' Schmid.
chen, das wahrscheinlich um die Mitte des vori-gen Jahrhunderts erschienen seyn mag.
Schmid (Georg),Geschichtsmaler, zierte 1272.auf Befehl des Churfürsten Johann Georgs zu Kö-penik den Saal, und auf dem Rondel über derSilberkammer das Sommergemach. hllcolai.
— — (Gottlieb), Maler zu Nürnberg ; legirteder dastgen Künstlcracademie inoo. Gulden, wasimmer so viel werth als — schlechte Kunstarbeit ist.
— — (Johann Christian), s. oben und imLex. Christian Schind.
— — (Johann Christoph), am Spitzenbergzu Nürnberg wohnhaft, kündigte in 1788. imMense Ischen Mus. II. 52 — 55 . seine Ver-fertigung vorzüglicher Miniaturfarben an. Ob erselbst Künstler war, ist uns unbekannt.
— — (Johann Joseph). Nach einem unssonst unbekannten Künstler dieses Namens hatMasquelier die Schlacht bey Marignan (wohl fürdie Hbleaux pittorosques cie la 8u>ss6, diewir so eben nicht vor Augen haben) gestochen.
— — (Johann Rudolph von), Freyherr vonSchwarzenhorn, Mahler, Kriegsrath und Kaiser-licher Gesandter. Er wurde r 5 g«. zu Steim amRhein, jetzigen C. Schaffhausen, geboren; seinwenig bemittelter Vater, Stadthauptmann undScckelmeister daselbst, hatte sechs Söhne, undbestimmte unsern Joh. Rudolph zum Goldschmidtoder Maler. Ein Offizier, welcher fand, daß erin seinem neunten Jahre schon gut mit der Zei-chcukunst umzugehen verstand, nahm ihn zu sich,und ließ ihn zu Verona die Malerey erlernen.Vier Jahre hatte er nun in Italien zugebracht,als sein Gönner gegen die Türken zu Felde zog,und seinen Liebling zum Begleiter ausersah. Kurzvor einer Schlacht setzte er ihn zum Erben ein;der Officier blieb; Joh. Rudolph aber kam beydieser Gelegenheit in türkische Gefangenschaft.Bis 162s hatte er als Sklave (wo ihm jedochseine Kunst ein erträgliches Schicksal verschaffte)zu Konstantinvpel ausgehalten, als ihn der Kai-serliche Gesandte loskaufte. Seine Kenntniß deritalienischen Sprache (weswegen er oft einen Dol-metscher abgeben mußte), verhalf ihm dazu; undseine Treue und seine Klugheit machten, daß derGesandte ihn an Kaiser Ferdinand II. bchuflichverschiedener Geschäfte empfahl. Zu Konstanlino-pel blieb er i 5 . Jahre Resident. (Anderwertsheißt es, er sey eine Zeitlang in Diensten desKais. Jnternuntius bey der Pforte gestanden, undnach seines Herrn Tod selbst zu dieser Stelle ge-langt). Immerhin wurde er mehrmals als Kaiser!.Gesandter dahin und an andere Orte erkiest. —Seme Geschicklichkeit in Sraatsgeschaften und imNegoziren erwarben ihm den» Frcyherrnstand unddie Würde eines Kaiser!. Hofkriegsraths. Er st.1(167. zu Wien Hin und wieder trift man von ihmZeichnungen an, die dem größten Maler Ehre machenwürden. Seinem Geburtsorte schenkte er einenherrlichen Pokal und sein Bildniß, was man aufdem dasigen Rathhause aufstellte. Noch ist zuerinnern- daß er kein unthätiges Mitglied der zuseiner Zeit blühenden fruchtbringenden Gesellschaftwar. treues historisches Handlexikon 1 l. Ulm 1786. 8°. aus der weitläufigen Biographie diesesmerkwürdigen Manns in C. Mßli's Geschichteder beßten Künstler in der Schweiz , Th. 1 . S.82—154. gezogen.
— — (Joh. Valentin), ein Kunsthändler.
Schad in seiner Pinacothek führt S. n 5 . N°. 44.folgendes Blatt an: Proipekt der Stadt Kitzingen ,samt der Hauptstadt Etwashausen clelin. et excucl.per /.arn-, Zc/rmroi 1702. 8culps. ILla^n-
stocKüeimen 8 i 8 . Erneuert auf Kosten des selig.Authoris Sohn, Joh. val. Schmid 17M s-Bogen in quer Folio.
— — (Joseph), ein Künstler zu Prag um179«. In dem Dresdn. polik. Anzeiger Jahr-
SchlNid. 1507
gang 1794. N°. 16. finden wir, unter mehrernbey Walther in Dresden neu erschienenen Werken,von ihm 10. Blätter nach Original-Zeichnungenvon Rembrandt und Hoogstraten im Gräflich FranzAnton Kollowrathisehen Kabinette (zu Prag ) Fol.Prag (Preiß 3 . Rthl. 8 Gr.). Ein Gantkatalogbenennt von ihm auch eine Handzeichnung, dieeinen ruhenden Jäger, nebst Hunden, vorstellte.Nach Meusel's h? B. L. lebte er noch um 1809.
Schmid (Joseph), der berühmte Lehrer im Pe-stalozzischen Institute zu Uverbun, und nachherigerAntagoniste desselben, gebürtig aus dem Vorarlberg (lebte 1812. in Bayern ), gab 1809. bey Cottain Tübingen : Elemente des Zeichnens nachpestalozzischen Grundsätzen gr. 8°. (i fl. i 5 kr.)
— — (I. F-), ein Landkartenzeichner zuWien , wo er für den dasigen Verlag von Schrämblarbeitete. So B. die Wallachei, Moldau undBessarabien 1788. (a. h. 1807. wahrscheinlich jetztneu feil geboten zu 18. Gr. bey Gerard Fleischerdem jünger» zu Leipzig ), Taurien u. s. f.
— — (Laurentins), Zeichner und Kunsthänd-ler , s. oben seinen Sohn Joh. valenr. Schmid.
— — (Ludwig). Unter einer Anzeige neu er-schienener Landkarten finden wir: Neueste Kartedes Herzogthums Oestreich, des Jnnviertels undder Grcefschaft Neuburg ; mit angemerkten Poststa-tionen und Commerzialstraßen, ganz neu bearbeitetund gezeichnet von Ludrv. Schmid, IngenieurGeograph. Wien 1800. (Pr. 1 Rthlr. 16 Gr.)
— — (Matthias). So heißt bey MeuselII. (somit um 1789.) ganz ohne Weiteres, einKurpfalz-Bayrischer Hofmaler zu München . InEbendas. iJ. B. L- (1809.) erscheint er nichtmehr. S. auch unten Marrh. Schmidt.
— — (Maximilian). Und so irgendwo,ganz ohne Weiteres, ein Mitglied der Künstler-akademie zu München 1770. Ob er vielleicht mitobigem Matthias derselbe, und sodann, wahr-scheinlicher hier, sein Taufname unrichtig erscheinendürfte?
* — — (Michel Matthias). Derselbe ist ver-muthlich der nämliche, den M'colai: WaltherMatthias Smids nennt. S. unten diesenArtikel.
— — (Peter), Maler zu Stettin , gab 1809.(Leipzig bey Feind in Commission) eine ziemlichgelobte: Anleitung zur Zeichenkunst, beson-ders für diejenigen, die ohne Lehrer dieselbeerlernen, so auch für Aelrern, die ihre Bin-der selbst darin unterrichten wollen. X. und1Z4 S- 8 °. mit Kupf. 2 Lhle. Im Tüb. Mor-genblart 1810. S. 944 - heißt es von ihm: „Der-selbe habe jetzt den Gang seines Unterrichts nochnaturgemäßer eingerichtet, indem ersinne Zöglingeeinzelne kleine Theile »ach Modellen zeichnen lasse,um sie so zu zweckmäßiger Nachbildung eines Gan-zen vorzubereiten". Eben dieses wurde schon frü-herhin in der nämlichen Zeitschrift (I. c. 648.)weit ausführlicher, und in der That bemerkens-werth genug erzählt.
— — (Siegfried). Ein solcher, ob selbstKünstler, ist uns unbekannt, gab 1804. in Men-sel« Arch. 1.(2) 6—ro. eine krause Empfehlungder Goethischen Uebersetzung von der Selbstbio-graphie Benvenuto's Cellini.
— — (Thomas), Glasschneider zu Nürnberg 1675. und
— — (Tobias), Goldschmied daselbst. Beydesind uns bloß durch ihre Bildnisse bekannt.
— — (Veit), ein Mäurer und Steinmetz zuUlm in i 6 Z 5 . Ihn und mehrern andern Künst-lern u. s. f. hat Joseph Furtcnbach seine Hrcbi-toctura universalis (OIm. i 635 . kvl.) zuge-eignet.
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