Band 
Zweyter Theil [3].
Seite
1499
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S ch l a p p a ck.

Schlappack (Johann), ein Dildauer undStaffircr zu Rußdorf in der Oberlausitz , wo manihn in 179/,. nennt. Gheriau sitzischerAdreß- Post ' und Reisekalender auf 1794.(Zittau 80.).

Schlarhauer (Hans), ein Tischler zu-then, verfertigte bey Erbauung des Fürsil. Schlos-ses (1697. bis ibtts.) daselbst alle Tischlerarbeitfür dasselbe. S. Lentz Haus Anhalt (Cöthen und Dessau 1727. Fol.) S. 972.

Schlauch ( ), ein Marbier in dem alt-

pfalzischen Schlosse Berg, unweit Neumarkt um1782. Dieser geschickte Mann fertigte aus dembekannten Schneckcnmarmor allerley schöne Klei-nigkeiten Hirsching's Allgem. Archiv fürLander- und Völkerkunde l. Bd.Leipz. 1790. 8°.E. 271.

Schlayer ( ). So hieß (1778.) bey

Mensel 1 . ohne Weiteres ein damaliger Hofma-ler zu München , der im Zeichnen exzellire- Eben-das. II. (1789.) erscheint er aber nicht mehr.

Schlechter oder Schierter (Anton),ein Kupferstecher, Schüler von Geyser . Vonihm kennt man, nach I. B. Chardin das Bild-lich des Wundarztes A. Levret (1722.); nach F.P. Weironcr eine Landschaft; nach I. G. Willezwey kleine Köpfe, eines Greisen und eines Ne-gers , besonders aber, nach Eisen, ein großesBlatt: löntrös xubligue <Is Ul r. I s Lomte Kan-in? iiitNberA a Carla.

Schlee (Joh. Georg) , Stadtwerk - undMaurermeister zu Regensburg . Unter seiner Auf-sicht wurde 1722. ein Bau an der vortreflichensteinernen Donaubrücke genannter Stadt vorge-nommen. Schra »n in Brückenschauplatz S. 17t.

Schleehaufs )war um 1780. als »Roth-zeichner" den der Militairakademie zu Stuttgart angestellt. Ekkard Deutschlands Lehranstal-ten, I. Lh. E. 2/,Z.

Schleffinger (Martin), ein Werkmeister,der lüZj. in dem Städtchen Marienberg in Chur-sachsen vorkömmt.

Schlegel (August Wilhelm und Friedrich),die beyden noch lebenden berühmten Gebrüder.Von A. kennt man ein Schreiben an Goetheüber die Künstler in Rom 18. . Dann in dervon F. herausgegeben Zeitschrift: Europa i 8 » 3 .I. 1. ». 2. Kunsturtheile über den Pariser-Salon vom I. Xl. Ueber den mehrfachen Werth deserstcrn ist wohl nur Eine Stimme. Eine, wiewir besorgen, zum Theil wenigstens, wolverdienteRüge der letzter» s. im Merisel scheu Arch.I. (2.) i2. ( 3 .) i12.

(David). So heißt im Leipziger -Adreßkalender ein Bildhauer, der sich dort inden I. 1726-66. befand.

(Friedrich Samuel), Bildhauer undAnfangs Unkerlehrer, dann Lehrer bey der Zeich-nungs-Malerey und Architekur-Akademie zu Leipzig ,geb zu Gromsdorf bey Weimar 1722. Von ihmkennt man Gellertü Grabmal, nach Ocsers Zeich-nung , in der Et. Johanns-Kirche zu Leipzig (1772.);dann (1789.) die profilieren Kopfe des Herkules undder Omphale , nach einer bekannten Gemme. Men-sel 1. u. 1i. In dem HZ. L. L. erscheint er, dochohne neuere Notitzen von ihm, noch unter denLebende», soll aber, Privatnachrichten zufolge,in 1799. oder 1800. verstorben seyn. Geliert'sMonument hat C. G. Geyser nach ihm gestochen.

* (Hugo oder Joh. Hugo ). Derselbewar ein geschickter Freskomaler zu Frankfurt am Main , der seine Kunst an dem Aeußern vielergroßen Häuser daselbst bewiesen hat. und wo erauch >727. 53 I. alt verstorben ist, und in dortigerDominikaner -Ki-iche begraben liegt. Hüsgensst. A> S. 3 i 3 .

Schleich. 1499

Schlegel (Jeremias). SoheißtinMeus.Mus. XVll. 386 . ein berühmter musikalischer In-strumentmacher, und zugleich großer Malereylen-ner, der in 1792. zu Basel in der Schweiz , 62.I. alt gestorben sey. Nach Ebendess. HZ. Misc.V. 568 . besaß er selbst ein ausgewähltes Kabinct,und handelte auch mit Gemälden; mit beygefüg-ter hochpeinlich nöthigen Bemerkung:Jedochauf honette Art".

(Joh.Gottfried) wurde um 1769. Herzogl.WeimarischerLaudbaumeistcr, findet sich aber bereitsum 1773. in dortigem Hofkalender nicht mehr.

(Paul). So hieß, nach Srepner(lnsoript. ftipsiens. p. 32 g.) ein Baumeister, der,vermöge der Jnnschrift 1670. die sogenannte Was-serkunst zu Leipzig anlegte.

(Theobald). Und so bey Meusel I.(1778.) ein Chaisenmaler, der um diese Zeit zuFrankfurt am Main arbeitete. Ebendas II.(1789.) und eben so wenig im hs. R. L- erscheinter nicht mehr.

( ) Ein solcher erscheint 1804. als

Königl. Preußischer Kriegs- und Domainenrathund Baudirektor bey der Litthauer- Kriegs- undDomainenkammer zu Gumbinnen . Er war zu-gleich Mitglied der dasigen immediaten Forst- undBaukommission.

( ) So heißt auch bey Liporvsky,

ohne Weiteres, ein Maler zu Landshuk um 1664.von welchen» sich in der dortigen H. Geists-Spi-thalkirche ein Altarblatt, der H. Sebastian, befindet.

Schlehen husch (HansHeinrich) wurde imI. 1616. von dem Grafen von Stollberg dem Reichezur Verpflichtung als Münzwardein vorgestellt.Man verweigerte jedoch diese demselben auf solange, bis er einen untavelhaften Abschied vonder Stadt Worms (bey der er vorher in Dienstenstand) beybringen könne. Hirsch deutschesMünzarch. Th. VII. E. 4 o 6 .

Schleich (Carl), älterer Sohn des nachfol-genden Johann Carls, und dessen Schüler, geb. -zu Augsburg 1789. legte sich anfangs auf diepunktirte Manier, dann aber. als er mit seinemVater den Ruf nach München erhielt, auf dastopographische Studium. Blätter von ihm siehtman in A. von Riedl Baierschem Stromatlas.Um i 8 n>. arbeitete er an der Baicrschen Postkarte.Liporvsky

(Joh. Carl, auch bloß Carl), Kupfer-stecher, geb. zu Augsburg 1729. und seit 1804.Hofkupferstecher zu München , lcrnre bey Jung-wirth in München ; aber seine» wcirern Fortganghatte er vornehmlich Mcrtenleitern zu danken. Donihm kannte mau schon um 1789. Fr. MicrisBildniß, nach diesem selbst (wahrscheinlich ausder Münchner -Galerie); dann: l-lopo nur 8 in§hove, nach Reynolds, in gehämmerter Manier;einige gut getroffene Bildnisse, wie;. B. des Fürst-Bischofs Max, ProkopS zu Rcgenoburg, der bey-den Augsburgische» Rarhspfleger P. von Stettenund I. A. von Jmhoff, u. s. f. Mehrere Arbei-ten für den M- Engclbrechtischen Kunstverlag zuAugsburg ; wie wir glauben, auch Scenen ausdem Siegwart. Er lebte noch 18»o. Meusel'sP?. L. L- Zu München war er vornehmlich beydem dortigen topographischen Bureau angestellt.Zu seinen neuesten Arbeiten gehört: Ein Plan desEnglischen Gartens zu München ; dann Blätter zudem Ricdlschen Strom-Atlasse. Liporvsky.

(Joseph), ein zweyter Sohn und Schü-ler Joseph Carls, geb, zu Augsburg 179». warum 1810. ebenfalls beym Königl. TopographischenBureau zu -München angestellt, und arbeitete dortan den großen Bayerschen Kreiskarlcn. Liporvsky.Welcher von den beyden Gebrüdern Schisich um1807. einen Plan der Stadt München , nach Green's

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