v. w. Vielleicht ist dieser Künstler der näm-liche M. Schiffer, von dem es anderwerts heißt:Daß man Handzeichnungen (Trinkgesellschaften,ländliche Conversationen, Allegorien u. s. f.),braun getuscht und weiß aufgehöht, in Kabinet-ten der Liebhaber von ihm antreffe.
Schiffermüller (Ignatz), ein Exjesuite,welcher zuerst Lehrer der theoretischen und prak-tischen Baukunst am Theresia,» zu Wien war, dann1777. als Rath und Regens nach Linz kam, und»8oZ. als Dechant zu Waitzenkirchen in Ober-östreich erscheint. Er wurde zu Hellmondseet inOberöstreich 1727. geboren, und ist als Schrift-steller bekannt, wegen seines: Versuchs eines Far-bensystems (Wien 1772. 4°).
— — (I. I.) zu Wien . In dem systemati-chen Verzeichnisse der Schmetterlinge der Wiener -Gegend, herausgegeben von einigen Lehrern amK. K. Theresia» (Wien 1776. Fol.) findet manvon demselben eine radirte Oktavplatte. Ob die-ser übrigens mit obigem Ignatz Eine Person odervielleicht gar ein Sohn von ihm sey, ist uns un-bekannt.
Schifflein od. Schifflin (Georg Hein-rich), ein Kupferstecher zu Augsburg , wo er sich1724. verheirathete, gab nach H. Roos alte Denk-male mit Vieh; dann 4 - Bl. Hunde nach G. P.Rugendas dem jünger»; ein Blatt: Einnahmevon Bouchain 1711. nach P. Deckers Zeichnung,und ein Bildniß des Pfalzgrafen Al. Sigmunds,Bischöfen zu Augsburg , nach A. M. Wolfgang.Seiffert's Srammraf. gelehrrer Leute,Lh. III. Stammtafel seines Geschlechts.
Schiffn er od. Schifner (Friedrich Trau-gott ) wird 1800. und i8it. als Königl. Jagd-mäurermeister zu Dresden genannt. Vermuthlich
Schildbach.
ist er derjenige Schiffner, der in »795. unterHölzern zu Dresden die Architektur siudirte.
* Schiffner ( ). Sein Taufname war
Georg. Schon 1790. heißt er in Meusel'sMus. XI. 491. ein guter Landschaftsmaler zuDresden , den Reller Übergängen habe *); in1792. wurde er (laut Hofkalender und Orivar-nachrichren) wegen landschaftlichen Figuren undVieh Pensionnair der Dresdner-Akademie. Aufdem Dresdner -Salon 179s. sah man von ihm eineangenehme Landschaft, vermuthlich nach Dietrichund Poelenburg zusammengesetzt. Derselbe starb,wie es scheint, frühzeitig, r 795 . MeuseI' s zI.Mus. S. 267. u. 622. Späthere Notitzen vonihm fügen hinzu: »Er war aus Groß-Schönaubey Zittau gebürtig, der beßte von seines Land-manns, Schoenau's, Schülern, und st. 1795.4«. I. alt zu Dresden . Dresdner Oolitisch.Anzeiger, Jahrg. 1795. N°. 5 . Auf der Dresdner -Kunstausstellung von 1791. sah man von ihm einaus Warschau (wo er sich eine Zeitlang aufhielt)eingeschicktes Bildniß des Königes Stanislaus vonPolen; 1792. Landschaften die man einförmignannte, jedoch aber dabey bemerkte, daß seinFarbenauftrag einen schönen Schmelz habe undvon seinen Talenten viel zu erwarten sey. NachRneschke's Geschichte und Merkwürdig-keiten der Zirrauer-Rarhsbibliothek (Zittau und Leipzig Idii. 8°. S. r 52 ,) sieht man dorteine von ihm 1782. treflich (vorzüglich was dasBuschwerk anlangt) gemalte Schweizergegend.
— — ( ) ein Schüler der Ieichenschule
zu Meißen , der in 1808 auf dem Dresdner -SalonBlumenzeichnungcn i.Aufangsarbeitcn) ausgestellthatte. Mrc.
Schifft er (Gottfried >, ein Baumeister vonBreßlau , arbeitete um 1760. zu Augsburg , vonSterten S. iro.
Schi! dach, s. auch sofort Schildbach.
Schild (Charlotte Rebecca), s. den gleich fol-genden Art. ihres Vaters.
— — (Christian Lebrecht), geb. als Jude zuHarburg in Schwaben 1711. der sich in 175,. zuDiez an der Lahn zur reformirten Religion gewandt,nichts desto minder - ein ehrlicher Mann bl>eb,und sodann weiter als ein sehr geschickter Pekt-schierstecher in Metall und Stein zu Frankfurt am Main lebte, wo er 1761. verstorben ist. Von ihmnenne Hüsgen (N. A. Z 3 c>— 5 ,.) neben Andern»zwey im Durchmesser 3 /r" haltende sehr erhobeneSiegel des ChursürstenClcmens Augusts von Bayern und Kaiser Carl VII. und das etwas kleinere, sonstnoch zierlichere Kaiser Franz l. Dann ein Hand-siegel des Königes von Spanien , welches ihmmit 100. Dukaten bezahlt wurde; und endlich einenschönen Herkules. Seine Tochter, Charlotte Re-becca, heurathete zu Neu-Hanau einen gewissenDamisel» arbeitete in gleicher Kunst, gieng spä-therhin nach Paris und soll dort verstorben seyn.Von Schilds drey Geschwistern sollen (<1e ^usti-bus non chsplltanüum) noch ein Bruder zu Darm-stadt die Luthersche, und eine Schwester zu Neu-burg die Catholische Taufe erhalten halten.
* — — ( ) der Bildnißmaler. Nach ihm
hat P. Drevet (»710) dasjenige des Joh. Paulsvon Lilienstett gestochen.
Schild dach, Schild ach, Schiel dach,auch, ganz verderbt, Rülbach (Christian),Herzoglicher Kunstkämmerer zu Gotha , starb da--selbst 1742. Schon in einer Beschreibung derbey Römhild gehaltenen Kranz-Schießen und derdabey gegebenen emblematischen Scheiben 1703.und 170/j. (Römhild 1705. 40. S. »». 22. »c.)erscheint er als Fürstlich-Sächsischer Hofmaler.