r 5 v 8 Schmid.
Schmidt ), Baumeister zu Prag um 1778.baute in Borromini's Geschmacke, wovon dasGrast. Kaunizische Haus in der dortigen kleinernStadt, welches er von 1771—75. errichtet hat,zum Beyspiel dienen kann. Mensel I. InEbendess. ll. (1789.) erscheint er nicht mehr.
— — ( ). So heißt in einer unsrer Hand-
schriften ein geschickter von Linz gebürtiger Land-schaftsmaler in der zweyten Heilste des XVIII.Jahrhunderts, ursprüglich ein Schuster. Derselbehakte einen Bruder zu Wien , der dort ebenfallsdiesen letztem Beruf trieb. Als er dessen Wohl-stand vernahm, gieng er hurtig nach der Kai-serstadt, warf aber seinerseits Pfriem, und Knice-riemc weg, fieng (ob einzig durch Selbstunterricht,ist uns unbekannt) an, Landschaft zu malen, undkam bald in eine so große Pratik, daß alle Lröd-lerweiber Arbeiten von ihm ausstellen wollten.Es war eine Lust, ihn handthicren zu sehen. Ge-wöhnlich bearbeitete er bis auf — acht verschiedeneGegenstände zugleich , setzte in alle zuerst das Blauder Luft ein, dann ebenso der Reihe nach in jedesdie Wolken, dann den Hintergrund u. s. f. biszum Vorgcund. So entstanden bis Abends, 8vollendete Landschaften von Sonnen - Auf- undNiedergang, Sommer und Winter, Feuersbrünsteund Donnerwetter, Alles sehr originell, da ernämlich alles Nachahmen verwarf, und daher auchdas bloße Perspekkivmalen, als Eklavenwcrk nichtausstehen konnte. Alle reisenden Bilderhandlerkehrten bey ihm ein, und lauften bey Dutzendenseiner Arbeiten; daher er sich auch bey Freunden mitvieler Zufriedenheit häufig vernehmen ließ, wieweit besser er bey seiner Palette, als einst bey demSchustcrpfricm sich befinde.
— — ( ), ein geschickter Zinngießer zu
Leipzig . Nach der Zeichnung von F. A. "Krubsa-cius verfertigte er einen schöne» zinnernen Sargfür die Herzogin von Curland, Johanna Magda-lena, eine Sächsische Prinzessin. Derselbe ward vonBemigeroth gr. quer Fol. 1782. in Kupfer gestochen.
* — — s. auch die gleich folgenden ArtikelSchmidt und Schmied; dann auch diejenigenSchmirhs, Schmir u. Schmier, theils im Lex.theils in gegenwärtigen Zusätzen, theils in beyden.
Schmidburg (I. R. Freyherr von), Haupt-mann in Oestrcichischcn Diensten zu Prag ; einZeichner von Landkarten. Man kennt von ihmden Oestreichischen Kreiß (Weimar 1801. Preiß10. Gr.): Ost - und Westgallizien nach dem Frie-densschlüsse von Wien 180g. u. a. mehr für denVerlag des Jndustrie-Comtoirs zu Weimar .
Schmid el (CasimirChristoph), Fürsil. Dran-denburgischer Leibarzt, geheimer Hofrath und Prä-sident des medizinischen Collegiums zu Anspach;geboren zu Bayreuth 1716. Dieser bekannte Na-turhistoriker sagt in seiner Vorstellung einiger merk-würdigen Versteinerungen (Nürnberg 17804°.) erhabe Zeichnungen von dergleichen entworfen.
Schmidhammer (Johann Christoph), einKunstverleger zu Nürnberg , um die Mitte desXVIIl. Jahrhunderts. Ohne Zweifel war er auchselbst Kupferstecher, da einzig sein Name und excucl.oft auf schlechten Kupferblättern allerley Inhaltsgetroffen wird.
— — (Joh. Heinrich), wurde in 1766. alsMünzmeister zu Bayreuth angestellt. SpiesBrandenburg. Münzbelustig. Thl. III. S. 74 -
Schmid Häuser (Johann Christoph). Soheißt irgendwo ein älterer deutscher Kunstverleger,zu welcher Zeit eigentlich, ist uns unbekannt. Beyihm fand man z. D. allerhand Gattungen Vogel(zweymal 4. Bl.), allerhand Gattungen Blumen(zweymal 6. Bl.), Ovidische Verwandlungen,u. s. f. (6. Bl.)
Schmidt (Albrecht). So hieß ein Augsbur-gischer Kunstverlegcr gegen die Mitte des XVIII.Jahrhundrets. Bey demselben fand man z. B.
Schmidt.
ein Bildniß der Kais. Maria Theresia , ohne unsbekannten weitem Namen als den (einigen. Ei-nige nennen ihn auch als unbedeutenden Kupfer-stecher.
Schmidt (Aug. Ferdinand, auch bloß Ferdi-nand), ein Kupferstecher zu Berlin , welcher Land-karten und andere mittelmäßige Arbeiten lieferte.Man findet dergleichen in: Bioch's Fische Deutsch-lands, 4 °> Berlin 782. u. ff. Ebend. Naturge-schichte der Fische Deutschlands (Berlin 178Z— 85 .5 Lhle. 8.). Dort schreibt er sich: Xc/rmicit
minior; Ebendess. ausländische Fische, Berlin 785. u. ff.; v, Hagen's Beschreibung der StadtNeustadt-Ebersw'alde; systematische Beschreibungder europäischen Schmetterlinge, erster Thl. Halle1787.; Bernouilli's Sammlung kurzer Reiscbe-schreibungen, zweyter überzähliger Bd. 1787. 8°.u. s. f. Derselbe erscheint noch i 8 o 5 . als Kupfer-stecher und Kupfcrdrucker immerhin zu Berlin .
— — (Beruh ), Goldarbeiter, geb. z« Dres-den 16Z6. und 1697. daselbst gestorben, wo er in derFrauenkirche begraben liegt.Mich.Frauenk.S. 538 .
— — (Carl), Schüler von Gabel und Schulz,beyder Porcellainfabrik zu Golha, malte Geschichte,Landschaften und Blumen in Miniatur u. s. f.So führt ihn Riebe (Eotha und Gegend S. 246.)an. In 1799. wurde er Herzoglicher Hofmaler,wandte sich aber von da »ach Altenburg , wo erin 1800. als Aeichenmeister des Gymnasiums I.S. Blaettnern folgte (Gorbaisch. Hofk.?. Nachihm kennt man, neben Andern!, das Titelkupfcr;» gedachtem Werke von Riebe (Gotha von derNordseite in kl. quer Fol.) von G- Vogel gesto-chen. Man giebt ihm allgemein das Lob einesgeschickten Künstlers. Er lebre noch zu Altcnburg18 t i. In Meusels vl R-E- wird er ohne Vorna-men , und irrig als zu Gorha lebend angeführt.
— — — — So heißt auch irgendwo, ganzohne Weiteres, ein Baumeister zu Prag 1802.
» — — (Carl Samuel). Derselbe führte denTitel als Kriegs - und Doniainenrath und Ober-baudirckkor der Churmark und scheint um 1780.gestorben zu seyn.
— — (Carl Traugott Sigismund, gewöhn-lich Carl), Kondukteur in Sächsischen Diensten.Er befindet sich seit 1801. (in welchem Jahre erals Navigations-Kondukteur angenommen und ver-pflichtet wurde, s. Dresdn. Polit. A»,z. Jahr-gang 1801. N°. 18.) in Thüringen bey dem großenund schwierigen Wasscrbaue, denman zur Schiffbar-machung der Unstrut vorgenommen hat. Schmidtwar hier noch 1811. beschäftigt, und hat seinenWohnsitz zu Laucha . Ein Mann, der seinem FacheEhre macht.
— — (Carl Wilhelm Friedr.), kommt als Fürst-lich-Vrandenburg-Culmbachischer Titular-Kammer-diener und Goldarbeiter vor. Adreßka-lender.
— — (Christian), s. unten den Art. seinesVaters Johann.
— — — — Rathszimmermeister zu
Leipzig und Andreas Weißmantel von Stras-burg, Polster, führten 1672. einen neuen Thurman der Stadtkirche zu Eilenburg auf. SimonsEilenburgische Chronik S. 10Z.
— — (Christoph), Bürger und Maler zuDresden ; ein Sohn des unten folgenden Georgs.Seine Blüthezeit möchte mithin um die Mitte desXVII. Jahrhundert zu setzen seyn. ChristianAug. Freyberg gesammelte hsachr. v. d.Superintendentur Dresden, eine Handschrift.
— der Kupferstecher desLex. war ein Nürnberger, geb. 1HZ2. Aus einerLeichenpredigt seiner Mutter erfahren wir, daßseine Eltern sich 1634. zu Dresden verheiratheten;daß unser Christoph ihr ältester Sohn, und noch1689. als Bürger und Maler zu Dresden am Le-ben gewesen se», und noch einen jungem Bruder