Band 
Zweyter Theil [3].
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1502
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i5c>2 Schlicht.

aus der Galerie zu Mannheim (jedes »». fl.); V uefl'un ' 1 'emplo er Vus ä'une prisvu sehr großeBlätter/ nach Bibiena (jedes 4 - st )- Dann dreyBlatter lustiger Zecher, nach Brouwer jedes i. st.3 o. kr.). Endlich, ohne weiter» Namen, als denscinigen: Vier Ansichten des zerstörten SchlotesHeidelberg (jede 9. fl. öo. kr.); anderwerks (Tu li.Morgenb!. » 8 og. Int. Bl. S. 7 ".) werden die-selben sämtlich, bey Mohr und Zimmer, zu 6. fl.ausgeboreu; ein »nterirrdisches Gefängniß für'sTheater (»». fl.) dies ausdrücklich mit seinem: lnv.bezeichnet, zwey andre Gefängnisse, von ihm er-funden (jedes 2.fl. 45 .kr.), und noch zwey Lhcacer-dekorationen (jede 4 -fl-)- Irgendwo finden wirnoch: Das Churfürst!. Zeughaus zu Mannheim ,nach Verschaffe!! (1786.). Die AUgem Auiist-zeirung 180Z. S- 197. nennt ihn: „jetzt Theater-maler", und sagt von ihm, neben Andern,: „Erwar einer der ersten, weiche die Aquatinta-Manierwieder hervorsuchtcn."

Schlrchr ( ), Feuerwerker bey dem Königl.

Preussischen Feldartilleriekorps zu Berlin ; dannMathematikus und Zeichenmeister an dem großenMilitair-Wancuhause zu Potsdam , wo er um »799.lebte. Mir Schirmer, Oberfeuerwerkern gedach-ten Artillerickorps, stellte er ans Licht: Anleitungzur Mestkunsi (Berlin 1788. gr. 8°. mit Kupf.)

Schlichtegroll (Friedrich). Von diesemberühmten Deutschen Gelehrten kennt mau vördcrstseine treflichc Erklärung zu dem bey Frauenhol;in vier Heften erschienenen schönen Werke: l'iorrss^ravössücc.welche 4ist. kosteten. Dann seineAnna-len der gesammren sslumismatik, von welchenaber leider bisher (Gotha (1804—6.) nur der ersteBand, und ein Heft des zweyten erschienen waren.Endlich erst in ganz neuern Tagen ein Pamphlet:Ueber die Geschichte des Studiums der alceuMünzkunde . 40. München 8 r I. bey Stöger. 75.

'^Schlichten (Ioh. Franz von), des nachfol-genden Job- Phil. Sohn, geb. zu Mannheim 172h.Nach dem Tode seines Vaters gierig er nach Italien ,und lernte zu Bologna fünf Jahre lang bey FelixTorclli und zu Rom drey Jahre bey Sedast. Conca.Man hat von ihm Kabinetsstücke im GeschmackeNerscher's und Metzu's. Schnecken gelangen ihmganz vorzüglich. Derselbe erfand auch eine ArtBasreliefs zu maleu, die auf verschiedene Marmorund seltene Steine aufgesetzt zu sey» scheinen, mitder höchsten Täuschung für das Auge. Auch besaßer ein beträchtliches Naturalien - und Zeichnungö-Kabinct. Er starb als Kabinetsdirektor der churfürsii.Gemälde Galerie zu Mannheim 179h. Mensel 11 .(In Ebendes. ssl M»sc. 1. 129. heiße es, gegensein angenommenes Geburtsjahr streitend, 60. I.alt). In dem Pfalz -Bayerschen Museum ,786.Heft III. findet sich von ihm ein Aufsatz zum Unter-richte für angchnde Liebhaber der Malere»).

* — — (Johann Philipp von), der im

Lex. ohne Taufnamen erscheint. Auch vonMann-

lich, der ihn bloß Philipp nennt, daß seine

Manier mit A. van der Werfs, den man für seinenLehrer halt, viele Aehnlichkcit habe. Derselbe kamzu Carl Philipp, Kurfürsten von der Pfalz , inDienste nach Mannheim . Dort finden wir ihnum 1720. und starb er daselbst in großer Achtung.Sein Todesjahr wird nicht genannt. In der Galeriezu München sieht »irrn, von ihm: Den auf der Fidelspielenden Landmusikanten, nnd einen sterbenden Et.Andreas, beydes kleine Bilder. Ein Gantkatalogführt eine seiner Handzeichnungen in Rothstift (St.Sebastian nach Anton (?) Spranger) von 171Z.datirt an. Der Anhang des Lexikons verwechseltden Sohn mit dem Vater.

Gchlie (Gottfried), Maler aus Rußland . Indem Dresdner -Adreßkalender- auf » 8 »o.S. rrZ. wird derselbe unter den charakterisirte» zuDresden sich aufhaltenden Personen, dabey aberganz ohne irgend einem Ehrenpradikate aufgezahlt.

S ch l ö g c l.

Sch lieben (Henriette, Fräulein von), erscheintauf der Dresdner -Kunstausstellung von 1808. mitzwey Blumenstücken: Orasula coccmea, und dieBouquet-Wicke. 7175 c.

— — (Wilhelm Ernst August von),^ ein

Sachse, ehemals Lieutenant bey dem Chursächsi-schen Infanterie-Regiment Prinz Clemens zu Langen-salza, etzte in »806. die von dem Magister H. A.Töpfer zu Grimma herausgegebene anthoprolo-gische Karte aller Anlagen und Fähigkeiten desMenschen, in ihrer Verbindung u. s. f. als Pendanteiner andern encyklopädischen Generalkarte allerWissenschaften; mit der beygefügten Empfehlung:„Beyde wiederholen dem Geiste unsrer Zeit jene er-habene Denkschrift: Erkenne dich selbst" ! Nachder Schlacht bey Jena hielt man es für besser, ihindie Stelle als Oberlandfeldmesser zu geben, inwelcher Eigenschaft er auch noch 1811., damalsungefehr Zo. Jahre alt, in Dresden lebte. Der-selbe hat zu Engelhards Lehrbuch der Erdbeschrei-bung Sachsens eine Schulkarte (worauf Gewerbeund Produkte durch Zeichen, historische Data durchZahlen bemerkt sind) in gr. Fol. entworfen, die aucheinzeln verkauft wird. Er selbst gab in 1810: Derselbstdelehrende Feldmesser (Pränumerat.Pr. i.Rthlr.) heraus. Auch kennt man von ihm mehrere-in die Kriegskunst einschlagende Schriften.

Schlingencron (Bernhard von), General-Feldquarkiermeistcr (wohl in Oestreichischen Dien-sten). Er zeichnete eine: „Eigentliche und wahr-hafte Vorstellung der R. K. Kriegsarmata — so»68Z zur Defension der werthen Christenheit widerden Erbfeind zusammengeführt worden". Dieselbeenthält auf 4 - Regalbogen die Gegend und dasLager von Preßburg . Ungrisches Magazin B.il.St. Z. Preßburg »782. S. 220. blA 8.

Schlippenbach (Madame von), Gattindes Freyherr» Ulrich von G- zeichnete die Blätterzu dessen treflichen malerischen Wanderungen durchLiefland. 8°. Riga und Leipzig 809.

Schlltterlau (Friedrich Gottlob), ein Ku-pferstecher zu Dresden , der aber zu viel gab, umschön arbeiten zu können , war dorr geb. »720. undgest. »782. Neben Andern» hat er Bildnisse nachI. M. Grosniami, C. G. Fechhelin, F. S. Schulzerc. geliefert; der Accoucheur Langbein dürfte einesseiner beßten seyn, man findet es aber selten. Ueber-haupt erhob er sich in Bildnissen sowohl als inProspekten u. s. f. kaum bis ans Mittelmäßige.

Schlöder (Martin). So hieß einer der achtMaler, welche an die von 1678—80. erbaute neueCatharinen-Kirche zu Frankfurt am May» ihreKunst verwandten. Vor? ihm waren auch dieWappen und Schriften oben rings um den Baar-füßer Thurm; von erstrer Arbeit soll noch Weniges,von letztrer gar nichts mehr ersichtlich seyn. Hüs-gen ssl. A S. 2Ö2. War es etwa dieser,' odereiner von den sieben Andern, der dort die Geschichtedes Propheten Ella so.darstellt, daß er neben dem-selben einen Käfich mit jungen Raben anbrachte,um die Alten zu locke», jenen Nahrung in die Wüstezu bringe», die ihnen dann der Prophet vor demSchnabel wegnahm?

Schlägel (Michael), Verwalter bey demWienerschen Verpflegungsstabe., gab in 1810.wahrscheinlich als bloßer Kunstdilettante eine plasti-sche Vorstellung der Schlacht bey Aspern . Un-mittelbar nach diesem großen Vorfalle hatte er dieGegend bereist, und mit seinem zwölfjährigenSohn »7. Monate lang an dem Werk gearbeitet,welches er jetzt zur Schau ausstellte. Es ist nichtmöglich, einen, der nie auf dem Schlachtfeldewar, auf eine anschaulichere Art dahin zu versetzen,als es durch dieses Werk. geschieht. Die Figurensind gegen 2" hoch, in den verschiedensten Stellun-gen, von bemaltem Wachs, so daß man jedesRegiment leicht unterscheidet; und in Allein sindes über hooo. Eine nähere Beschreibung davon