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Schmidt.
den, und di« Urtheile sind richtig gefaöt. Auchgiebt der Verfasser mitunter angenehme Nachrichtenvon dem Schicksale der Blatter ", u. s. f.
Und nun, seltsam genug! Von diesem Erstenaller deutschen Stecher neuerer Zeit, giebt uns dereinzige warelet *) eine — etwelche allgemeineKunstcharakreristik, wie folgt: „Er wäre vielleichtder erste aller Kupferstecher, wenn Eornel. Visschernicht gelebt hätte; und wenn er diesem nachsteht,so ist es wohl bloß dem außerordentlichen Glanzseines Grabstichels zuzuschreiben, der seinen Bild-nissen etwas von der Wahrheit raubte. Uebrigenshatte er eben so viel Einsicht in seine Kunst, als derNiederländer, und ausgebreitetere Talente. Kühn,wie jener, verlaßt er plötzlich die Ordnung seinerZüge, in den Fleischpartien zumal, und selbst aufden Lichtern, wenn die Flächen es zu erfodernschienen (guancj Is8 plsn8 sembient i'exiZer?).Aber Visscher spielte mit seiner Kunst wirklich, undSchmidt wollte zu sehr zeigen, daß auch Er esthue. Uebrigens führte er den Grabstichel mit einerso großen Festigkeit, wie nur Er es vermochte, unddie Nadel mit der scherzenden Leichtigkeit eines laBelle, Rembrandts und Castiglione's; verbandbisweilen beyde Werkzeuge, besonders in seinenBücherverzierungen; öfters aber brauchte er dieNadel allein; und immer war er gleich geistvollund malersch, wie er's auch anfieng. Bisweilenarbeitete er auch in Crayonmanier. Zu bedauernrvar's, daß er nicht ein Jahrhundert früher lebte,wo er bessere Urbilder vor sich gefunden hätte, andenen er seine ungcmeine Kunst üben konnte. SeinBildniß von de la Tour ist ein Meisterstück,-undwahrhaft unmöglich, einem Kopfe mehr Leben,Lustigkeit und Ausdruck zu geben. In seinen eigent-lichen Etzarbeiten dann, ist niemand Bembrandtnäher gekommen, wie er; versteht sich nicht in derManier, wo jener seinen Blättern durch Vcrbergungseiner Nadclzüge den Schein der Tuschart gebenwollte, sondern in derjenigen, wo er, durchMischung aller Ericharteu, seinen Geschmack undGeist unter anscheinender Unordnung verbarg, undso, besser als irgend ein andrer, Künstler seinerGattung dazu gelangte, jedem Gegenstand seinenwahren Charakter zu geben, und denselben in daswirksamste Helldunkel zu setzen."
Schmidt (Georg Gottfried), vielleicht derVater von obigem Georg Christoph; ein, ausKüstri» an der Oder gebürtiger Kupferdrucke«: zuJena um 1749.
— — (Gottfried). So heißt im Florir.Leipzig , ganz ohne Weiteres, ein Maler daselbstin dem Jahrzehnd 1740. u. ff.
— — (Gotth. Friedrich Joseph). Um i 8 o 5 . ge-denkt man eines solchen, als Kondukteurs zu Berlin .
— — (Gottlob August). So heißt in: Dres den zur Bemirniß seiner Häuser ein dortigerStaffirmaler 1798., der, wie wir anderwerts herwissen, daselbst 1810. noch lebte.
— — (G. C.), Maler und Kupferstecher,blühcte um 1766—76. zu Jena . Von ihm zugleichgemalt und gcetzt, kennt man die Bildnisse derAerzte E. A. Nicolai und C. F. Rattschmied, viel-leicht auch H. I. Bvtemeisiers. Dann ebenfallsohne andern Namen als den seinigen um 1769. ver-schiedene kleine Bildnisse berühmter Männer, wiela Fontain-'s, Fabri's de Peiresc, u. a. (freylichsehr unbedeutend). Hinwieder nach ihm, vonSysang dasjenige des Herzogen von Sachsen , ErnstFriedrich Carls. S. auch oben Georg Christoph Schmidt , mit dem er wahrscheinlich derselbe ist,so wie übrigens die Notitzen in dem gegenwärti-gen Art. nicht alles Zutrauen verdienen.
Schmidt.
Schmidt (G. G.). Ein solcher stach dasschlechte Titelkupfer zu F. Göchhausen's Jagd - undWaidwerksanmerkungen, vierte Aufl. Wien 1741.8°.
— — (Hans). Die Fürstliche Bibliothek zuBernburg zeigt Handzeichnungen von einem solchen.Rüst Anhalrische Schriftsteller 1776. 8°. S.48.
— — — — — kommt 4620. als Münz-meister des Grafen von Solms vor. Hirschteutsch. Münzarchiv VII. 476.
— — (Hans Georg), ein Zimmermann. S.oben seinen Bruder Christoph Schmidt.
— — (Hans und Leonhard), Gebrüdere vonHaßfurt , werden, so wie der Steinmetz GeorgHolzwarr (ein Exulant aus Königshöfen, damalsEinwohner zu Königsberg ) als Werkmeister beyeiner Baute an den Fürstlichen Schloßgcbäuden zuKönigsberg im Hildburghausischen, in i 5 gh. ge-nannt. Brauß Beytrage zur Sachsen-Hild-burghaus. Birchen - Schul - und LandeshistorieI V. g. und ro.
* — — (Hanson). Das Bildniß des Danzi-ger Pfarrherrn Dan. Grandius hat Bernigeroth174s. nach ihm gestochen.
— — (Heinrich, oder Heinrich Friedrich ),in 1809. noch lebender Sohn des unten folgendenJohann Heinrichs, Maler und Kupferstecher,anfangs zu Dresden , späterhin zu Weimar , geb.zu Berlin 1779. studirte bey seinem Vater die Bild-nißmalerey in Oel und Pastell; nachher scheint ersich vornehmlich dem Kupferstichen gewidmet zuhaben. Schon mit 1790. datirk indessen, kenntHaymann 679. von ihm ein Bildniß Schillers ")nach Madame Simanowitz in Gtuttgard, und Blähe146. von 1796. zwey andre des Prinzen Anton vonSachsen und des Preuff. Generallieut. Bischofs-werder. Bevor er nach Weimar gieng, hielt ersich einige Jahre in Leipzig auf, und arbeitete dort,neben Anderm zu verschiedenen Jahrgängen vonZimmermanns Taschenbuch der Reisen, dannsehr angenehm zu Blopstocks Messias bey Göschen.Nach Weimar kam er um 1806. Dort erschienenvon ihm 1806. mit dem Grabstichel, die Bildnissevon Wieland und Gall nach Jagemann für daserste Heft der: Bildnisse unsrer berühmten Zeit-genossen (Med. Fol.). Anderwerts wird diese unsunbekannte Sammlung Pinacotheck genannt, undsind, neben obigen, auch die Bildnisse Kant's undSchillers von unserm Künstler angeführt. ( Jeneserste Heft kostete 2. Laubthlr. Jedes einzelne Kild-niß 2. Thlr ) Dasjenige von Gall heißt irgendwoein gutes Blatt, nach einem vortreflichen Urbilde.Eines von der hochsel. Königin Louise von Preussen,nach Caroline Tischbein , in Medaillon soll — un-kenntlich seyn. Mensel N. K. L. — Blabe undHaymann I. c. ,r/5c. wobey wir noch bemerken,daß Meusel von ihm als Stecher nichts anführt,und nur noch die Frage ist, ob in gegenwärti-gem Art. wirklich nur von Einem, oder von zweyverschiedenen Künstlern die Rede sey. S. untennoch Schmidts ) aus Berlin .
— — — — — Ein solcher (ob mit dem
vorhergehenden der nämliche? ist uns unbekannt)arbeitete Blätter für das Taschenbuch Minerva1809. u. 10. (Lechz, bey Fleischer), und in letzten»Jahr für dasjenige der Urania (Industrie-Comptoirzu Amsterdam ): Hebe nach F. Harlmann, und eineH. Familie nach H. Näcke.
— — — — — Schweizerischer Capitain-
lieutcnant in holländischen Diensten; geb. zu Zürich 1699., gest. 1702. Derselbe war ein vortreflicherLandschaftszeichncr. Das Kabinet der Prinzessin
r<) Etwa de Fontenai ausgenommen, der die geistreiche, leichte, malersche Nadel, den Ausdruck, die Wärme,und das schöne Helldunkel seiner Etzarbeiten vorzüglich rühmt. ,
So eben ersehen wir aus dem Cüb. Morgenbl. -8->7. S- 525. daß diese Angabe von Haymann (wie soVieles bey ihm) ganz unrichtig ist, und dieses, mit verständigem und kräftigem Grabstichel ausgeführte Bildnißsich erst von erwähntem I. 1807 datire. Was aus Veranlaßung dieses Bildnisses die Fraucnholzische Kunst-handlung zu erklären sich bemüßigt glaubte, s. in gegenwärtigen Ansätze», im Art. von Joh. Gotthardt Müller