Band 
Zweyter Theil [3].
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1514
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lZi4 Schmidt.

Schmidt (Johann Baptist). So heißt beyLipsrvsky ein andrer Künstler gleichen Namens,geb. 1771. der in 1800. im Markte Murnau (Jsar-kreises), als Maler ansäßig wurde.

(Johann Christian), vielleicht ein Nach-kömmling von dem oben angeführten Christian.Derselbe war, wie dieser, Rathszimmermeister zuLeipzig um 17Z0.

(Johann C. L.), erscheint um 1800. zuBerlin , alsKönjgl. Preussischer Kondukteur. Mrc.

(JohannFriedrich), Zeichner und Ku-pferstecher, geb. zu Dresden 1764. studirte frühedas Zeichnen, und war so glücklich, daß seineArbeiten von Kunstliebhabern gesucht wurden.Späterhin hatte er sich, unter der Aufsicht Raspensganz dem Kupferstechen gewidmet, worin er glück-liche Fortschritte gemacht, welches seine vielenkleinern und größer« Bildnisse beweisen. Schonum »796. kannte man von ihm eine Folge 5 o. be-rühmter Gottesgelehrten, welche bey Crusius zuLeipzig in Ocravform erschienen waren; danngrößere: A. I. Netz, Pros. zu Lunden in Schwe­ den , ausnehmend schön, zu dessen Observat. 60-tnnicss kol.Hps. 791. nach Albigaard, und denErziehungsrath Salzmann »ach Specht . Damalsarbeitete er auch, auf Befehl des Hofes, an dem-jenigen des Malers Enoch Seemann, vom Meisterselbst gemalt, aus der Dresdner -Galerie. Rost I>.27778. Neueres haben wir nichts von ihm ver-nommen, ausser daß er in Meusel's kJ R L.(1809.) noch unter die Lebenden gezahlt wird.S. unten auch den Art. Joh. Gottfried, mit demer wohl unstreitig Einer und Derselbe ist.

ein Bildhauer z» Zittau .In 1678. verfertigte er zu demjenigen Rohrkastenseines Wohnorts, der auf der Neustadt unterhalbdes Salzhauses zu finden ist, die Starüe desSamaritanischen Weibes mit dem Wasserkrnge,und Delphine die Wasser aussveyen. Carpzov's ^nslecta kastornm Ättaviensuln S. 3/».

kömmt gegen der Mittedes XVIII. Jahrhunderts bey der Porcellainfabrikzu Meißen (vermuthlich als Maler) vor.

(Johann Fr.), wird 1796. als Forstbau-bedienter und Bauinspektor zu Ländsberg an derWarthe aufgeführt. Neben ihm war Christ. CarlSchmidt daselbst Floß- und Grabenbauinspektor.

(Johann Georg), Raths- Bau- undZimmermcister zu Dresden , wo er viel schöneGebäude aufführte. Hieher gehören das neue Wai-senhaus (kostete 26000 Thaler); das Gewandhausmit den darunter angebrachten Fleischbänken aufder Kreuzgasse; die neue Annenkirche; mehrerePrivathäuser. Den Bau der katholischen Kirche trieb er als Zimmermeister; vollendete auch denvortreflichen Bau des Thurms der Frauenkirche,den Bahr nur bis an die Lanterne ausgeführt hatte(da aber Schmidt nicht die Kühnheit seines Vor-gängers in Entwürfen besaß, so erhielt GeorgBahrs (von diesem in künftigen Zusätzen das Meh-rere) prächtiger Riß eine Aenderung). Fernerfertigte er den Riß und legte auch 176). den Grundzum neuen Kreuzkirchenbaue, den jedoch der Ober-landbaumeister Epner nachgehends in so weit ab-änderte, als es die schon stehnde Anlage erlaubte.Er st. 1774- zu Dresden , wo er auf dem Johannis-kirchhof begraben liegt. Hasche Dresden I.622. Magaz. der sachs. Gesch. I. 26g. II. V62.Haymann. Nach seiner Zeichnung gestochen hatC. P. Lindemann 17Z4 6. Dl. Grundrisse undDurchschnitte der erwähnten Frauenkirche, nachden Bährischen Entwürfen.

ein geringer Kupfer-stecher zu Dresden um 1720. Wir kennen von ihmeine in qu. Fol. radirte Ansicht von dem Palais desGrafen Vitzthum (was nachgehends an den Grafen

Schmidt.

Flemming kam und weswegen auf den spätern Ab-drücken des Kupfers die Unterschrift verändertwurde) zu Dresden , nach M. D. Poepelmann;dann mehrere Blätter zu dieses letzter» Abrißdes Dresdner -Zwingers, welches seltene WerkDresden 1721. in 24. Bl. erschien; einiges zuTirrels Uebersetzung vonprideaux Alt und NeuenTestamente, zweyte von Löscher besorgte Auflage.Dresden 172V. 4°. Ob derselbe mit dem Kupfer-stecher des Lexikons um 1710. oder mit dem auchhier unten folgenden Braunschweigischen Kupfer,stecher (beyde gleiches Namens), etwa nur EinePerson ausmachen möchte, ist uns unbekannt.

Schmidt (Johann Georg), Landbaumeisterin Diensten des Herzogs von Weimar . Um 1769.starb er,^oder verließ diese Dienste, wie wir aus denweim arischen Hof- und Adreßkalenderndieser Jahre abnehmen.

Kupferstecher zu Leipzig .Von ihm kannte man das Opfer der Grazien, nachHartmann, vor der Zeit. f. d. elegante Welt1802. Mensel L. L- (1809.) zahlt ihn nochunter die Lebenden.

Georg Ephraim, wurde um 1764.Herzoglich - Gothaifcher Skuccaturer. S. den dor-tigen Hofkalender. Derselbe befand sich noch180t. in gedachter Bestallung.

(Johann Gottfried ), Kupferstecher inBildniß und Geschichte, geb. zu Dresden 1764.und Pensionnair der dortigen Kunstakademie seit1792. (M§c.), studirte unter den Professoren der-selben» und verdankt seine Kenntnisse im Stechenvornehmlich dem verstorbenen Raspe, dessen Unter-richt er zehn Jahre zu dessen Zufriedenheit genoß.Ausser seinen Studienblättern und vielen Arbeitenfür Buchhändler, kennt man von ihm: Ein schöngestochenes Bildniß von Seemann , nach ihm selbst,aus der Galerie, für die Akademie; dann für Eben-dieselbe eine H. Familie nach Trevisano. Dieseerschien auf eem Dresdnersalon 1794. Man fandden Grabstichel gut, so wie auch in einigen seinerkleinern Bildnisse »ach neuern Meistern Das desBischofs Spangenberg war sehr verfehlt. Mensellsk. Mus S 260. Neueres ist uns nichts von ihmbekannt, ausser daß er von Meusel lJ.B-E.(i8o9.)»och unter die Lebenden gezahlt wird, Hapmannhingegen wissen will. daß er in i 8 o 3 zu Paris gestorben sey. Offenbar indessen ist es, daß ent-weder theils Mensel ll (1789.) theils Rost ihremoben angerührte» Johann Friederich, theils denLehrer, theils Arbeit beygelegt haben, welche un-serm Johann Gottfried gekoren, oder aber nochweit wahrscheinlicher, daß Mensel im zJ. R- L.aus Einem Künstler Zwey, freylich von verschie-denem Namen schafft. S. oben den Artikel Joh.Friedrich, wo, neben Andern:, ein Bildniß vonSalzmann nach Specht , diesem letzten! zugeeignetwird, was hingegen dcrwinklersche Katalog demunsrigcn giebt.

war um 17Z9. dem Churrsächsischen Münzwardein I. F. Knaust, als solcheradjungirt.

(Johann Gottlieb), Kupferstecher zuBerlin . Nach Mensel I. ll. und N. Mtsc Xl.Z74 wäre seine Lebensgeschichte ganz kurz. Er ver-fertigte Vignetten, Visitenkarten, u. a. Kleinig-keiten, und starb zu Berlin , 58. Jahre alt 1799.Anderwcrts indessen werden denn doch von ihmangezogen: Blatter zu Marrini's und Orro's inBerlin erschienenen Uebersetzung von Büffon,freylich grob genug geetzt; dann andre zu Bloch'sFischen Deutschlands 4°. Berl. 782. u. ff. Fernereine Karle nach Bode, zu Blägel's Encyklopedie,u. s- f.

(Johann Gottlob), Amtsmanrermeisterim StifteMerseburg. Derselbe verfertigte die Risseund leitete den Bau der schönen Gebäude, die derbekannte Numismatiker Madai auf seinen Gütern