Band 
Zweyter Theil [3].
Seite
1501
JPEG-Download
 

S ch l e t t e r.

von ihm die Büste des H. Kurfürsten, jetzigenKöniges von Sachsen , in Marmor; dann eineMinerva in Bronze. Letztere Figur, an der mandas Studium der Antike erkennen wollte, nenntman brav gearbeitet. Trügen uns unsere Ver-muthungen nicht, so ist er Eine Person mit demfolgenden Georg Schkerrer.

Schierrer (Georg). So heißt in : Dresden ,zur Lenntmß seiner Häuser, ganz ohne Wei-teres, ein Bildhauer daselbst -798. S. den gleichvorhergehnden Art. Schiert.

— — ( ). So soll auch ein Kupferstecher

heißen, der nach Doucher ein Kind, das Seifen-blasen macht, nach Geßncr eine Landschaft, undmach Weirotter ebenfalls eine solche, alle in Quart-format gestochen habe.

* Schienen (I. D. und I. G.), hießen

Johann David, der jüngere von diesen Brüdern,der altere aber Johann Friedrich, beyde geb. zuBerlin . Von ihnen fuhrt Mensel I (1778.) an:Bildnisse und historische Blätter nach Pesne ,Dietrich, Rode u. s. f. Z. B. Phantasieköpfe nachden beyden erster»; nach Rode die vier Jahrs-zeiten, den Muselmann und die Armenienerinnen.Dann 18. Bildnisse vor so viel Banden derA. D. Bibliothek, ohne wcitern Namen, als denihrigen. Ein Verzeichniß meines scl. Vatersdann noch mehrere, »ach Eriksen (nicht Erilsen,wie es^bcy ZZasan sec. heißt), I. Esperlin(Isaak Jselin, wohl eben für genannte Bibliothek),Handmann (Albr. von Haller), R. Lisiewsky (S.Eocceij's), B- Rode (Lavaters), u. s. f. Ferner:Handwerke (20. Bl.); aber überall, ohne zu be-merken, von welchem der beyden Bruder die eineoder andre der obigen Arbeiten sey. Einzig nenntder Katalog von Wmkler ausdrücklich als Arbeitvon Johann Friedrich das Brustbild eines Judennach Pesne, und heißt es dabey: ein gutes Blatt.S. auch die beyden gleich ff. Art. I. F. w. undI. LV. Schleusn. Bey Mensel II. (1789.) er-jcheinen sie nicht mehr. ^

— — (I. F- W.), der jüngere; ein Kupfer-stecher zu Berlin um 1799. Zu Wiedemann's Ueber-setzung von ssuvier's Entwurf der Naturgeschichteder Thiere (Berlin 1800. 2. Theile in 8°.) hat der-selbe schlechte Blätter radirt.

— — (I. W.), ein Kupferstecher zu Berlin .

Um 1780. stach er allerley Sachen zu den Schriftender Berliner-Gesellschaft naturforschender Freunde.(Hier nennt er sich: /^. §c/r/er<r »^rm.),- dann

weiter, mehrere Landkarten nach Sotzmann. In1795. war er noch am Leben. Ob von diesen bey-den letztgenannten Künstlern beyde, oder auch nurEiner, von den zwey vorgenannten Brüdern ebendieses Geschlechts wirklich unterschieden seyen, istvielleicht noch die Frage. Glaublicher aber sind dieunsrigen Söhne der erster«.

Schleunig (Johann Georg). Ein solcherwurde bey Errichtung der Bayreurher-Kunstakademie1766. als Bildhauer und Formengießer derselben an-gestellt, und erscheint auch noch 1761. in dieser Eigen-schaft. Gedachte Akademie gieng jedoch 1760. wiederein; wo dann unser Künstler etwa hingekommen seynmag, ist uns unbekannt. Spies Brande 'bur-

gischeMünzbelustigungen Th. III. S> 92 segg.

Schleusn er (Christoph), ein Kunstmaler zuGern im Vogtlande. Ihm wurde 1684. ein Sohngeboren — Alles was wir von ihm wissen.Dresdner gelehrt. Anzeiger, Jahrg. 1772.S. 62. unter dem Art. seines gedachten, dem Ge-lehrtenstande beygelreteneu, Sohnes JohannChristoph.

* Schley (Jacob van der), Zeichner undKupferstecher, geb. zu Amsterdam 171h. DieserKünstler gilt für einen der beßten Schüler vonPicard, bey dem er von seinem zwölften Jahre anarbeitete. Aus Liebe zu seinem Lehrer beendigte er

Schlicht. r§c»r

mehrere Platten, die bey dessen Tode unvollendetgeblieben waren, und es befinden sich unter denStichen von Picart eine Menge des Schülers, dieder Lehrer bloß geleitet hatte. Rost VI. 221—22.Dort werden von ihm genannt: Vörderst mehrereBildnisse; wie z. B. seines Lehrers Picarts nachM. des Ängles, des Marquis I. B. B. d'Argensnach Th. van Pee u. s. f. Dann: Sinnbild gött-licher Gerechtigkeit, und die Schlacht bey Fernac >und Chataigneraye: Alle dies von 1722—51. datirt.Indessen führt ein Verzeichniß meines sel. Vaters,nebst einem Bildniß A. F. Prevost's nach G. F.Schmidt, dann einem Blatte: Anglikanische Com-munion in St. Paul zu London , und 5 . Bl. zuTrembley's: lVIemoires pour servir ä l'ljistoirecl'un genre Pompes cl'eau rlouce (Hessen 1754.) noch sein Wichtigstes an; nämlich i 5 . Bl. zudem in 1746. zu Amsterdam erschienenen treflichenDonquixotte in Quarto, nach C. Coypel. Dannnennt der Katalog von Winkler 12. Blatter ge-schichtlicher und allegorischer Vignetten und Culs-de-Lampes, als eine geschätzte Folge; ferner eingroßes Blatt, welches die Faqade des Alt-Männer-und Weiberhauses (zu Amsterdam ?) mit allerleycostumirten Figuren darstellt, nach P. R. van DycksZeichnung. Sein Todesjahr ist uns unbekannt.Doch dürfte er noch um 1772. gelebt haben, da einmit seinem Namen bezeichnetes reinliches Blattnoch in einer in gedachtem Jahr zu Utrecht gedrucktenDissertation von deSmerh cle aere 6x0 erscheint.

* Schley (I. M. van der). SonenntGanrdelltni offenbar keinen Andern, als obigen Jacobvan der Schley.

* — — (I. V.). Und so nennt Basan

(L-l. 8sc.) ebenfalls einen Kupferstecher dieses Ge-schlechts, den er ausdrücklich, von S- (oder viel-mehr I.) van der Schley unterscheidet, und vonihm mehrere große Blätter: Ansichten von Peters-burg , nach der Zeichnung von G. Veiten, und unterdiesen eines anführt, das die sinnreiche Maschinedarstellt, vermittelst welcher ein ungeheurer Fels»ach St. Petersburg gebracyt wurde, der als Basisfür die Bildsäule Perers l. dienen mußte. DiesesBlatt wird auch beyFiorillo (R. S- l>. 96.),und der Künstler I. v. Schley « genannt.

— — (P. van der). So soll der Name einesholländischen Kupferstechers seyn, von dem man12. Prospekte verschiedener Dörfer, nach I. deBeyer, i» längl. 8°. kennt.

* — — (S. van der). So nennt Basan (T6.sec.) irrig den Jacob van der Schley .

Schlicht (Abel), Zeichner und Kupferetzer,ehedem auch (noch 1789) Kurpfälzischer Hofbau-meister zu Mannheim , und Professor der Kunst-akademie zu Düsseldorf, geb. zu Mannheim 1754.lernte die Perspeknv bey Loren; Quaglio, widmetesich alsdann der Baukunst, arbeitete aber nachherimmer als Kupferstecher, und gab mehrere schöneBlätter in getuschter Manier, welche sowohl durchdie Wahl seiner Gegenstände, als durch die getreueNachahmung ihrer Urbilder und ihre große Wirkungsehr schätzbar sind. Rost ll. 3 -j i. setzt sein Todes-jahr um 1790. an, was aber zu bezweifeln steht,da ein Mittag nach Cl. Gelee, in GchlotterbecksGesellschaft, nach Nahls Zeichnung geetzt, von1798. — wenigstens datirt ist. Mensel L 7 .L.

L. führt ihn daher (1809.) »och inner den Lebendenan. (Sind doch so viele wackre deutsche Künstler,schon seit vielen Jahren, ungerne genug, lebendigtodt!). Neben obigem Blatt nennen dann Rostund Mensel II. cc. so wie des letzter» Mus. X V.118 — 20. von ihm: Schöne Landschaften nachBerghem, Pynacker, van de Beide und Vernet , vonwelchen das Blakt n. fl. kostete, und namentlichein Sturm »ach diesem letzte, II aus der Mannheimer -Galerie von dein H. von Beroldingen in Men-sel'« Mus. X. 2H2-<)(,. ausführlich beschriebenund gepriesen wird. Ferner Ruinen von Corinthmit einem Pendant, nach Pannini, beyde wieder