Band 
Zweyter Theil [3].
Seite
1519
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Schmitner.

p. is 5 . Dann etliche Bl. für: Vozrs^eplttoresqnecle la Suisss, nach Perignon und Voyez, wie z. B.das Schlachtfeld bey Näfels , nach dem erster».

Schmitner (Franz Leopold), Kupferstecherzu Wien um 1745. lernte anfänglich das Schloßer-Handwerk. Späterhin etzke er Bildnisse nach M.de Meytens. So z. B. dasjenige der Kaifer.inMaria Theresia ; dann, ohne uns bekannten Na-men des Malers, eines von Franz I. und der ,nigin von Portugall, Marie Anne Josephine;letztres 174?« zu einer Ausgabe Boßuetischer Wecke.Lanstellmr. (sk-c. S. auch den Art. I. Bran-dauer in nachfolgenden Zusätzen, und unten An-dreas u. s. f. Schmuyer.

Gchmirner oder Schmidtner (I. M.).Nach der Zeichnung eines solchen hat B. Kilian,wie wir in einem Kupferstichverzeichnisse lesen, eineTayersche Prinzessin auf dem Throne, der mauFruchte und Wildpret bringt, in gr. 4°. gestochen.

Schmirt (Matthias), den Basan (k)st. sec.)irrig Schmilh heißt, ein Landschafts - undLhiermaler, auch geschmackvoller Kupferetzer zuAugsburg . In letztrer Eigenschaft kennt man vonihm zwey mit 1770. datirte Blätter, jedes mit dreyPferden, die bey winkler genau beschrieben sind.

( ). So heißt bey Meuse! rJ.R. L ganz ohne Weiteres, ein 1809. noch leben-der Landschaslszeichner zu Hamburg .

( ). Ein solcher lehrte Zeichenkunsiund Malerei) auf der Akademie zu Heidelberg 1806.Oeffenrl. z^achr.

* Schmirrmer (Georg Melchior). Li-powsky nennt noch von rhm zu Augsburg , nebendem Choraltarblatk der Verklarung in der dortigenSalvators - ehemals Jesuiterkirche, eine ähnlicheVorstellung in der Domkirche, und eine Himmel­ fahrt Mariä in der ehemaligen Karmeliterkirche.Dann (einst) in der ehemaligen Abtey Neustiftbey Freising : Christi Einzug zu Jerusalem ; undin der ehemaligen Jesuiterkirche zu Straubing wie-der Maria Himmelfahrt ,682. und: Franz Borgias1886. gemalt.

Schmoll (Melchior), und Loren; Scholler,zwey Seidensticker zu Leipzig . Der erstce st 1687.Der zweyte heurathete dessen Wittwe,

Inscript. kstps. p. 242.

Schmorrherr (Gottfried), geheimer Kam-mer - Kanzelist mit dem Prädikate als geheimerRegistrator zu Dresden , wo er 1722. and re sagen171,. eine: Gründliche Anleitung zur Schreib-Uebung, in denen jetzo bräuchlichen teut-schen Turrenr-TanzIep-undFracrur-sowohlLatein- und Romanischen - als auch Franzö­ sischen Schrifcen, ingleichem Versal - undInitial-Buchstaben, auch Zugwerken durchden Kupferstecher M. Bodenehr, auf 20. Plattengestochen, in quer Fol. zu Dresden herausgab;welche auch (Dresden 1764 Pr. 1. Rchkh.) neuaufgelegr worden seyn soll. Ausserdem kennt manvon ibm: Teutsch - und Lateinische Alphabeteund Schäften, (Dresden 12. Blatt gr. 4°.) dieaber nur schlecht in Holz geschnitten sind. Seinelateinische Schrift taugt nichts, und auch seineandern Schriften sind im Ganzen sehr schwerfällig.Obgleich letzterer Fehler die teutsche Currentschriftbetrift, so wurde selbige doch von dieser Zeit an,der eigene beliebte Schriftcharakter aller sächsischerKauzeleyen; seine Schüler und Nachfolger bilde-ten zwar dieselbe sehr schon und vorzüglich syste-matisch aus, konnten ihr aber bis auf diese Stundedas Steife nicht benehmen. Brelrk 0 pfs Ge-schichte der Schreibet, herausg. v. Roch. S.81. u. a. Noch verfaßte er auch: DresdnischTanzleymaßiger, wie auch zu Rechnungssa-chen sich anschickender Schreiber u. Rechner.

Schmuzer. 1519

(Dresden 1726. 8°. 5^ Alph.; 1729. gr. 8° 4.Alph.) Scheid eis mathematische Bücher-kemirniß Stück Xtl. S. 0)7. TJe dritte Auflagegedachten Werks erschien Dresden 1722 gr. 8°.(Pr. 1. Rthlr. 12 Gr.) nach seinem (vermuthlich17 .1. erfolgten,) Tode. Dresdner polir. ri-ssiger, Jahrg. ,701. Xl,V 1 I 1 Jahrg. 1726.XL XIX. Havmann giebt ihn S. 212. unterdem irrigen Namen Friedrich Schmorrherr, ineinem ganz unbrauchbaren Artikel.

Schm 0 u» (L.). So nennt der Katalog vonSalzthgium einen wahrscheinlich niederländischenKünstler, von welchem sich einst in dortiger Gal-lerie zwey kleine Bilder (Seesträndte) befanden.

Schmuck (F. W). So heißt irgendwo einKunstverleger, mit dessen: oxc . ein Bildniß derKönigin von Frankreich , Maria Theresia , ohneuns bekannten Namen des Stechers-bezeichne, ist.

Schmuglewirsch ( . So hieß ein

Professor der Zeichenkunst und Maleren zu Wilna ,zu Ansang des laufenden Jahrhunderts.

Schmu treu mayer (Hans), wurde imJahr , 02. als Münzwardein des Markgrafen vonBrandenburg bey der Mnnze zu Schwatmch an-gestellt. Sein Bestallnngsbrief besagt, daß wennneue Münzstempcl »orhig waren, diese von Ochmut-renmayer selbst geschnitten werden sollten;manwürde sie unserm Wardeiu jedoch , wie von Altersher, besonders vergnügen." Hirsch teutschesMünzarch. Tb. ^lU. ö, - 3 Z.

Schmutz (Franz). So heißt ein akademi-scher Bildhauer zu Wien , von dem wir nichtsAnderes wissen, als daß er daselbst ,79h. 86. I.alt gestorben sey.

* Johann Rudolf, oder Rudolf). Die-ser Biidnißmaler stellte vorzüglich Frauenzimmergraziös dar, legte seine Fairen in t Geschmack,und besaß ei» liebliches Colorit. Nach Walpole(S. 290.) st. er 17,6. Nach ihm hat auch G.Vertue 1718. das Bildniß des Arztes Hanchwitz(Hankwitz) gestochen. B at d knger's Ma-gaz. f Aerzre. k. 5 G.

* Schmuzer (Andreas, Joh. Adam u. Jo-seph) Gebrüder, geb. zu Wien , alle drey zu An-fang des XVIll. Jabrhunderts Eben so starbenalle drey in dem Zeiträume eines Jahres; derälteste 1729. die beyden andern , 74 "- Ihr Vater,Sohn eines Kaff. Generals, sah sich, nach dessenTode, zumal durch die Untreue seiner Vormünder,den traurigsten Umstanden ausgesetzt, und war,um sein dürftiges Brodt zu verdienen, genöthigt,auf Stahl und Eisen für die Waffenschmiede zuarbeiten. Seine Söhne zog er zu eben diesemBeruf, den sie aber verließen, um sich ganz demKupferstechen zu wiedmen Johann Adam, un-geachtet seines anhaltenden Fleißes, konnte seinenBrüdern nicht nachkommen. Unrcr Alkomonte (S.den Art. prenner, A. I. ) half er, aber mitwenig glücklichem Erfolge, mit an dem bekanntenWiener - Galeriewerke. Joseph und Andreashinwieder arbeiteten fast immer mit einander, undsetzten auch ihre beyden Namen auf die Platten;der welcher an einer das meiste geleistet hatte,den seinigen zuerst. Alle drey hatten übrigens, dasWenige ausgenommen, waS sie von ihrem Vaterlernen konnten, alle ihre Kunst ihrer eigenen Nei-gung und ihrem Fleiße zu verdanken. Josephverstand sehr gut die Behandlung des Sebeide-wassers, und wußte die Panhien mit dem Grab-stichelwohl zu vereinigen. Andreas, welcher vieleLeichtigkeit in de» seinigen brachte, sind irre nachden Blättern des van Dalen und Bolswert. Ihreeigenen beßten sind die dreye aus der Geschichtedes Decius nach Rubens , welche schon im Lex.angeführt, und des Andreas und Josephs (2. k>.wir glauben irrig, Adams und Andreas *)

") Indessen sagt Füßli IV. izi. vollends: Andreas und Gebrüder Schmutzer. Di<üe drey Blätter sind:Decius redt die Soldaten an; Wahr-'agung über den Erfolg der Scblachl; Oecius weiht sich den unterirrd'ici'eiiGöttern. Von den vier übrigen Blättern des ganzen Cpclus hat I. A. Müller zwep (dürftig), und AdamBartich die bepdcn «ndern (das Leichenbcgängniß meisterhaft) gestochen.