Band 
Zweyter Theil [3].
Seite
1513
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Schmidt.

»on Oranien, geborne Prinzessin von England,bewahrte von seinen Meisterstücken auf. Heueshistor. Handley. II. Ulm 1786. 8°.

Schmidt (Heinrich), Großherzoglich Hessen-Darmstädtischer Hofmaler, gebürtig aus dem Saar-brückschen, lebte schon seit an die Zo. Jahre inRom und Neapel . Seiner wird, unsers Wissens,zuerst in der Zeitschrift: /taüe» von -ttoritL mrci/sr> t I. 2, 8. 8Z. u. 6°. gedacht, wo von ihm einin 1788. zu Rom ausgestelltes historisches Bild(Pericles, der sonst bey Allem ihn betroffenen Un-glück »«erschüttert blieb, dem aber itzt das Herzbricbt, als er dem jüngsten seiner von der Pest hin-gerafften Söhne durch Auflegung des Kranzes dielegte Ehre erweisen will) ausführlich beschrieben,und besonders für den Ausdruck hochgepriessen wird.Sein übriges vorzügliches Geschichtliches, als:Artemisia, Adam und Eva (was auch in der Schrift:Winkelmann u. sein Jahrhundert S. Z20.) zuseinem Beßren gezählt, und dortwohlgezeichner,geordnet, auch zart und hell colorirt" genannt ist,dann Caüisto im Bade, von Diana entdeckt, u s f.befinden sich im Großherzoglichen Museum zuDarmstadt . Zwey seiner dortigen Bilder, hak L.Schnell für das daselbst erschienene RheinischeTaschenbuch aufs I. 1811. jämmerlich in Kupfergekratzt. Schmidt lebte noch zu Neapel 1812.Derselbe war einst der Besitzer einer Modesiia nachderjenigen, die sich in dem Bilde: lVIollsstls otVanirss von da Vinci im Hause Barberini zu Rom befand (oder noch befindet), von jemand aus derCorreggischen Schule (Schmid glaubte, von Allegriselbst, immerhin) wunderschön nachgebildet, welchesich gegenwärtig in Handen des H> GendralvicarsBaron von Wellenberg zu Constanz befindet Istes wohl etwa der nämliche Schmidt, von dem esin einer unsrer Handschriften um i? 65 . heißt, ersey 27. I alt, und Kabinetsmaler zu Darmstadt ,der aber damals zu Mannheim lebte. Von ihmbesaß ein H. Ryhiner in Basel eine sehr artige ge-tuschte und cvlorirte Zeichnung, die des KünstlersFreund, den Musikhandler Götz zu Mannheim unddessen Familie vorstellte. In Zürch besitzt von ihmH. Zeller im Balgerist, nebst einer schonen Land-schaft im Sonnenuntergang, eine, wie Minmturausgeführte historische Scizze in Del, deren Gegen-stand (Eamson und Delila) man freylich ohne den Eselökinnbacken nicht erkenne», sondern für ir-gend etwas Rathselhaftes aus weit neuerer Zeithalten sollte. Noch ist das röthliche Colorit desBildes eben nicht das angenehmste. Wie wir diesenArt. schließen, meldet uns noch einer unsrer Freunde:Schmidt hat auch einige sehr gute geschichtlicheLandschaften, nach den Abentheuern von RinalvoRinaldini gemalt; dann zwey große Aussichten vonNeapel für Milord Bristol, deren jede ihm mitloon. Dukati bezahlt wurden. Seine Restaurationenhienachst, so wie seine Copien nach alten Meistern,haben diesem Künstler sehr verdienten Ruhm er-worben. Seine Copie eines Ecce Homo nach daVinci, war vom Urbilde nicht leicht zu unterscheiden.Auch als Bildnißmaler (zwar in diesem Fache mehrlieblich und glänzend, als getreu und geistreich)war er sehr beliebt; und möchte wir somit immerhinunsern Schmidt, im Ganzen genommen, eineneschicktern Maler, als guten Zeichner oder ver-ienstlichen Componisten nennen.

(Heinrich Leoni Ernst Ludwig), Kon-dukteur zu Berlin . Man führt ihn irgendwo um1805. an.

(Heinrich Wilhelm), ein Sohn armerEltern in Altenburg , wurde dem GothaischenMinister von Thümmel, der ihn von ungefehr beyZeichnung einer Figur mit Kohle an einer Mauertraf, bekannt, und, da dieser Talente bey ihm zubemerken glaubte, aus der Dunkelheit hervorge-zogen, unterrichtet, und auf Kosten seines Hofesnach Frankreich und Italien geschickt; alsdann»7g6. oder 97. als Herzog!. Bauverwalter zu Alten­ burg angestellt, und lebte noch daselbst 1810.Privarnachr.

Schmidt. iZrz

Schmidt (H.A.), Kupferstecher zu Offenbächam Mayn, geb. zu Braunschweig 17ZZ. Da seinBarer eine große Abneigung gegen die Maler undBildhauer hatte, so mußte er wider seinen Willen,da er lieber das Malen gelernt hätte, das Büchsen?macherhandwerk lernen. Da nun bey diesem Be-rufe dann und wann der Grabstichel gebraucht wird,so hielt er sich dadurch schadlos, und die großeBegierde, ein Künstler zu werden, brachte ihndahin, daß er im Stechen und Schneiden inStahl, Messing, Gold, Silber, Elfenbein undPerlmutter viele Fertigkeiten erlangte. Nachdemer während des siebenjährigen Krieges unter demVraunschweigischen Artilleriekorps Dienste gethan,so legte er sich durch Anfeurungen anderer Künst-ler, mit Verlaffung eines vielleicht gewinnfamernBerufs, einzig auf das Kupferstechen. In 1782.arbeitete er zu Offenbäch. Neben Andcrm sindvon ihm die Blätter zu Gözens Beschreibungd. Eingeweidewürmer (so wie auch zuLn 0 ch' sBeytragen zurInsekrengesch.). Meusel ii. In1799. lieferte er noch (immer zu Offenbäch) nachI. I. Müller eine Karte zu Gärtners, Meyersund Scberbius Wetterauischer Flora (Erst. Lh. 8°.Franks, a. Mayn). Seither haben wir von ihm.nichts weiter vernommen. Indessen zahlt Meusel111 . (1809.) ihn noch unter die Lebenden.

(Jacob). In dem Dresdner ge-lehrten Anzeiger Jahrg. 17H0. S. 552 . lesen wir,unter einer kritischen Anzeige der vorhandenenSchriften über die^ Zimmermannsbaukanst, wiefolgt:James Schmidt'« Lsrpsntb'rs Lom-piiiiion London 17Z5, 8. Bogen Druck und 41. Ku-pfertafeln, in ein englisches Werk, in welchemman, absonderlich zur Arinirung derer Balken, in-gleichem der Hänge- und Sprengewerke, mancher-ley gute Ideen vorfindet."

(Johann), Goldschmied zu Bischofs-werda, einem Städtchen in Churiachsen; starb dortin 1640. I C. Stern Lebensbsschr. der Pa-storen und Superintendenten der Stadt undDwces Lischofswerda (Dresden u. Lcipz. 1754.8°.) S. 71.

wurde 1694. zum Münz,meister des Grafen von Löwenstein - Werthheim er-nannt. Hirsch teutsch. Münzarch. V. 412.

In dem Leipziger

Allerley Jahrg. 1778. S. l 5 . ist der Tod derWittwe eines Bildhauers dieses Namens angezeigt,welcher zu gedachter Zeit, 58 . I. alt, zu Leipzig starb.

Das Hanptregister i»

Hirsch,'ngs sJachrichten von Kunstsamm-lungen (Th. VI.) nennt einen solchen fälschlich alsKupferstecher. Eines Theils ist, nämlich im Werkeselbst, der oben angeführte Hans Schmidt, andernTheils Georg Friedrich Schmidt , damit gemeynt.

Rathszimmermeister undHandwerksobermeister zu Leip;:g, geb. zu Spilmesim Voigtlande 1612. und i 658 . ;» Leipzig verhey-rathet, starb daselbst 1671. Sein Sohn Christiantrieb gleichen Beruf. Von ihren Bauten ist uns bisjetzt nichts bekannt, ä'tey-rrr Inscr. Illps. p. 2.4».

-- (Johann Adolph), ein Kondukteur zuDresden um 17.. Derselbe war zugleich Lehrerbey der dasigen adeligen Compagnie Cadets .

(Johann Andreas), geographischerKupferstecher, starb z» Nürnberg i 8 o 5 . an einerBrustkrankheit 35 . I. alt Das ist Alles, was wirvon ihm wissen. Meusel's Archiv II. 2, 186.

(Johann Baptist), geb. zu Mürzburg1774. lernte bey seinem uns sonst unbekannten V terdie Malerkunst, ließ sich zu Amberg nftderr und übtdort vorzüglich das Landschaftenfach. Nach seinerZeichnung hat Laminith für Lipowsky's Bürger-militär-Almanach r8to. die Ansicht der Stadt Am­ berg gestochen.

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