Band 
Zweyter Theil [3].
Seite
1503
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^ Schloenbach.

s. in der Zeitschrift: Oaris, Wien und LsndsnUI. 2 ) 3 - 45 .

Schioenbach (August Wilhelm), Baukon-dukteur in Königl. Preussischen Diensten, um 1800.In i 8 v 4 - scheint er von diesem Posten abgetretenzu seyn. S. auch den gleich folgenden Art.

( ), um Oberbaurath zu

Preussisch-Münden, aus dem Weimarischen ge-bürtig. Man kennt von ihm: versuch eines Vor-schlags zu einer holzersparenden Bauarr, beyrvirthschaftlichen Gebäuden auf dein Lande(Berlin 1768 ). In 1766. schon erscheint er alsBauinsvcktor zu Berlin . Ist er vom Obigen ver-schieden ?

Schloezer (Carolina von), geborne..

geb. 1753. und gest. i 8 » 8 . hatte den Ruhm, die ersteKunststickeri» Deutschlands zu seyn, und wurdedafür 1808 zum Ehrenmitgliede der Akademie der bildenden Künste zu Berlin aufgenommen. Aufden dortigen sowohl als auf deu Dresdner u. a.Kunstausstellungen sah man von ihren schönen Ar-beiten Mchrereö. Auf dem Berliner-Salon

noch in 1806. Tübing. Morgenbl. 1808. S. 264.

Gchloezzer od. Schlazzer (Joh. Gott-lob), war in 17g5. Kondukteur beym Königl. Oberhof -bauamte zu Berlin , und in 1809 ebendaselbst Bau-inspektor und Professor bey der Akademie der Bau-kunst, an der er damals architektonische Zeichnungenverfertigen lehrte.

Schlomach^ (Melchior), auch irrig (inZirschkens sächsisch. Lriegsstaare) Schlam-mach genannt, Churfürst!. Sächsischer General-Quartiernicister - Lieutenant. Nach einer seinerZeichnungen von ibsi. hat Sam. Weißhuhn dieBelagerung von Görlitz , umgeben von einigenkleinen Ansichten dieser Stadt, in Kupfer gebracht.Er stand bey seinem Herrn, seiner seit 1835. ge-leisteten treuen Kriegsdienste wegen, in solchemAnsehn, daß dieser ihm, nach Beendigung desbreyßigjährigen Krieges, nicht allein die Haupt-mannschaft über mehrere Aemter und Städte über-trug, sondern auch i 65 i. vom Kaiser den Adelstandzuwege brachte. Am 16. May 1678. trat er in sein71. Jahr, und trug damals den Titel als Churfürstl.Kammer- und Kriegsrath. Da wir diese Personalienaus einem handschriftlichen, seine Familie betreffen-den Werke genannt haben, so wird hiemit auch einIrrthum des Ober lau silbischen MagazinsJahrg. 1777. S. 5 i 6 . berichtigt, das seinen Tod in1880. oder 8i. setzt. Nach Adelungs Verzeichnißder Landkarten und topographischen^Blätter Sach­ sens S. 6. hat er auch eine Generalkarte von densämtlichen Chur - und Fürstl. Sächsischen Landengezeichnet, wovon sich ein Copie wie es scheint,(indem dieselbe mit 1879. bezeichnet ist) noch aufder Königl. Bibliothek zu DreSden vorfindet.

Schloßer (Johann Georg), ein Juwelierund Goldschmied zu Dresden , wo er sich 1888. ver-beyrarhete. Wir kennen ihn einzig aus den Per-sonalien einer Leichenpredigt.

(Zacharias), Bürger und Oberältesterder Goldschmiede zu Dresden , geb. 1597. Zu Frey-berg u. gest. i 854 - zu Dresden , wo er in der Frauen,kirche begraben liegt. Michael Frauenk. S. 3 i 5 .

* Schlot (Georg) Seine Fresco-Arbeit imRefektorium der Karmeliter zu Frankfurt hatte dieProcession der Geistlichen nach dem Berge Karmelzum Gegenstand, und datirte sich von i 5 i 5 . Hüs-gen M A S. 20. glaubt, daß vielleicht auch dienoch vorhandenen Frcscobilder in den Zellen unddem Speisezimmer des ehemaligen Weiß-Frauen-Klosters, mit gleichem Datum bezeichnet, ebenfallsseine oder dann seiner Zeitgenossen Glasser oderSchweb Werk seyn dürften.

Schlorheim (... von), ehemals in Königl.Preussischen Kriegsdiensten; ein Kunstliebhaber undselbst Zeichner. Derselbe ließ es sich Mühe undGeld kosten, um in Gotha (wo oder in welcher

Schlotterbeck. i§oZ

Gegend er sonder Zweifel geboren wurde) eineSteindruckerey zu errichten. Aus dieser Offizinnennt man ein sehr artiges Bildniß des Herzogsvon Gotha ohn« Bezeichnung; und eines des AbtsVogler, bezeichnet: öacto/e» sei. Unterdessensoll unser Dilektante dieses Steindruckerey-Geschäftdoch nicht ersprießlich gefunden, und 1810. umwelche Zeit er eine Civilanstellung zu Gotha erhielt,dasselbe aufgegeben haben. -(Mündliche zJachr.)

Schloeeer (JohannAndreas). EingedruckterNeujahrszettel der Innung der Gold- und Silber-arbeiter zu Dresden von 1782. führt, unter denMitgliedern derselben, einen solcben unter der Ru-brik Zeichenmeister auf. Schloreer war imJahre 1728. in bemerkte Innung getreten.

Schlotterbeck (Christian Jacob), Malerund Kupferstecher, geb. zuBoehlingen im Würtem-bergischen 1787. und seit 1782. Hofknpferstecher zuStuktgard. Erstudirte anfänglich Medizin, über-ließ sich aber bald mehr seiner Neigung für dieKunst. Da er ohne Unterstützung war, so hatteer mit vielen Hindernissen so lange zu kämpfen, biser endlich in die Militair-Akademie aufgenommenward. Nun befand er sich in seinem Wirkungs-kreise, widmete sich ganz der Malerey, und studirtedaneben das Kupferstechen unter Müller. In derPastellmalerei), wozu ihm Tischbein die Aufmun-terung gab, will er einen Grund erfunden haben,worauf die Farben haltbar, und fast so fiy wie Oel «färben seyn sollen. Um 1788. soll er sich, nachBasan (. 8«c.) in Paris befunden haben. Schon1780. kannte man von ihm: la Uoconnoi'sssnce,nach Guibal. Dann von da an bis 1788. mehrereBildnisse berühmter deutscher und andrer Männerund Frauen (Guibals nach Melling, A. F. Harpersnach Mal). Thaerdmch, Tirians Maitresse nachDemselben, für das Galeriewerk des Palais Royal ;die übrigen ohne weitem Namen als den (einigen)meist für die Buchhändler, als Büchertitels- undAlmanachs Verzierungen. Ferner ein (ungenann-tes) historisches Kniestück, wieder aus der GalerieOrleans . Die Litteratur davon s. bey Mensel H.Dann diejenige keiner spätern Arbeiten, von 178999. in Ebendess zJ. R L- Es sind wieder einigeBildnisse nach Graf, Hauber und Tischbein, einFrauenzimmer und ein Bacchus nach Golzius, vierPlatten Gemmen (wohl zu dem SchlichtengrollschenWerke), ein Mittag und Abend nach Gelee (erstererin Gesellschaft mit Schlicht nach der Zeichnung vonNahl) beyde aus der Galerie zu Cassel (s. k. allevier Tagszeiken, jedes Blatt zu 8. Rthlr.); dieEiche des Silvans, nach einer Zeichnung vonHackert (2A Nthlr.); eine Landschaft nach I.Both (nicht I. Prokh, wie es bey Meusel heißt),diese in Aquatinta; und eben so ein Heft von vierBlattern (4. Th ): Ansichten von Dessau undWörlitz (diese gemeinschaftlich mit Haldenwang).Rost II. ö- 18 . nennt noch: Eine Herodias, undzahlt solche, nebst seinem frühesten Blatte nachGuibal, und den Bildnissen von Bernsstorf, Guibal,Harper, Mad. Mengs, Moses , Schubart, Senger,und Titians Liebchen, zu seinem Beßren Eingroßes Lob erhalten im Meuselschen ArchiveI. ( 3 .) 22. seine beyden genannten Blatter nach Ge-lee, und dasjenige nach ( vth(i8c>2.),welches iZ.st.kostete. Ebendas. II. ( 3 .) 107. wird sein BildnißR. Z. Beckers ( 3 . st. 36 . kr.) nach F. Tischbeinzwar nicht brillant und ganz vollendet, aber derKopf geistreich und sprechend, so wie das Gewandund die Umgebungen sorgfältig und fleißig geheißen;dasjenige von Garve nach Graf (1. c 139.7 über-haupt gerühmt (jedes kostete 3 . fl. 36 .kr.), so wieauch (I. e. i/ch.) das von F. Kobell nach Haubertbis auf eine Falte des Ermels (!) (dies ä 2. fl. 24.kr.). In neuern Tagen hielt sich dieser Künstlerwieder an seinem Geburtsorte, halb als Landmann,halb als Künstler auf. Wahrscheinlich gehören auchihm (nicht dem nachfolgenden w F. Schlotterbeckzu Wien ): Aussicht von Vietri , und die Grottedes Neptuns, nach Hackert (jedes zu 2?r TH.);die beyden Aussichten der Felsengesiade von Sorre»