Schmidt.
Hans Georg, gehabt, der die Zkmmermanns-kunst studirt habe. Letzterer war in 1669. schoni 5 . Jahre in der Fremde, ohne daß man damalsweitere Nachricht von seinem Leben oder Tode besaß.
Schmidt (Christ. Carl), s. unten JohannFr.Schmid.
— — (Chri . . ), eines SchwerdtfegersSohn aus Basel , der sich eine Zeit lang mit gros-sen Talenten der Malerey wiedmete, denn aberdurch Ausschweifungen aller Art sich einen früh-zeitigen Tod zuzog. Von ihm besaß tz. AchillesRyhiner in Basel artige getuschte Zeichnungen nachLrautmann, die von 1765. datirt waren.
— — (C-). So heißt irgendwo, ganz ohneWeiteres, ein Kupferstecher zu Prag um 1802.
— — (C. Fr. H.), ein Kondukteur, der zuBerlin um 1800. ohne Weiteres genannt wird.
— — (C. Ludwig, gewöhnlich nur Ludwig),ein von Mensel ll. (1789.) zuerst genannter,und aber, wie aus Ebendas zJ. L. L. erhellet,noch um 1809. lebender Kupferstecher zu Berlin ;excellirt im Landkartenstechen. Schon vor 1789.kannte man aber auch von ihm mehrere Bildnissezu dem 1787. und 88. erschienenen HistorischenPortefeuille, welche bey Meusel (ll. cc.) ver-zeichnet sind. Hauptsächlich aber hatte er, eben-falls schon damals, die von Müller entworfenenund von L. Engelbrechr gezeichneten schönenVorschriften zu militärischen Planen, ferner diegroße vortrefliche Karre zu der Beschreibung (?)der Lriege Friedrich ll. gestochen. Endlich fastalle Platten zu Bloch's großem Werk über dieFische, welche oben dem August Ferdinand zu-geschrieben werden. Dann kennt eine unsrerhandschriftlichen Quellen von ihm noch wei-ter: Blätter zu der neuen Bildergaljerie fürjunge Söhne und Töchter; andre zu G. F.Hofmanns Verzeichnis der Schwämme, zu denn. Schriften der Berliner-zZarurforschendenGesellschaft; eine neue Karte der Gegend umBerlin »ach Oesfeld ; i 5 <>. schön colorirke Tafeln zumJablonskischen Natursystem aller Insekten, fort-gesetzt von Herbst u. s. f. Noch lesen wir in einem derBerl.Monatschrifr (B. Xlll 1789. S. Ut8.) ein-gerückten Aufsätze: Daß Schmidt schon mehrerePlatten zu seiner Geschichte der letzten Feldzuge Fried-rich Wilhelm des Großen fertig habe; und daß er un-ter die wenigen teutschen Kupferstecher gehöre, welchedie bisher in Teutschland seltene Kunst-Gituations-karten zu stechen, auf einen ziemlichen Grad derVollkommenheit gebracht haben.
— — (Daniel), kommt um das Jahr i 8 o 5 .als Kondukteur zu Berlin vor.
— — — — von Basel , des oben erwähn-ten Tbri. Schmidts älterer Bruder, lernte inseiner Jugend, mit Erfolg, das Wachspoujsiren.Allein aus Unbeständigkeit und Trägheit verließ erdiese Kunst, und legte sich dafür auf die beque-mere Buchermäckeley.
— — (David), Stadtbaumeister zu St. An-naberg in Sachsen , wo er in 159g. eine Badstubeerbaute. Paul Jenisii Qkronicon /zrinaber-Lense, a. d. Latein, und vermehrt von GeorgArnold ; eine Handschrift.
— — — — Amtsmäurermeister zu Roch litz in Sachsen , ynd Johann Michael Mahig,Zimmecmeister und Richter zu Wieder«», erwei-terten und baueten die Dorfkirche zu Seclitz, un-weit Rochlitz , in Zeit von mehren, Jahren bis1771. neu auf. I. F. Gühling Segens-wunsch bey Einweihung gedachter Rirche,i 77 t. (Rochlitz 4 °.) S. 33 .
— — (Erasm.), s. unten Thomas Schmidt.
— — (Ferdinand), s. oben August Ferdi-nand Schmidt.
Schmidt. 1509
Schmidt (Franz Michael), ein bekannterMaler (wie es heißt), der eigentlich als Schuh-macher gelernt hat. In der Stadtpfarre zu Cremsin Niederöstreich zeigt man von ihm zwey Bilder:Die Enthauptung Johannis, und die armen Seelen;und auf dem Frauenberge eben dieser Stadt dreyandere, welche Mariä Himmelfahrt » den H. Jo-seph und den H. Aloysius zum Gegenstand haben.Hirsch ings zJachr. v. Bunstsamml. V. 356 .
— — (Franz Willibald), Professor drr Bo-tanik an der Universität Prag. Dort legte er denGräflich Canal'schen Garten an, und malte auchdie merkwürdigsten der daselbst gezogenen Pflanzenab. Sprengels Garrenzeirung ll. Halle1804. 4°. S. 82. AIs Gelehrter erwarb er sicheinen guten Namen durch seine kllora Uokemica;als Mensch stand er in vorzüglicher Hochachtungbey seinen Zeitgenossen. In dem eben vor unsliegenden Archiv für die Botanik, v. Rö n, e r,I. Leipz. 1798. 4°. treffen wir nach seiner Zeichnung,4. Blätter von I. C. Wendland geetzt an. Erstarb 1796.
— — (Friedrich Christian ), geb. zu Gocha1755. seil 1780. Herzogl. Sachsen -Goihaischer Vor-steher-AmtSverweftr und Architekt daselbst. Vonihm als Schriftsteller (Verfasser des Bürgert.Baumelst. u. s. f.) s. das Gelehrte Teurschland,
— — (Friedrich E. H.), erscheint als Konduk-teur zu Berlin um 1800. Etwa der obige L. Fr. H.
— — (Friedrich Gottlob), Maler an der Por-zellainfabrik zu Meißen , gegen der Mitte desXVlil. Jahrhunderts.
— — (Friedrich Wilhelm ), der jüngere (einälterer ist uns unbekannt); Kupferstecher und Ku-pferdrucker zu Berlin , wo er noch 1790. lebte.Adreßkal. der Städte Berlin und Pots dam auf 1796. S. 42 >. Mittelmäßig von ihmgeetzte Blätter findet man in: Burgsdorfs Ver-such einer vollständigen Geschichte vorzüglicher Holz-arten (Berlin ,785. 4 °); Bloch's Naturgeschichteder Fische LeutlchlaudS (Berlin 1783—82. 3 . Thle.50. n. der Ausgabe i» 4°. 1782. ff.); BernouUi'sSammlung kurzer Reisebeschreibungen Band Xl V(1784 ); zweyter überzähliger Band (1787.) u. s. f'
— — — — So heißt auch im Tübing.Morgenbl. 1807. S. ii 63 . ein Schüler derZeichenschule zu Weimar ; wie es scheint bloßerDilettante, »der, zwar nicht zum Künstler be-stimmt, sich dennoch durch Talent und Fleiß biszu der Fertigkeit emporgearbeitet habe, jeden Kopfund Figur, die man ihm etwa vorlegen möchte,befriedigend abzuzeichnen, ober erfvderlichen Fallsnachzumalen; endlich auch, wie zu hoffen sey, sichdie Fähigkeit erworben habe, in Sachen der Kunstund des Geschmacks ein verständiges Urtheil zufällen, und somit in ihm der ganze Zweck (?) deröffentlichen Lehrstuyden jenes freyen Zeicheninstitutssich darstelle". Eines kleinen Lächelns kann mausich bey obiger — Lirade fast unmöglich enthalten,das indessen — wohl verstanden! den Schreiberderselbe», nicht den schuldlosen Gegenstand trift.
— — (Georg), Bürger und Maler zu Dres den , wo er 1824. heyrathete, die Malerey aufgab,und endlich Schulmeister zu Sansdorf unweit Dres den wurde, wo er > 833 . starb. L. A Freyberg' sgesammelte sJachv. von der Superincendenrrur Dresden (in Handschr.)
— — (Georg Christoph), Hofmechanikus desHerzogs von Weimar , zu Jena . Derselbe hatVerschiedenes sehr mittelmäßig radirt. So z. B.ein Bildniß der Caroline Louise Henriette v. Oppel,geb. von Bcnst(Jena 1767.) in Fol.; einen Prospektdes Dorfes Lichstedt im Schwarzburgischen, nachZange (Jena -773 ) in kl. 40. Unter seine beßtenArbeiten mögen die Bildnisse des bekannten HofrathsI. E. I. Walch, nach eigener Zeichnung 1780., undvon Walchs Gattin, geborner T'scher, nach I. G.